Hotline völlig überlastet

Chaos bei Impftermin-Vergabe: Wachsender Druck durch Impfstrategie

Die Spannung steigt: Die zwei Impf-Termine zu bekommen ist nicht so einfach und mit einigen Problemen verbunden. Ministerpräsident Stephan Weil beurteilt die Ergebnisse des Impf-Gipfels positiv.

  • Impftermine können seit Donnerstag gemacht werden – das ist allerdings nicht so einfach.
  • Die ersten Impfzentren haben ihren Betrieb trotz Lieferengpässen aufgenommen.
  • Ohne einen Termine-Code ist eine Impfung nicht möglich.

Update vom 2. Februar, 13.34 Uhr: Am Montag wurden trotz der Lieferengpässe unter anderem auf dem Messegelände in Hannover die ersten Spritzen gesetzt. Auf politischer Ebene wächst wegen der Impfstrategie allerdings der Druck auf Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD). Den Berliner „Impf-Gipfel“ bewertete Niedersachsens Ministerpräsident Stephans Weil derweil positiv. Die Vertreter der Pharmakonzerne hätten glaubhaft versichert, dass sie maximalen Einsatz in der Produktion der Impfstoffe zeigten, sagte der SPD-Politiker. „Es bleibt allerdings dabei, dass wir vor allem im ersten Quartal viele Impfwünsche noch nicht erfüllen können, weil die Lieferungen dafür nicht ausreichen.“

Update vom 31. Januar, 12.14 Uhr: Für den morgigen Montag ist ein Impf-Gipfel angesetzt, bei dem sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten über die derzeitige Impf-Lage beraten will. Nach Lieferschwierigkeiten, Problemen bei der Terminvergabe und der daraus resultierenden Kritik, fordern Politiker und Verbandsvertreter vom Corona-Impfgipfel mehr Klarheit über Zeitpläne, Prioritäten für Bevölkerungsgruppen und verfügbare Impfstoffe. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen spricht bereits am heutigen Sonntag mit den Vorstandschefs jener Hersteller, mit denen die EU Lieferverträge abgeschlossen hat.

Update vom 30. Januar, 11 Uhr: Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) hat erneut die technischen Schwierigkeiten beim Start der Terminvergabe für Corona-Impfungen in dieser Woche bedauert. „Es tut mir wirklich leid, dass Anruferinnen und Anrufer nicht durchkamen und dadurch Unannehmlichkeiten hatten“, sagte sie der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (HAZ/Samstag).

Der Ansturm sei enorm gewesen, und es habe technische Probleme gegeben. Am Donnerstag, dem ersten Tag der Impfvergabe, riefen laut Reimann 700.000 Menschen in der ersten Stunde an. Im Laufe des Tages habe es rund 8,9 Millionen Anrufversuche gegeben, beim Onlineportal seien 5,9 Millionen Zugriffe in den ersten anderthalb Stunden registriert worden. „Über den ganzen Tag verteilt waren es im Durchschnitt 1,4 Millionen Anfragen pro Stunde. Das ist schon extrem.“

Lieferverzögerungen der Impfstoffe in Niedersachsen

Reimann betonte, dass alle 500.000 Impfberechtigten, also alle über 80 Jahre das gleiche Recht hätten, einen Impftermin zu bekommen. „Wir haben uns jetzt noch einmal alles angeschaut und die fehlerhaften Telefonansagen behoben“, sagte die Ministerin. Auch die Überlastung des Telefonnetzes habe der Anbieter behoben. Die Frage, bis wann alle über 80-Jährigen in Niedersachsen geimpft seien, ließ Reimann offen. Dies lasse sich wegen Lieferverzögerungen der Impfstoffe nicht sagen. (dpa)

Update vom 29. Januar, 11.55 Uhr: Die Terminvergabe für Corona-Schutzimpfungen für über 80-Jährige in Niedersachsen, die zum Start am Donnerstag vollkommen überlastet war, wird auch in den kommenden Wochen zäh bleiben. Wie die Vize-Chefin des Corona-Krisenstabs der Landesregierung, Claudia Schröder, am Freitag sagte, werden zunächst wegen des knappen Impfstoffs pro Woche nur etliche tausend Impftermine zu vergeben sein. So erwarte das Land in der kommenden Woche die Lieferung von rund 29.000 Impfdosen von Biontech/Pfizer, die teils aber für die noch laufende Impfung von Heimbewohnern eingesetzt würden.

Update vom 29. Januar, 9.45 Uhr: Verdens Landrat Peter Bohlmann sagte zum Impfstart: „Bund und Land hätten sich aus meiner Sicht nicht unnötig und vorschnell auf Termine festlegen sollen, die sie mit Blick auf die geringe Impfstoffverfügbarkeit gar nicht halten können. Das fing schon an mit der Ankündigung von Gesundheitsminister Spahn an, dass am 15. Dezember alle Impfzentren stehen, was unsererseits auch der Fall war.“

Verdens Landrat Peter Bohlmann.

„Leider wurden mit der Zeitangabe jedoch Erwartungen geweckt, dass es noch vor Weihnachten mit dem Impfen losgehen könnte, obwohl der Impfstoff erst am 21. Dezember zugelassen wurde. Und auch die Ankündigung, ab dem 28. Januar in Niedersachsen Impftermine vergeben zu wollen, war mehr als vorschnell, weil abzusehen war, dass es Lücken in der Impfstofflieferung gibt“, sagte Peter Bohlmann. (kle)

Impf-Hotline: „Da fühlt man sich verraten und verkauft”

Update vom 28. Januar, 17 Uhr: Bärbel S. aus Weyhe, 83 Jahre alt, rief bei kreiszeitung.de an und klagte ihr Leid. Sie habe Donnerstagmorgen um 7 Uhr bei der Impf-Hotline angerufen. Aber die Nummer ist erst ab 8 Uhr freigeschaltet. Dann nochmal um 8 Uhr angerufen - war besetzt. Weitere Male Wahlwiederholung. Immer besetzt.

Später hörte sie die Ansage, dass die Nummer falsch sei. „Da fühlt man sich verraten und verkauft.” Nach dem Ärger wollte sie Donnerstag nicht mehr anrufen. Vielleicht Freitag oder Samstag. Den von der Gemeinde Weyhe angekündigten Senioren-Brief will sie auch nicht bekommen haben. Überhaupt fragt sich die Witwe, wie sie nach Bassum kommt. Sie sei gehbehindert und wisse nicht, wie sie hin und auch zurückkommt. (sie)

Update vom 28. Januar, 15.34 Uhr: Wie der Landkreis Rotenburg schon im Vorfeld mitgeteilt hatte, können aufgrund des fehlenden Impfstoffes noch keine Impftermine für das Impfzentrum in Zeven vergeben werden. Das hat zur Folge, dass das Zevener Impfzentrum auch noch nicht auf der Impfplattform zu finden ist und bei der Hotline des Landes noch keine Termine dafür reserviert werden können.

Die Homepage und Telefonleitungen für einen Impftermin in Niedersachsen waren am Donnerstag überlastet.

Bisher werden auf der Impfplattform und dementsprechend bei der Impfhotline nur die Impfzentren aufgeführt, die auch freie Termine vergeben können. Das waren Donnerstagmorgen 18 von den insgesamt 50 Impfzentren in Niedersachsen. Da noch nicht klar ist, wann der Landkreis Rotenburg die nächste Impfstofflieferung erhält, konnte das Impfzentrum vor Ort auch noch keine Termine im System freigeben.

„Leider ist auf der Impfplattform nicht zu erkennen, welche Impfzentren es insgesamt gibt und dann gekennzeichnet, wo es freie Termine gibt. Wir haben dazu schon mit dem Land Kontakt aufgenommen und erwarten, dass es hier noch eine Änderung gibt“, erklärt Landrat Luttmann. Er versichert, dass der Landkreis Rotenburg über die Presse, die Facebookseite und über die Internetseite des Landkreises informiert, wann die ersten Termine freigeschaltet werden. „Diese können dann, wie vom Land angekündigt, über die Impfhotline oder die Impfplattform online gebucht werden. Der Landkreis selber kann keine Termine vergeben.“

17 Minuten bis zum Corona-Impftermin

Update vom 28. Januar, 15.02 Uhr: Zutiefst erleichtert ist dagegen eine 81-Jährige aus Sulingen: „Es ist wirklich ein Glücksfall“, sagt die rüstige Seniorin – und ist dankbar für ihren Impftermin. Genau den hat sie mithilfe ihres Sohnes über das Internetportal ergattert. „Das war wie ein Sechser mit Zusatzzahl“, so die Reaktion des fürsorglichen Sohns. Er hat seine Bemühungen exakt protokolliert: „Ich habe um 8:00,10 Uhr mit der Dateneingabe begonnen. Bis zum ersten Schritt sind 69 Sekunden vergangen.“ Die für die Anmeldung notwendige SMS mit dem speziellen Code kam um 8.14 Uhr.

„Ich habe dann für die wichtigsten Eingaben noch zwei Minuten gebraucht. Dann hatte ich die Bestätigung um 8.17 Uhr.“ Sofort informierte er seine Mutter über WhatsApp. Parallel hatte der Mann mit seiner Frau auf einem anderen Rechner das Internetportal geöffnet, um den 81-jährigen Vater seiner Frau für die Impfung anzumelden. Was nicht gelang: „Auf die SMS mit dem Verifizierungscode warten wir bis jetzt...“ (sdl)

So sah das Impfportal des Landes Niedersachsen um kurz nach 8 Uhr aus. Wenig später hatte es schon wieder geschlossen.

Update vom 28. Januar, 14.30 Uhr: Regine von Larcher aus Weyhe hat sich trotz anfänglicher Wut ihre gute Laune nicht verderben lassen. Irgendwie sei es eben auch zum Lachen, dass jeder um den wahrscheinlichen Ansturm gewusst hat, über einen langen Zeitraum die Werbetrommel für die Impfung gerührt wurde, und dann doch alles schiefgeht. „Das hätten sie wissen können“, betont Regine von Larcher und zeigt Unverständnis für eine spezielle Entscheidung des Landes Niedersachsen, die in den vorangegangenen Tagen bereits Landrat Cord Bockhop in dieser Zeitung kritisiert hat, nämlich „die gesamte Organisation der Terminvergabe zentral über eine einzige Hotline zu steuern“.

Ganz zu schweigen von dem Chaos um die Informationsbriefe, die in ihrem Haushalt bis Donnerstag nicht angekommen waren. Und dabei gebe es doch Positivbeispiele, in denen sowohl die richtigen Menschen angesprochen werden, als auch die Terminvergabe komplikationsfrei organisiert sind. Das Mammografie-Screening beispielsweise, welches Frauen zwischen 55 und 69 Jahren zielsicher inklusive eines Terminvorschlags angeboten wird.

Stattdessen erhielt Regine von Larcher mit deutlicher Verspätung eine SMS mit einem Code, der nicht mehr eingegeben werden konnte, weil das Zeitfenster längst abgelaufen war und findet ab 10 Uhr auf der offiziellen Homepage nur noch den Hinweis, man könne sich auf eine Warteliste setzen lassen – „wenn man dann bei der Hotline durchkommt“. Am Ende hätte das Land die Menschen seit anderthalb Monaten auf den Impfstart eingestimmt und wofür? „Das Impfzentrum in Bassum steht in den Startlöchern, und dann dieses Desaster.“ (ml)

Update vom 28. Januar, 13.45 Uhr: Hedwig Harms, Vorsitzende des Seniorenbeirats in Twistringen wollte um 8.30 Uhr einen Termin für ihren 82-jährigen Mann im Internet besorgen. Nach Eingabe von Geburtsdatum, Postleitzahl und einem Sicherheits-Code stieß sie auf das erste Ärgernis. Um eine TAN-Nummer zur Verifizierung zu erhalten, musste sie eine Handynummer angeben. „Die hat ja auch nicht jeder in dem Alter“, so Hedwig Harms. Ein Handy besitzt sie zwar, das half ihr am Ende aber auch nicht weiter: Die versprochene SMS kam nicht an. Als das Handy nach fast einer Stunde doch vibrierte, waren bereits alle Termine im Internet vergeben.

Viele Senioren hätten ihr am Vormittag von ähnlichen Situationen berichtet, so die 72-jährige Twistringerin. Hinzu komme, dass nur rund die Hälfte der Senioren überhaupt den angekündigten Brief vom Land erhalten hätten. Viele seien daher aktuell überfordert und wüssten nicht, was sie tun müssen. „Die Leute sind schon sehr verunsichert“, berichtet Hedwig Harms. Eine positive Sache nehme sie am Ende aber dennoch mit: „Was ja gut ist, ist, dass die Bereitschaft zum Impfen da ist.“ (ls)

Impftermin: „Grauenhaft, was da passiert“

Update vom 28. Januar, 12.35 Uhr: „Das ist grauenhaft, was da passiert.“ Ingo Börtzow aus Oyten hat versucht einen Impftermin zu ergattern. Der 80-Jährige hat auf dem Online-Portal des Landes schon mal keinen Eintrag über das Verdener Impfzentrum gefunden, das er als Kreisbürger gerne besuchen wollte. „Wieso gibt es da keine Warteliste?“

Auch in der Impf-Hotline des Landes konnte er nicht erreichen, was er wollte. „Das sind unerklärliche Pannen“, war sein Fazit. „Ich will wissen, wann ich mich anmelden kann.“ Das von Ministerin Carola Reimann angekündigte Schreiben zu dem Thema hat den Senior bislang nicht erreicht. „Ich bin doppelt chronisch krank, das gehöre ich doch wohl zu der ersten Gruppe in der Impfreihenfolge.“ (kle)

Update vom 28. Januar, 12.05 Uhr: Wie die Radio-Bremen-Nachrichten verkündeten, sind alle Impftermine vergeben. Nach rund 90 Minuten ging nichts mehr. Telefonisch könne man sich weiterhin auf eine Warteliste setzten lassen, hieß es. Die Website wurde inzwischen wieder vom Netz genommen. Online ist das Buchen eines Platzes auf der Warteliste nicht möglich.

Impfanmeldung im Landkreis Diepholz wird zum Trauerspiel

Update vom 28. Januar, 11.53 Uhr: „Ich bin wirklich enttäuscht, ich hätte gern einen Termin gehabt.“ Lange angekündigt, lange vorbereitet, doch der Beginn der Impfanmeldungen ist – man möchte sagen erwartungsgemäß – für viele Menschen ein Trauerspiel geworden. Um Punkt acht Uhr habe ein 83-Jähriger aus dem Landkreis Diepholz erstmals die 0800/9988665 angerufen. Nach wenigen Sekunden stand er jedoch vor der Frage, ob die Nummer vielleicht falsch sei, er sich verwählt habe, denn durch die Leitung ertönte nur das allseits bekannte „Kein Anschluss unter dieser Nummer“. Kein Grund sich gleich abschrecken zu lassen, es folgten ein zweiter Anrufversuch um 8.04 Uhr und ein dritter um 8.20 Uhr.

Davon lässt sich der Senior nicht abschrecken: „Als gesundheitlich Gefährdeter bin ich nicht nur gewillt mich impfen zu lassen. Nein, ich bin überzeugt, dass die Impfung sein muss. Also, am Ball bleiben und auf einen Termin im Impfzentrum Bassum hoffen.“ Er probiert es mit etwas zeitlichen Abstand das nächste Mal über sein Handy. Eine Veränderung hatte sich mittlerweile eingestellt, das tat aber so langsam auch der Frust, denn diesmal hieß es: „Der Teilnehmer ist vorübergehend nicht erreichbar. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.“

Termin zum Impfen: Mit Internet-Latein am Ende

Nun sollte die Hotline ja nicht die einzige Möglichkeit sein, mittels der Impfwillige an einen Termin kommen können. Der 83-Jährige legt das Telefon also zur Seite und besucht die Internetseite, welche ebenfalls für die Terminvergabe benutzt werden darf. Die ersten Schritte funktionierten noch, berichtet er, nach der Eingabe der gewünschten Postleitzahl sei er aber mit seinem „Internet-Latein am Ende“ gewesen. „Ich möchte geimpft werden und scheiterte an den technischen Vorgaben um Kontakt zu bekommen“, resümiert der Senior. Seine jüngere Nachbarin konnte ebenso wenig helfen und der Tag endet für ihn mit einem großen Fragezeichen: „Warum muss die Anmeldung zur Impfung so kompliziert sein, wo sie doch so wichtig ist?“ (ml)

Update vom 28. Januar, 11.20 Uhr: Niedersachsens Hotline für die Vergabe von Corona-Impfterminen ist wie erwartet mit Anfragen überrannt worden. Eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums in Hannover sagte am Donnerstag, allein in der ersten Stunde von 8 bis 9 Uhr seien mehr als 700.000 Anrufe erfasst worden. Die Leitungen waren überlastet. Anrufer berichteten von Schwierigkeiten, durchgestellt zu werden.

Update vom 28. Januar: Seit Donnerstag, 8 Uhr werden die begehrten Impftermine vergeben. Das Land hat dazu zwei Wege vorbereitet: Online und per Telefon. Der Dienstleister Majorel, der die Hotline betreibt, hat seine Mitarbeiterzahl bereits aufgestockt - von rund 70 im Dezember auf rund 130 in der vergangenen Woche. In den kommenden Wochen soll die Zahl weiter auf 250 bis 280 Mitarbeiter steigen. Laut Majorel könnten mit 250 Mitarbeitern rund 25.000 Anrufe täglich bearbeitet werden. Allerdings hören am Donnerstag (Stand 9.20 Uhr) die Anrufer nur: „Diese Nummer ist nicht vergeben.“

Bei den Anrufern, die zunächst nur auf die Warteliste kommen, hat die Landesregierung schon im Vorfeld der Terminvergabe um Verständnis gebeten. „Wir müssen davon ausgehen, dass die Hotline dem Ansturm am Anfang nicht gewachsen sein wird“, sagte der Leiter des Corona-Krisenstabs, Heiger Scholz, vor wenigen Tagen.

Viele der Impfzentren haben inzwischen eigne Webseiten veröffentlicht. Dort können sich die Impfwilligen informieren. Zu finden gibt es eine Skizze oder Bilder des Zentrums, denn die Impfung erfolgt als Einbahnstraße, man geht von Station zu Station. Auch ist aufgelistet, welche Unterlagen mitgebracht (siehe unten) werden müssen und wie die Anreise funktioniert.

Meldung vom 26. Januar: In Niedersachsen laufen die Impfungen außerhalb von Pflegeeinrichtungen an. In einem ersten Schritt müssen die Berechtigten einen Termin vereinbaren. Dies geschieht telefonisch unter 0800/9988665 (Montag bis Sonnabend von 8 bis 20 Uhr) oder im Internet. Dazu hat das Land am Donnerstag eine Plattform freigeschaltet. Sie ist zu erreichen unter www.impfportal-niedersachsen.de.

ImpfzentrenAdresse
Landkreis DiepholzKrankenhaus, Marie-Hackfeld-Str. 6, 27211 Bassum
Landkreis VerdenContainerbau am Kreishaus, Lindhooper Straße 67a, Verden
Landkreis Nienburgehem. Schule, Weserweg 48, 31623 Drakenburg
Landkreis Rotenburgehem. Krankenhaus , Dr. Otto-Straße 2, 27404 Zeven
HeidekreisVeranstaltungshalle, Soltauer Str. 39, 29683 Bad Fallingbostel
Landkreis Oldenburgehem. Verbrauchermarkt, Westring 7, 27793 Wildeshausen

Wer telefonisch einen Termin vereinbart, wird nach Alter, Krankheiten und Beruf gefragt. Wenn sich daraus ergibt, dass der Anrufer zu einer der Gruppen gehört, die dann aktuell geimpft werden sollen, werden direkt die beiden nötigen Termine vereinbart. Online muss man sich durch die entsprechenden Felder klicken. Bei der Online-Terminvergabe erhält man die Bestätigung der Impftermine per E-Mail zugesandt.

„Die allermeisten Anrufer werden nur auf die Warteliste gesetzt werden können“, sagte Corona-Krisenstabsleiter Heiger Scholz. Zudem gehe das Land nach den Erfahrungen in Nordrhein-Westfalen davon aus, dass die Hotline dem Ansturm am Anfang nicht gewachsen sein wird. Meint: Die Anrufer kommen nicht zu einem Mitarbeiter durch. Ähnliches könne bei der Online-Anmeldung passieren. Die ersten Impfungen erwartet Heiger Scholz nicht mehr am 1. Februar, aber noch in derselben Woche. Der Grund: Es gibt weniger Impfstoff als geplant.

Probelauf im Impfzentrum: Dr. Matthias Meyer-Barner, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst, gehörte zu den ersten Geimpften.

Die Impfungen werden dann durch geschultes medizinisches Fachpersonal durchgeführt und im persönlichen Impfpass mit der Chargennummer des Impfstoffs eingetragen. Das eigentliche Impfen geht sehr schnell und dauert nur wenige Minuten. In einem gesonderten Wartebereich bleiben die Männer und Frauen zur Sicherheit noch etwa 15 bis 30 Minuten unter medizinischer Beobachtung. Personen sollten daher rund eine Stunde für die Impfung einplanen. Neben der Nachsorge gibt es vorab ein ärztliches Aufklärungsgespräch und eventuell Wartezeit. Für die Impfzentren ist eine Betriebszeit von montags bis freitags, von 8 und 20 Uhr vorgesehen. Je nach Lieferbarkeit des Impfstoffs besteht die Option, dass auch Termine an Wochenenden vergeben werden.

Tag der Impfung: Diese Unterlagen müssen mitgebracht werden

Geimpft kann nur werden, wer folgende Unterlagen mitbringt: Ausweis oder vergleichbares Lichtbild-Dokument (Reisepass, Führerschein), Impfpass, Krankenversicherungskarte, Terminbestätigung (mit Termin-Code), Einwilligungsbogen und Aufklärungsmerkblatt (kann auch vor Ort ausgefüllt werden). Wer im Gesundheits- und Pflegedienst arbeitet, muss eine Arbeitsbescheinigung mitbringen.

In den 50 Impfzentren gelten dann die gleichen Regeln wie in der Öffentlichkeit. Also Abstand halten (Ausnahme beim direkten Impfen), Hygiene und Mundschutz tragen.

Rubriklistenbild: © Andree Wächter

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