Letzter Schultag am 18. Dezember

Coronavirus in Niedersachsen: Weihnachtsferien starten früher – und auf Antrag noch früher

Die zweite Coronavirus-Welle ist deutlich schlimmer als die im Frühjahr. Dass die derzeitigen Beschränkungen Ende November auslaufen, erwartet kaum noch jemand. Doch wie geht es im Dezember weiter? Fakt ist: Die Weihnachtsferien starten früher.

  • Virologen halten Verlängerung der Corona-Maßnahmen für nötig.
  • Eltern bekommen Entschädigung für Homeschooling.
  • Weihnachtsferien starten in Niedersachsen früher.

Update, 25. November: Der letzte Schultag vor den Weihnachtsferien wird in Niedersachsen der 18. Dezember sein. Auf Antrag sind sogar zwei weitere Ferientage möglich.

Dazu schreibt das Niedersächsische Kultusministerium: „Für die Familien, die in dieser bisher ungekannten Sondersituation mit Blick auf Familienmitglieder und Angehörige aus Risikogruppen weitergehenden Schutz zum Weihnachtfest benötigen, schaffen wir deshalb zudem die Möglichkeit, ihre Kinder in diesem Jahr an den Tagen Donnerstag,17. Dezember 2020, und/oder Freitag, 18. Dezember 2020, per formlosem Antrag vom Präsenzunterricht befreien zu lassen. Kinder, deren Eltern von dieser Möglichkeit Gebrauch machen, hätten ihren letzten Schultag 2020 dann bereits am 16. Dezember 2020.“

Höchstwert bei Corona-Todesfällen auch in Niedersachsen

Die Zahl der Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden ist auch in Niedersachsen auf einen Höchstwert gestiegen. Das Landesgesundheitsamt meldete am Mittwochmorgen 34 neue Fälle im Vergleich zum Vortag. Der bisherige Rekordwert datierte vom 21. April mit 28 Todesfällen. Bei den Gestorbenen handelt es sich um Menschen, die nachweislich an oder mit dem Coronavirus gestorben sind.

Auch bundesweit meldeten die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) so viele Corona-Todesfälle wie nie zuvor. Binnen 24 Stunden übermittelten sie 410 Fälle (Stand: 25.11., 00.00 Uhr), wie aus RKI-Daten hervorging. Der bis dahin höchste Stand war Mitte April mit 315 Todesfällen binnen eines Tages erreicht worden. (dpa)

Update, 24. November, 15 Uhr: Die Weihnachtsferien in Niedersachsen werden nach Angaben der Staatskanzlei verlängert. Start ist nun doch bereits einige Tage früher als bisher geplant. Das sagte eine Sprecherin von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Dienstag. Letzter Schultag vor den Ferien soll Freitag, der 18. Dezember, sein.

Bislang war der 22. Dezember als letzter Schultag geplant gewesen. Zuvor hatten sich die Ministerpräsidenten bei ihren Gesprächen über die Corona-Regeln darauf geeinigt, die Ferien zu verlängern - mit Ausnahme von Bremen habe Einigkeit geherrscht, hieß es aus der Stuttgarter Staatskanzlei. Nach bisherigem Stand soll die Schule in Niedersachsen im neuen Jahr am 11. Januar wieder beginnen. Niedersachsens Kultusministerin Grant Hendrik Tonne (SPD) hatte einen früheren Start zuletzt noch abgelehnt. (dpa)

Die Weihnachtsferien starten in Niedersachsen früher.

Update, 24. November, 14 Uhr: Für Lockerungen des Corona-Lockdowns ist es nach Einschätzung der niedersächsischen Regierung angesichts eines nur leichten Rückgangs der neuen Ansteckungen noch zu früh. „Wir sind nach wie vor in der Situation, dass wir eine Seitwärtsbewegung haben“, sagte der Leiter des Krisenstabs, Heiger Scholz, am Dienstag.
Die Lage in den Krankenhäusern sei noch nicht überspannt, aber angespannt. Nach Angaben des Landesgesundheitsamts gab es in Niedersachsen bis Dienstagmorgen 762 neue Corona-Fälle im Vergleich zum Vortag. Das waren 182 Neuinfektionen weniger als am Dienstag vor einer Woche.

Update 24. November, 9 Uhr: Eltern in Niedersachsen werden doch vom Land entschädigt, wenn sie ihre Kinder daheim betreuen müssen. Ein Verdienstausfall könne durch staatliche Leistungen kompensiert werden, wenn Kinder bis zu einem Alter von zwölf Jahren zu Hause lernen müssen, teilte Ministeriumssprecherin Anne Hage der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ am Montag mit. „Abstimmungen zwischen dem Sozial- und dem Kultusministerium haben zu der Klarstellung geführt, dass der Wechsel in das Szenario B faktisch zu einem Betretungsverbot für diejenigen Schülerinnen und Schüler führt, die zu Hause unterrichtet werden.“ Im Szenario B werden Schüler nicht mehr in der Schule, sondern daheim unterrichtet. Vergangene Woche hatte das Sozialministerium Ausfallzahlungen noch abgelehnt.

Coronavirus in Niedersachsen: Verlängerung des Lockdown-light geplant

Update, 23. November, 9 Uhr: Niedersachsens Vize-Ministerpräsident Bernd Althusmann hält eine Verlängerung des coronabedingten Teil-Lockdowns bis kurz vor Weihnachten für möglich. „Denkbar scheint mir, die momentanen Einschränkungen bis zum 20. Dezember aufrechtzuerhalten, um dann zumindest ein vergleichsweise normales Weihnachtsfest mit den Familienangehörigen feiern zu können“, sagte der CDU-Politiker der “Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“. Eine Verlängerung der Maßnahmen sei konsequent, solange der Sieben-Tage-Wert der Neuinfektionen nicht unter 50 pro 100.000 Einwohner liege.

Update, 22. November, 17.26 Uhr: Auch am heutigen Sonntag haben Gegner der Corona-Maßnahmen in Hannover demonstriert. Der Demonstrationszug unter dem Motto „Walk to Freedom“ gehe nach eigenen Angaben gegen Diskriminierung und für Menschenrechte auf die Straße, teilte ein Sprecher der Polizei am Sonntag mit. Kurz vor dem geplanten Ende der Demonstration um 17 Uhr teilte die Polizei mit, dass die Demonstration sowohl friedlich verlaufe, als auch, dass die Hygienevorschriften überwiegend eingehalten worden seien. Auf ihrer Webseite fordert die Bewegung „Walk to Freedom“ das Ende der Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern. Vorübergehend kam es zu Behinderungen des öffentlichen Nahverkehrs.

Bereits am Samstag hatten rund 900 Menschen in Hannover gegen die geltenden Corona-Maßnahmen demonstriert. Aufgerufen dazu hatte die „Querdenken“-Initiative. Aufsehen erregte dabei vor allem eine Rednerin, die sich mit der Widerstandskämpferin Sophie Scholl verglich. Ein Mann, ein vermeintlicher Ordner, hatte daraufhin gegen diesen Vergleich als „Verharmlosung vom Holocaust“ protestiert. Der Vergleich hatte für Kritik im Netz und in der Politik gesorgt. So reagierten Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) und die SPD-Fraktionschefin im niedersächsischen Landtag, Johanne Modder, mit scharfen Worten auf die Aktion vom Samstag. „Wer sich heute mit Sophie Scholl [...] vergleicht, verhöhnt den Mut, den es brauchte, Haltung gegen Nazis zu zeigen“, schrieb Maas am Sonntag über seinen Twitter-Account. „Nichts verbindet Coronaproteste mit Widerstandskämpfer*Innen.“

Bei der „Querdenken“-Demonstration in Hannover gab einer der Ordner seinen Posten auf, nachdem sich eine Rednerin mit der von Nationalsozialisten ermordeten Widerstandskämpferin Sophie Scholl verglichen hatte.

Update, 22. November, 15.58 Uhr: Zum heutigen Totensonntag erinnern die Kirchen in Niedersachsen mit einem ökumenischen Gottesdienst am Abend an die Corona-Opfer. Bisher starben landesweit rund 1.000 Menschen in Zusammenhang mit der Pandemie. Mehr als 60.000 Einwohner in Niedersachsen infizierten sich seit Mitte März. Aktuell stagniert die hohe Zahl der Neuansteckungen im Land.

Das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) unter rund 1.000 Menschen in Deutschland zeigt, dass die Corona-Krise auch die Sorgen der Bevölkerung hinsichtlich Weihnachten beeinflusst. Viele hätten Angst vor Krankheit an den Feiertagen. In gegensätzliche Richtung beeinflusst wurde laut Umfrage jedoch der Stress bezüglich der Essensplanung und des Anspruchs auf ein perfektes Fest. Davon würden sich nur noch zehn Prozent unter Druck gesetzt fühlen. 2018 waren es noch 17 Prozent.

Update, 22. November, 8 Uhr: Mehrere Virologen und Mediziner halten angesichts weiter hoher Corona-Infektionszahlen eine Verlängerung oder gar Verschärfung der bisherigen Beschränkungen für geboten. Am Montag wollen ihre Länder-Chefs die Vorlage der Länder für die Beratungen am Mittwoch mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) festzurren. Und eines zeichnet sich seit Tagen schon ab: Eine Verlängerung des Teil-Lockdowns ist höchstwahrscheinlich. Bundes- ebenso wie Landespolitiker sehen keinen anderen Weg, Christdemokraten ebenso wie Sozialdemokraten.

15.741 Fälle: Corona-Neuinfektionen etwas unter Vorwochenstand

Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) mit 15 741 neuen Coronavirus-Infektionen binnen 24 Stunden vergleichsweise wenig Fälle gemeldet. Im Vergleich zum Wert vor einer Woche sind das 1206 Infektionen weniger, wie aus RKI-Daten von Sonntagmorgen hervorgeht. Am vergangenen Sonntag hatte die Zahl bei 16 947 gelegen. Der Höchststand war am Freitag mit 23 648 gemeldeten Fällen erreicht worden. An Sonntagen und Montagen sind die Zahlen vergleichsweise gering, weil laut RKI am Wochenende weniger Proben genommen werden und dadurch auch insgesamt weniger getestet wird.

Update, 21. November, 17.35 Uhr: Mehr als 900 Menschen haben am Samstag in Hannover gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert. Veranstalter der Protestkundgebung im Stadtzentrum war die Organisation „Querdenken“, die in vielen Städten Proteste gegen die aktuelle Politik im Kampf gegen die Pandemie organisiert. Mehr als 300 Menschen beteiligten sich an Gegenkundgebungen, darunter rund 120 Linksautonome, die zu einem spontanen Protest an die Polizeiabsperrung der „Querdenker“-Demonstration drängten. Die Polizei rief zum Halten von Abstand auf und drängte die Gegendemonstranten einige Dutzend Meter zurück.

Rund 900 Teilnehmer waren bei der „Querdenker“-Demo in Hannover dabei.

Zu möglichen Festnahmen konnte die Polizei zunächst nichts sagen. Im Bereich der „Querdenker“-Demo wurde zwischenzeitlich mutmaßlich von Gegnern Pyrotechnik gezündet, Beamte hielten die Lage aber unter Kontrolle. Die „Querdenken“-Demonstration auf dem Platz vor der Oper in Hannover war von der Polizei mit Schutzzäunen und einem großen Aufgebot an Beamten von den Gegendemonstranten abgetrennt worden, der Zutritt war nur an einzelnen Schleusen möglich. Die Organisatoren riefen die Teilnehmer zwischenzeitlich zum Einhalten der Maskenpflicht auf.

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) hatte vor der Kundgebung klar gewarnt: „Wir werden uns nicht auf der Nase herumtanzen lassen von denjenigen, die diesen Staat vorführen wollen“, so der Minister auf Twitter. „Das wird nicht passieren.“ - dpa

Update, 21. November, 10 Uhr: Zu einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen werden am Samstag (15 Uhr) in Hannover nach Polizeiangaben rund 600 Menschen erwartet. Veranstalter ist die Organisation „Querdenken“, die in vielen Städten Proteste gegen die aktuelle Politik im Kampf gegen die Pandemie organisiert. Mehrfach wurden Demonstrationen vorzeitig aufgelöst, weil sich die Teilnehmenden nicht an Vorgaben wie Maskenpflicht und Mindestabstand hielten.

Die Einsatzkräfte in Hannover rechnen damit, dass es am Samstag Verstöße gegen die Auflagen geben wird, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Polizei bereite sich dementsprechend vor. „Es ist uns wichtig, dass alle Beamten, die im Einsatz sind, gesund nach Hause kommen“, sagte er mit Blick auf die Ansteckungsgefahr für die Polizistinnen und Polizisten.

Hannover: Querdenken-Demonstration gegen Corona-Maßnahmen

Bei drei weiteren Demonstrationen in Hannover wollen insgesamt 600 Menschen gegen Verschwörungstheorien und gegen eine Unterschätzung oder Leugnung der Corona-Gefahr demonstrieren, wie der Polizeisprecher sagte. Diese Veranstaltungen richteten sich gegen die Kundgebung der „Querdenker“.

Die CDU-Vizevorsitzende Silvia Breher sieht den zunehmend radikalen Protest gegen die Corona-Politik rund um die Querdenken-Szene mit Sorge. „Das ist nicht die Mehrheit, das ist eine laute Minderheit. Die große Mehrheit trägt die Maßnahmen mit“, sagte die Bundestagsabgeordnete der Deutschen Presse-Agentur. „Aber wenn wir von den Menschen Einschränkungen erwarten, dann muss die Politik auch mit einer Stimme sprechen und die Maßnahmen einheitlich vertreten. Das erwarte ich auch von dem nächsten Treffen der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten.“ Anderenfalls drohe die Akzeptanz der Corona-Einschränkungen in der Bevölkerung zu sinken. Bereits am 12. September 2020 wurde in Hannover gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert.

Update, 20. November, 9 Uhr: Viele Lehrer in Niedersachsen fürchten sich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus im Schulbetrieb. „Die Sorge bei den Kollegen, sich anzustecken, ist sehr groß. Die Verunsicherung ist extrem“, sagte Torsten Neumann, Landeschef des Lehrerverbands VNL/VDR, der Deutschen Presse-Agentur in Hannover. Das schlage sich auch in der Stimmung der Kollegen nieder, viele seien angespannt - auch weil sich oft nicht klären lasse, ob manche positiv getesteten Schüler sich nicht doch in der Schule angesteckt haben.

Coronavirus in Niedersachsen: „Gewisses Unwohlsein“ in der Schule

Unter den Schülern selbst sei die Sorge dagegen nicht allzu groß, sagte der Vorsitzende des Landesschülerrats, Florian Reetz. Ein „gewisses Unwohlsein“ gebe es aber schon - in der Schule, und erst recht bei der Anfahrt mit Bus und Bahn. Angesichts anderer Vorgaben für das Verhalten abseits der Schulen sei es bedrückend, mit vielen Leuten auf engem Raum im Bus zu sitzen.

Viele Lehrer in Niedersachsen fürchten sich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus im Schulbetrieb.

Landesweit gab es laut Kultusministerium zuletzt an 638 der 3000 Schulen coronabedingte Einschränkungen. Zwölf Schulen waren komplett geschlossen, an 303 weiteren Schulen waren einzelne Klassen oder Lerngruppen nicht im Präsenzunterricht und 323 Schulen organisierten den Unterricht im Wechselbetrieb nach dem sogenannten Szenario B.

Update, 19. November, 10 Uhr: Niedersachsen will landesweit bis zu 60 Impfzentren zur bevorstehenden Impfung breiter Bevölkerungsschichten gegen das Coronavirus einrichten. Zunächst sollten Risikogruppen und Beschäftigte des Gesundheitswesens und von Pflegeheimen geimpft werden, kündigte Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) am Donnerstag bei der Vorstellung der Impfstrategie des Landes an. Zu Beginn der Impfungen werde nur eine sehr begrenzte Zahl von Impfdosen zur Verfügung stehen. Später sollten die Hausarztpraxen die Impfungen übernehmen.

In Niedersachsen sollen bis zu 60 Impfzentren entstehen, um der Corona-Pandemie Herr zu werden.

Neben den zentralen Impfmöglichkeiten in den Landkreisen und großen Städten, die für jeweils rund 150.000 Menschen zuständig sein sollen, werden auch mobile Teams aufgebaut, die etwa die Bewohner von Heimen impfen. „Orte und die exakte Zahl der Impfzentren werden sich in den kommenden Wochen ergeben“, sagte Innenminister Boris Pistorius (SPD). An der Organisation der Massenimpfungen sollen der Katastrophenschutz, Hilfsorganisationen und die Polizei beteiligt werden.

Update, 18. November, 15.30 Uhr: In Niedersachsen verlangsamt sich der Anstieg der nachgewiesenen Neuinfektionen mit dem Corona-Virus leicht. Am Mittwoch wurden 1320 neue Fälle registriert. Am selben Tag in der Vorwoche waren es noch 1512, teilte das Sozialministerium mit. Die Zahl der Corona-Patienten in Kliniken sank auf 943 im Verglich zum Vortrag mit 972. Weiterhin müssen 210 der Erkrankten auf der Intensivstation behandelt werden, 127 davon werden künstlich beatmet. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert lag am Mittwoch der vergangenen Woche bei 106,1, in dieser bei 103,4.

Die Pläne des Landes für das Einrichten von Impfzentren stehen zudem kurz vor dem Abschluss, noch in dieser Woche solle das Konzept präsentiert werden, sagte ein Ministeriumssprecher. Neben zentralen Impfmöglichkeiten sollen auch mobile Teams aufgebaut werden.

Obwohl sich in einigen Pflegeheimen Corona-Ausbrüche häufen, gebe es nach Angaben des Sozialministeriumssprechers Oliver Grimm am Mittwoch in Hannover keine Überlegungen, das Besuchsrecht einzuschränken. Die Landesregierung setze darauf, dass Schnelltests für regelmäßige Tests des Pflegepersonals in noch größerer Zahl verfügbar werden. Dies zeichne sich ab. Neben den Besuchern seien unvermeidlich auch die Mitarbeiter der Heime eine Quelle eingeschleppter Infektionen.

Update, 18. November, 10.29 Uhr: Das Niedersächsischen Landesgesundheitsamts (NLGA) meldet am Mittwochmorgen einen erneuten Anstieg der Corona-Fälle um 1320 auf die Gesamtzahl von 58.147. Weitere 21 Personen sind verstorben, womit die Zahl der Todesfälle auf 948 steigt. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt am Mittwoch bei 103,4.

Zahl der Corona-Fälle insgesamt:59.968
Differenz zum Vortag:+1.622
Verstorbene:970
7-Tage-Inzidenz:84,7
Stand und Quelle:20. November, 08.00 Uhr, RKI

Update, 18. November, 09.15 Uhr: Bewohner eines Pflegeheims in Melle im Landkreis Osnabrück, sind infolge eines größeren Corona-Ausbruchs isoliert worden. Durch eine Reihentestung sei festgestellt worden, dass 50 Bewohner und acht Mitarbeiter mit dem Virus infiziert sind, teilte die Einrichtung mit. Derzeit gebe es ein Besuchsverbot und es würden noch weitere Testergebnisse erwartet, sagte ein Landkreissprecher am Mittwoch. Insgesamt werden ihm zufolge 75 Menschen dort betreut. Laut dem Pflegeheim befinden sich zurzeit drei Bewohner zur medizinischen Versorgung im Krankenhaus. In der Einrichtung seien die Infizierten isoliert worden.

In einem Pflegeheim in Melle ist es zu einem größeren Corona-Ausbruch mit 58 Infizierten gekommen.

Der Haushaltsausschuss des Landtages will am Mittwoch über die Finanzlage bei den niedersächsischen Beteiligungen Messe und Flughafen Hannover beraten. Beide Unternehmen waren durch wegbrechende Veranstaltungen und den erneut eingeschränkten Reiseverkehr im Corona-Teil-Shutdown unter Druck geraten. (dpa)

Rund 5000 HIlfskräfte zur Entlastung niedersächsischer Schulen

Update, 17. November, 15.24 Uhr: Als Teil des 45-Millionen-Hilfspakets können Niedersachsens Schulen bis zu 5000 Hilfskräfte zur Entlastung einstellen. Die Hilfskräfte sollen die regulären Lehrkräfte bei der Pausenaufsicht, der Beaufsichtigung von Kleingruppen sowie bei anderen Tätigkeiten abseits des Unterrichts entlasten, sagte Tonne. Lehramtsstudenten sollen wiederum im Unterricht unterstützend eingesetzt werden, beispielsweise dort, wo die festen Lehrer zu Risikogruppen gehören und selber nicht unterrichten können. Die Millionen-Unterstützung soll auch der Beschaffung von Schutzausrüstung für die Schulen dienen.

Hilfskräfte sollen die regulären Lehrkräfte bei der Pausenaufsicht, der Beaufsichtigung von Kleingruppen sowie bei anderen Tätigkeiten abseits des Unterrichts entlasten, während Lehramtsstudenten im Unterricht unterstützen sollen.

Update, 17. November, 13.26 Uhr: Die niedersächsische Landesregierung will 45 Millionen Euro für weitere Maßnahmen zum Corona-Schutz an niedersächsischen Schulen bereitstellen. Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) wollte die Schritte am Dienstag in Hannover erläutern. Es sollen unter anderem pädagogische Aushilfskräfte eingestellt werden, die bei der Beaufsichtigung von Schülern in aufgeteilten Gruppen in der Schule helfen können. Auch die Anschaffung von Raumlüftern soll ermöglicht werden.

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hatte das Festhalten am Präsenzunterricht am Montagabend zwar verteidigt, sagte aber dennoch: „Unabhängig davon werden wir uns in Niedersachsen auch in den nächsten Wochen intensiv für die Sicherheit in den niedersächsischen Kitas und Schulen einsetzen.“

Die Zahl der Corona-Patienten in Kliniken ist in Niedersachsen binnen eines Tages von 898 auf 972 angestiegen. 210 der Erkrankten müssten auf der Intensivstation behandelt und 125 davon künstlich beatmet werden, teilte das Sozialministerium am Dienstag in Hannover mit.

Die Ärztekammer Niedersachsen hat Patienten ermutigt, Ärzte zu melden, die sich als Corona-Leugner hervortun. Es gebe nur wenige Einzelfälle bezogen auf die Gesamtmitgliederzahl von knapp 43 000 Ärztinnen und Ärzten, teilte die Ärztekammer mit. Es handele sich um eine niedrige zweistellige Zahl „unter 20“. Dennoch gebe es auch in Niedersachsen Beschwerden von Patienten und Ärztekollegen oder generelle allgemeine Hinweise von Dritten.

Niedersächsisches Landesgesundheitsamt meldet weitere Todesfälle

Update, 17. November, 10.43 Uhr: Nach Angaben des Niedersächsischen Landesgesundheitsamts (NLGA) ist die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen im Vergleich zum Vortag erneut um 944 Fälle gestiegen. Die Gesamtzahl liegt damit bei 56.827.

Zahl der Corona-Fälle insgesamt:56.827
Differenz zum Vortag:+944
Verstorbene:927 (+19)
7-Tage-Inzidenz:103,9
Stand und Quelle:17. November, 09.00 Uhr, NLGA

Weiterhin meldet das NLGA insgesamt 927 Todesfälle infolge einer Infektion mit dem Coronavirus. Im Vergleich zum Vortag sind damit 19 weitere Menschen verstorben. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt aktuell bei 103,9 (Stand: 17. November, 9.00 Uhr).

Städte und Gemeinden sehen Vermeidung privater Kontakte als Schwerpunkt der Corona-Bekämpfung

Update, 17. November, 9.22 Uhr: Niedersächsische Städte und Gemeinden unterstützen einen entsprechenden Appell der Bundesregierung und Länder zur Vermeidung privater Kontakte. Sie sehen den Schwerpunkt der Corona-Bekämpfung darin, sagte ein Sprecher des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes am Dienstag in Hannover. „Ein weitergehender Lockdown für die Schulen oder die Wirtschaft muss unbedingt vermieden werden.“ 

Er erwarte von Polizei und Ordnungsdienst die Einhaltung der Regeln mehr zu kontrollieren und bei Uneinsichtigen Bußgelder verhängen. „Die meisten Menschen sind aber einsichtig, halten die Regeln ein und helfen anderen.“ So könne es gelingen, das Virus über den Winter in Schach zu halten. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Bundesländer hatten am Montag über die Lage im derzeitigen Teil-Lockdown beraten. Sie beließen es bei einem Appell an die Bevölkerung, private Kontakte noch weiter einzuschränken. Ob und wie die Maßnahmen über Ende November hinaus fortgesetzt werden, soll kommende Woche entschieden werden.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sieht in der Bekämpfung der Corona-Pandemie erste Erfolge, hält die Lage aber noch nicht für zufriedenstellend. „Wir können feststellen, dass wir deutliche Fortschritte gemacht haben“, sagte Weil am Montagabend nach den Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder. Der Anstieg der Neuinfektionen in Niedersachsen sei abgebremst worden.

Ministerpräsidenten versuchen Vorschläge des Bundes zu neuen Kontaktbeschränkungen zu entschärfen

Update, 16. November, 18 Uhr: Bund und Länder sind sich beim weiteren Vorgehen in der Coronavirus-Pandemie noch uneins. Bei der Videokonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) haben die Ministerpräsidenten am Montag zum Teil versucht, die vom Bund vorgeschlagenen neuen Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung des Corona-Virus zu entschärfen. In einer Beschlussvorlage, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, sind wesentliche Vorschläge des Bundes nicht mehr enthalten oder nur noch als Appell und nicht mehr verpflichtend formuliert.

Die Entwicklung der Fallzahlen nach Überschreitung von 100 Fällen pro Land.

So fehlt zum Beispiel, dass sich Kinder und Jugendliche nur noch mit einem festen Freund oder einer festen Freundin in der Freizeit treffen sollen. Auch wird nur noch an die Bürger „appelliert“, auf private Feiern gänzlich zu verzichten. Und während der Bund ursprünglich den Aufenthalt in der Öffentlichkeit nur noch mit den Angehörigen des eigenen und maximal zwei Personen eines weiteren Hausstandes gestatten wollte, wird im Länder-Papier ebenfalls nur noch an die Bürger appelliert, sich so zu verhalten. Anders als in der Ursprungsfassung des Bundes verschwand bei den Ländern auch der Punkt Schulen praktisch vollends aus dem Entwurf. 

Ministerpräsident Stephan Weil wirbt dafür, sich für eine neue Corona-Strategie Zeit zu nehmen

Update, 16. November, 10 Uhr: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat dafür geworben, sich für eine neue Corona-Strategie mehr Zeit zu lassen. Vor den Bund-Länder-Beratungen am Montag sagte der SPD-Politiker dem Radiosender NDR Info: „Wir sollten heute die gesamte Bandbreite diskutieren, auch die Vorschläge, die das Bundeskanzleramt offenbar ja schon zu Papier gebracht hat, aber Beschlüsse, glaube ich, sollten dann Teil eines Gesamtkonzepts in einer Woche oder in zehn Tagen sein.“ Eine Gesamtstrategie bis Neujahr schaffe mehr Klarheit als „scheibchenweise“ vorzugehen. Noch gebe es keinen Überblick, ob der Teil-Lockdown im November ausreiche.

Zuvor war bekanntgeworden, dass der Bund die Kontaktbeschränkungen nochmals drastisch verschärfen will. Unter anderem sollen sich weniger Menschen verschiedener Haushalte treffen dürfen, auf private Feiern soll bis zum Weihnachtsfest ganz verzichtet werden. Zudem will der Bund die Maskenpflicht an Schulen ausweiten, bei zu kleinen Räumen sollen Klassen geteilt werden. Das geht aus dem Entwurf der Beschlussvorlage des Bundes für die Videokonferenz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten hervor, die um 14 Uhr beginnt.

Sozialministerin Carola Reimann appelliert, planbare Operationen zu verschieben

Update, 16. November, 9 Uhr: Bei anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen hat Niedersachsens Sozialministerin Carola Reimann (SPD) an die Kliniken appelliert, planbare Operationen zu verschieben. Im Land wächst die Sorge, dass in absehbarer Zeit nicht mehr alle schwerkranken Patienten auf Intensivstationen behandelt werden können. Das berichtete die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ (Montag). Demnach bereitet das Land eine Verordnung vor, die den Krankenhäusern vorschreibt, bestimmte Operationen zu verschieben - wie auch im März bei der ersten Corona-Welle.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Erste Kliniken im Land verschieben Operationen (Symbolbild).

„Die Lage in den Kliniken spitzt sich zu, aber sie ist noch weit entfernt von Dramatik – wenn wir es schaffen, das Wachstum der Pandemie weiter zu begrenzen“, sagte der Leiter des Krisenstabes des Landes, Staatssekretär Heiger Scholz, der Zeitung. „Krebs wird natürlich weiter behandelt werden, auch Herzinfarkte oder Schlaganfälle. Es geht um Knie- oder Hüftoperationen, die man auch später durchführen könnte.“ Von den mehr als 2400 Betten auf den Intensivstationen würden etwa 900 für den dringend notwendigen Betrieb gebraucht, sagte er.

Coronavirus in Niedersachsen: Alle Intensivbetten in Delmenhorst belegt

Nur in wenigen Krankenhäusern seien derzeit alle Intensivbetten belegt, etwa in Delmenhorst, sagte Scholz. Reimann sagte, derzeit sehe es so aus, als stabilisierten sich die Infektionszahlen auf hohem Niveau. „Wir wissen aus dem Frühjahr, dass es einige Wochen dauert, bis sich die Kontaktbeschränkungen in sinkenden Infektionszahlen bemerkbar machen“, sagte sie.

Die Ärzteorganisation Marburger Bund und die intensivmedizinischen Fachgesellschaften hatten zuvor kritisiert, dass Krankenhäuser sich aus Umsatzgründen nicht auf Covid-19-Patienten konzentrieren. Bisher ist dem Bericht zufolge aber nicht geklärt, wer für die finanziellen Ausfälle der Kliniken aufkommt. Derzeit liefen Verhandlungen zwischen dem Bund und den Ländern über die Kostenübernahme. „Der Bund ist jetzt dringend gefordert, einen finanziellen Ausgleich zu schaffen, damit die Kliniken diesen Kraftakt stemmen können“, sagte Reimann. (dpa)

Update, 15. November, 17:45 Uhr: In Niedersachsen ist es am Wochenende zu mehreren Verstößen gegen die Einschränkungen in der Corona-Krise gekommen. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, lösten Einsatzkräfte in Schortens und Jever im Landkreis Friesland in der Nacht zum Sonntag private Feiern mit vier und zehn Teilnehmern auf. In Soltau im Heidekreis wurden die Beamten demnach wegen Ruhestörung alarmiert. Sie trafen vier junge Menschen aus jeweils verschiedenen Haushalten an, die sich nicht an die Corona-Verordnung hielten und Drogen konsumierten. Die Polizei beschlagnahmte die Drogen und leitete Verfahren ein.

Zahl der Corona-Fälle insgesamt:55.433
Differenz zum Vortag:+108
Verstorbene:904
7-Tage-Inzidenz:97,9
Stand und Quelle:16. November, 09.00 Uhr, RKI

Corona in Niedersachsen: Stadt Salzgitter mit Spitzenwert bei Sieben-Tage-Inzidenz

In Walsrode kontrollierte die Polizei am Freitagnachmittag einen 40 Jahre alten Mann, der ohne den vorgeschriebenen Mund-Nasen-Schutz unterwegs war. Daraufhin spuckte er nach Angaben der Polizei in Richtung der Beamten und beleidigte sie. Gegen ihn wird ermittelt.

Die Zahl der Corona-Infektionen in Niedersachsen nimmt weiter zu. Das Landesgesundheitsamt (NLGA) in Hannover teilt mit, dass am Sonntag, 15. November, insgesamt 1060 Neuinfektionen im Labor bestätigt wurden. Damit sind bisher 55.415 Corona-Infektionen seit Ausbruch der Pandemie gezählt worden, 903 sind verstorben. Das sind laut Landesgesundheitsamt fünf Todesfälle mehr als noch am Samstag. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist weiterhin auf hohem Niveau, jedoch von 109,1 auf 106,1 am Sonntag leicht gesunken. Die Stadt Salzgitter ist derzeit mit 327,9 Corona-Infektionen auf 100.000 Einwohner in Sachen Risikogebiet Spitzenreiter.

Corona in Niedersachsen: Mehr als 1000 Neuinfektionen registriert

Update, 14. November: Die Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen in Niedersachsen ist am Samstag, 14. November, um 1482 Fälle innerhalb von 24 Stunden gestiegen. Das teilt das Landesgesundheitsamt in Hannover mit. Gleichzeitig gelten 1180 Personen inzwischen als von Covid-19 genesen. Neun Menschen sind an oder mit einer Corona-Erkrankung gestorben. Somit verzeichnet die Behörde 19.375 aktive Sars-CoV-2-Infektionen in Niedersachsen. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt landesweit bei 109,1. Bei diesem Wert ist die Stadt Salzgitter aktuell Spitzenreiter mit einem Wert von 323,1. (jdw)

Salzgitter ist derzeit die Stadt mit den meisten Coronainfektionen auf 100.000 Einwohnern in Niedersachsen.

Coronavirus in Niedersachsen: Norddeutsche Bundesländer wollen bei Krankenhausverlegungen zusammenarbeiten

Update, 13. November:  Die norddeutschen Bundesländer Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein wollen bei Krankenhausverlegungen von Corona-Patienten in Zukunft eng zusammenarbeiten. Über eine Koordinationsstelle werde laufend ein Überblick über freie Krankenhausbetten hergestellt und falls erforderlich auch beim Transport geholfen, teilte eine Sprecherin der niedersächsischen Staatskanzlei am Freitag in Hannover mit.

Sollten Kapazitäten überlastet sein, könnten Patienten dann gegebenenfalls auch über mehrere Länder und weitere Distanzen hinweg verlegt werden - und nicht wie bisher üblich zwischen benachbarten Städten, Landkreisen oder Ländern. Die Entscheidung liege aber bei den behandelnden Ärzten.

Die Nordländer folgen damit dem sogenannten Kleeblattkonzept der Gesundheits- und der Innenministerkonferenz der Länder. Jeweils drei bis fünf Bundesländer sollen sich dabei koordinieren. (dpa)

Update, 12. November: Die Belastung der Mediziner in den niedersächsischen Hausarztpraxen ist in den vergangenen Monaten gestiegen. Das Arbeitsaufkommen sei riesig, sagte der Vorsitzende des Hausärzteverbandes Niedersachsen, Matthias Berndt. „Die Corona-Pandemie fordert uns alles ab.“

Coronavirus in Niedersachsen: Gesundheitsämter kommen nicht mehr hinterher

Angesichts der hohen Infektionszahlen in Niedersachsen können einige Gesundheitsämter keine flächendeckende Kontaktnachverfolgung mehr gewährleisten. „Das Gesundheitsamt hat wegen der hohen Fallzahlen zunehmend Schwierigkeiten bei der Verfolgung der Kontakte“, sagte ein Sprecher des Landkreises Osnabrück der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Wenn Mitarbeiter aus medizinischen oder pflegerischen Berufen betroffen seien, werde in diesen Fällen bevorzugt recherchiert.

Für den Kreis Verden erklärte ein Sprecher, dass mit einem Wert von mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche eine Nachverfolgung aller Infektionsketten innerhalb von 48 Stunden nicht mehr möglich sei. Das Gesundheitsamt setze daher seine Schwerpunkte auf die Isolierung der Infizierten sowie auf den Schutz von Gemeinschaftseinrichtungen und Risikogruppen. (dpa)

Update, 11. November: Angesichts der Corona-Krise fordert der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund Bürger zu Einschränkungen an Weihnachten und Silvester auf. „Wir müssen mit möglichst geringen Infektionszahlen über Weihnachten und Silvester kommen, dann haben wir die Chance, dass unser Gesundheitssystem den kranken Menschen gut helfen kann“, sagte der Sprecher des Bundes, Thorsten Bullerdiek, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Die beiden Feste sollten daher nur in ganz kleinen Kreisen gefeiert werden.

Angesichts der Corona-Krise fordert der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund Bürger zu Einschränkungen an Weihnachten und Silvester auf.

Mit Blick auf den Jahreswechsel will der Städtebund am besten auch eine zusätzliche Belastung der Menschen durch die Verunreinigung der Atemluft vermeiden. „Das heißt konkret: möglichst keine Knaller und keine Raketen zum Schutz der Gesundheit von uns allen“, sagte Bullerdiek. Die aktuell erfreulichen Nachrichten zu einem möglichen Impfstoff dürften nicht dazu führen, dass beim Bemühen, sich und andere zu schützen, nachgelassen werde. (dpa)

Corona-Infektionen in Niedersachsen weiter auf hohem Niveau

Die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen liegt in Niedersachsen auch eineinhalb Wochen nach Beginn des Teil-Lockdowns auf hohem Niveau. Das Landesgesundheitsamt meldete am Mittwoch 1512 neue Fälle im Vergleich zum Vortag - das ist der dritthöchste Tageswert seit Ausbruch der Pandemie. Zudem wurden 19 weitere Todesfälle gemeldet. Mehr waren es seit dem Sommer bisher lediglich am 4. November, als 21 Tote gemeldet wurden. Insgesamt stieg die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten in Niedersachsen auf 49 658. Rund 61 Prozent davon gelten als genesen.

Ursprungstext, 10. November: Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) hat vor einer Radikalisierung von Corona-Leugnern gewarnt. „Der Einfluss von Rechtsextremisten auf die Szene und die Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen kann nicht wegdiskutiert werden und er darf nicht unterschätzt werden“, sagte Pistorius am Dienstag im Landtag in Hannover. Zwar seien nicht alle, die gegen die Corona-Maßnahmen auf die Straße gingen, Neonazis und Rechtsextremisten. Aber sie machten sich immer wieder, ob sie es wollten oder nicht, mit Rechtsextremisten gemein, die mit ihnen Seite an Seite demonstrierten.

„Wenn Entscheidungen staatlicher Institutionen unterschiedlicher Ebenen dazu führen, dass die Polizei, in großer Zahl, wieder einmal zum Prellbock gemacht werden, schwillt mir allmählich der Kamm. (...) Ja, die Polizei ist dazu da, Gefahren abzuwehren, die Freiheit, die Rechte und die Demokratie zu schützen. Aber sie sollte nicht herhalten als die Institution, die am Ende die Fehler oder die falschen Entscheidungen anderer oder den fehlenden Mut, die richtigen Entscheidungen zu treffen, auszubaden hat“, sagte Boris Pistorius in der Debatte über die „Querdenken“-Demonstration in Leipzig am Wochenende, bei der die Corona-Regeln massenhaft ignoriert wurden.

Der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius (SPD) spricht im niedersächsischen Landtag über Demonstrationen von Corona-Leugnern und -Kritikern.

Gleichzeitig zeige sich, dass sich die Bewegung der Corona-Leugner von innen heraus radikalisiere, auch ohne Einfluss von rechts, sagte Pistorius. Alle Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie würden als diktatorisch bezeichnet. Aus unterschiedlichen politischen und ideologischen Richtungen der Bewegung. „Wir sehen uns sehr genau an, wer zum Umfeld dieser Gruppierungen gehört und wir beobachten weiter sehr genau, wie dynamisch sich Radikalisierungen innerhalb dieser Szene vollziehen“, sagte der Minister. „Wir werden weiterhin mit dem notwendigen Augenmaß aber auch mit der entsprechenden Entschlossenheit vorgehen.“

Der Landtag in Hannover hat erstmals unter breiterer Einbeziehung der Opposition als bisher über den richtigen Kurs in der Corona-Krise debattiert. Nachdem Grüne und FDP auf mehr Mitsprache bei den Corona-Regeln gepocht hatten, erhielten beide Fraktionen am Dienstag mehr Redezeit sowie die Möglichkeit, mehr Anträge zu stellen als bisher. Die Grünen legten Anträge zur Öffnung von Bibliotheken sowie Außenflächen von Freilichtmuseen und Zoos vor und forderten mehr Planungssicherheit für den Betrieb der Schulen. Die FDP verlangte eine Verbesserung der Corona-Warn-App sowie eine bessere Differenzierung der Einschränkungen. (dpa)

Verlangsamter Anstieg der Corona-Neuinfektionen nimmt wieder Geschwindigkeit auf

Nachdem der Anstieg der Corona-Neuinfektionen nach dem Wochenende verlangsamt war, ist der Sieben-Tage-Inzidenzwert am Dienstag wieder gestiegen und liegt nun bei 103,5 nach Angaben des Niedersächsischen Landesgesundheitsamts (NLGA, Stand 9.00 Uhr). Die Zahl der registrierten Neuinfektionen ist im Vergleich zu Vortag um 1163 Fälle gestiegen. Damit liegt die Gesamtzahl bei 48.146. Auch die Zahl der Verstorbenen ist um 14 weitere Personen gestiegen.

Finanzbeamte unterstützen bald ihre Kollegen in den Gesundheitsämtern bei der Nachverfolgung von Kontakten Corona-Infizierter in Niedersachsen. Dies kündigte Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU) in der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ am Dienstag an.

Nach Angaben des Landesamts für Steuern sollen rund 400 der 13.000 niedersächsischen Finanzbeamten zur Kontaktverfolgung eingesetzt werden. Insgesamt will das Land 1400 Beamte in Städte und Gemeinden schicken, vorerst bis Ende Januar. Oft hilft schon die Bundeswehr. Viele Gesundheitsämter in Niedersachsen arbeiten laut Hauptgeschäftsführer des LandkreistagesHubert Meyer, bei der Bewältigung der Corona-Krise an der Belastungsgrenze und brauchen weiter dringend personelle Hilfe. 

Ergänzende Corona-Hilfen sollen noch im November ankommen

Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) geht von einer raschen Auszahlung der ergänzenden Corona-Hilfen während des Teil-Lockdowns aus. Er sei „vorsichtig optimistisch“, dass von den neuen Schließungen betroffene Betriebe etwa aus der Gastronomie noch im November die Unterstützung erhalten, berichtete der Norddeutsche Rundfunk am Dienstag. Ziel müsse es dabei sein, dass die erwartbaren 800 Millionen bis eine Milliarde Euro im Land zu einem möglichst geringen Anteil mit anderen Hilfskategorien verrechnet werden müssten.

Niedersachsens Wirtschaftsminister geht von einer raschen Auszahlung der ergänzenden Corona-Hilfen, unter anderem für die von den Schließungen betroffene Gastronomie, aus.

Bund und Länder hatten zur Eindämmung der stark gestiegenen Neuinfektionen mit dem Coronavirus vereinbart, dass gefährdete Unternehmen „außerordentliche Wirtschaftshilfen“ im Gesamtvolumen von rund zehn Milliarden Euro bekommen sollen, um Umsatzausfälle auszugleichen. Mehrere Bundesländer hatten gefordert, nach den Hilfen während des Frühjahres und Sommers auch diese Unterstützung noch nachzubessern.

Urlauber müssen negativen Text vorweisen, wenn sie auf die Kanaren reisen

Deutsche Urlauber müssen ab kommendem Samstag auch im Nicht-Risikogebiet Kanarische Inseln einen negativen Corona-Test nachweisen. Tui bietet vorab Schnell-Analysen an. Der Antigen-Test lässt sich zu Hause selbstständig durchführen. Dazu gehört auch eine kurze Online-Beratung durch medizinisches Personal, teilte das Unternehmen am Montag in Hannover mit. Die Bescheinigung sei für die anschließende Reise anerkannt, erklärte Manager Hubert Kluske. Die Kanaren sind, anders als der Rest Spaniens, vom Robert Koch-Institut (RKI) derzeit nicht als Risiko-Region eingestuft.

Deutsche Urlauber müssen ab kommendem Samstag auch im Nicht-Risikogebiet Kanarische Inseln einen negativen Corona-Test nachweisen. Tui bietet vorab Schnell-Analysen an.

Alle Besucher der Inseln, die mindestens sechs Jahre alt sind und sich in einem touristischen Beherbergungsbetrieb aufhalten möchten, müssen ein negatives Testergebnis vorlegen, heißt es in den Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amtes für Spanien. Der Test darf bei der Ankunft höchstens 72 Stunden alt sein und sollte nach Möglichkeit in Deutschland gemacht werden. Er ist aber auch noch nach der Einreise in autorisierten Teststationen auf den Kanaren möglich.

Dies ist die Fortsetzung des Coronavirus-Tickers für Niedersachsen.

Rubriklistenbild: © Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild/dpa

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