Lockdown verlängert

Corona-Fallzahlen in Niedersachsen: Krisenstab sieht positiven Trend

Alles bleibt wie gehabt: Die aktuell geltenden Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie werden bis zum 7. März verlängert, mit wenigen Ausnahmen. Trotzdem sieht der Corona-Krisenstab einen positiven Trend in den aktuellen Fallzahlen.

  • Bund und Länder haben die Coronamaßnahmen und den Lockdown bis zum 7. März verlängert.
  • Blumenläden dürfen ab Samstag wieder öffnen, Friseure ab dem 1. März.
  • Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt am Mittwoch bei einem Wert von 65,3 (NLGA).

Dieser Coronavirus-Ticker für Niedersachsen ist beendet und wird hier weitergeführt.

Update vom 11. Februar, 15:30: Blumenläden und Gartencenter dürfen in Niedersachsen von Samstag an wieder öffnen. Das hat die Staatskanzlei am Donnerstag vor der Veröffentlichung der neuen Corona-Verordnung bestätigt. Für die Floristen kommt die Lockerung damit gerade noch rechtzeitig vor dem für die Branche wichtigen Valentinstag am 14. Februar. Offiziell vorgestellt werden sollen die neuen Corona-Regeln des Landes am Freitag. Einen Tag später treten sie in Kraft.

In einem Blütenmeer: Georg Dames vom gleichnamigen Blumenhaus in Twistringen. Die meisten Blumen landeten während des Lockdowns im Müll.

Corona-Infektionen in Niedersachsen gehen zurück

Update vom 11. Februar, 15:00: Niedersachsens Corona-Krisenstab sieht in den aktuellen Fallzahlen einen positiven Trend. „Wir haben weiter zurückgehende Gesamtzahlen“, sagte Krisenstabsleiter Heiger Scholz am Donnerstag im Gesundheitsausschuss des Landtags. Der Sieben-Tage-Wert liege landesweit bei 65,3 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner. Bund und Länder hatten sich tags zuvor darauf verständigt, dass der Lockdown erst bei einem stabilen Wert unter 35 gelockert werden soll - frühestens aber zum 8. März.

Das Landesgesundheitsamt meldete im Vergleich zum Vortag 1079 neue Corona-Fälle und 42 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus. Das waren jeweils etwas weniger als am Donnerstag der Vorwoche (1215 Infektionen/63 Todesfälle).

Update vom 11. Februar, 13:00 Uhr: Der Corona-Ausbruch im Landkreis Vechta geht nach Einschätzung des niedersächsischen Krisenstabs auch auf einen erkrankten Arzt zurück. „Da hat ein Hausarzt weiter behandelt, obwohl er Symptome hatte“, sagte Krisenstabsleiter Heiger Scholz am Donnerstag im Gesundheitsausschuss des Landtags.

Das Gesundheitsamt untersuche derzeit mehr als 200 Patienten, die der Arzt in dieser Zeit noch betreut habe. Scholz sprach von einem besonders peinlichen Fall: „Da fällt einem nicht mehr viel zu ein.“

„Da hat ein Hausarzt weiter behandelt, obwohl er Symptome hatte.“

Heiger Scholz, Krisenstabsleiter

Das Landesgesundheitsamt gab den Sieben-Tage-Wert für den Kreis Vechta am Donnerstag mit 183,5 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner an. Scholz zufolge geht der hohe Wert auf drei Infektionsketten zurück: Neben dem Hausarzt habe eine junge Mutter, die nach der Geburt gemäß den Corona-Regeln nacheinander mehrere Freunde und Verwandte zu Besuch hatte, zur Verbreitung des Virus beigetragen. Außerdem hätten sich über familiäre Kontakte mehrere Menschen in Behindertenwerkstätten in der Region angesteckt.

Update vom 11. Februar, 10:30 Uhr: Wegen steigender Corona-Zahlen ist eine nächtliche Ausgangsbeschränkung auf der Nordsee-Insel Norderney verhängt worden. Zwischen 21.00 und 5.00 Uhr dürfe die eigene Wohnung nur noch aus einem triftigen Grund verlassen werden, beispielsweise bei medizinischen Notfällen, teilte der Landkreis Aurich am Mittwochabend mit. Zudem dürfen sich die Inselbewohner in der Öffentlichkeit wie im privaten Raum nur noch allein oder mit Angehörigen ihres eigenen Hausstandes aufhalten. Den Schulen wurde der Präsenzunterricht verboten.

Aktuell explodieren die Corona-Fallzahlen auf der ostfriesischen Insel Norderney.

Seit einigen Tagen explodieren die Fallzahlen auf der ostfriesischen Insel mit rund 6000 Einwohnern. Der Landkreis meldete am Mittwoch 43 Corona-Fälle auf Norderney. Sechs Menschen seien im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Am Dienstag war dort erstmals auch die britische Virusvariante B.1.1.7 nachgewiesen worden. Mehrere Infektionen wurden zuletzt in einem Seniorenwohnheim gemeldet.

Update vom 10. Februar, 17:00 Uhr: Die aktuell geltenden Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie werden bis zum 7. März verlängert. Darauf haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Länder am Mittwoch nach mehrstündigen Beratungen verständigt. Sollte die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen bis dahin stabil unter 35 gesunken sein, sollen die Länder die Beschränkungen danach ihre Corona-Schutzverordnungen jeweils schrittweise lockern.

Dann sollten zuerst der Einzelhandel, Museen und Galerien sowie Betriebe mit körpernahen Dienstleistungen unter konkreten Auflagen wieder aufmachen können, heißt es in dem Beschluss von Bund und Ländern. Die Runde regte zudem eine vorgezogene Impfung für Lehrkräfte sowie für Erzieher und Erzieherinnen an. Eine Ausnahme gilt für das Friseurhandwerk: Die Salons dürfen unter strikten Regeln ab 1. März wieder öffnen.

Schulen und Kitas: Zehn-Punkte-Plan

Wann es für Schulen und Kindertagesstätten Öffnungsschritte geben soll, wird nicht bundeseinheitlich geregelt. Merkel sagte, sie hätte damit gerne erst ab dem 1. März begonnen. Die Länder, die für Bildung zuständig sind, hätten dies aber anders beurteilt. Etliche Bundesländer wollen die wegen der Corona-Pandemie geschlossenen Schulen bereits im Februar schrittweise öffnen.

Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) will nach den neuen Bund-Länder-Beschlüssen zur Corona-Krise einen Zehn-Punkte-Plan zum weiteren Vorgehen in Schulen und Kitas vorstellen.

Corona-Lockdown bis zum 7. März verlängert

Dass der Lockdown trotz sinkender Infektionszahlen vorerst noch nicht beendet wird, begründete die Bund-Länder-Runde vor allem mit dem Risiko, das von einer Verbreitung von neuen ansteckenderen Varianten des Sars-CoV-2-Virus ausgeht.

«Das alte Virus wird verschwinden. Wir werden mit einem neuen Virus leben. Und dieses neue Virus und sein Verhalten können wir noch nicht einschätzen», warnte die Kanzlerin. Experten sagten voraus, dass die mutierten Viren Mitte März die Oberhand gewinnen könnten. Deshalb sei die Zeitspanne bis dahin zum Senken der Inzidenzen existenziell.

Momentan infizieren sich pro 100.000 Einwohner im bundesweiten Schnitt 68 Menschen innerhalb von sieben Tagen neu mit dem Virus. Der Wert von 35 sei durchaus in Sichtweite, betonte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU): „Es ist kein Vertagen auf den Sankt-Nimmerleinstag.“

Update vom 10. Februar, 16.37 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich bei den Bund-Länder-Beratungen über das weitere Vorgehen in der Coronakrise dafür eingesetzt, dass Lehrer und Erzieher eine höhere Priorität beim Impfen erhalten. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur von Teilnehmern schlug Merkel am Mittwoch in der Runde mit den Ministerpräsidenten der Länder eine entsprechende Prüfung vor. Angesichts der bevorstehenden Schulöffnungen habe die Kanzlerin in der Ministerpräsidentenkonferenz darauf hingewiesen, dass gerade Erzieher keine Möglichkeit hätten, die notwendigen Abstände einzuhalten, hieß es weiter. Deshalb müsse geprüft werden, wann Erzieher und Lehrer so in die Reihenfolge eingefügt werden könnten, dass sie bald geimpft werden könnten. (dpa)

In der Konferenz wollen die Länderchefs gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel über das weitere Vorgehen im Lockdown beraten.

Update vom 10. Februar, 16.04 Uhr: Die Bund-Länder-Beratungen haben mittlerweile begonnen. Für den Kurs in der Corona-Krise hat Niedersachsen einen Stufenplan vorgelegt.  Er soll das Vorgehen planbarer und verlässlicher machen und als Diskussionsentwurf den Beratungen dienen. Andere Bundesländer legten ähnliche Pläne vor, andere bezweifeln deren Zweckmäßigkeit. Abhängig von der Entwicklung des Sieben-Tage-Werts der Neuinfektionen (Inzidenz) und der Corona-Reproduktionszahl (R-Wert) sieht Niedersachsens „Stufenplan 2.0“ eine schrittweise Rückkehr zur Normalität oder noch schärfere Maßnahmen als bislang vor. (dpa)

Die Entwicklung des Sieben-Tage-Inzidenzwerts in Deutschland. Abhängig von der Entwicklung des Sieben-Tage-Werts der Neuinfektionen und der Corona-Reproduktionszahl sieht Niedersachsens „Stufenplan 2.0“ eine schrittweise Rückkehr zur Normalität oder noch schärfere Maßnahmen als bislang vor.

Update vom 10. Februar, 15.26 Uhr: Das Niedersächsische Landgesundheitsamt erklärte am heutigen Mittwoch, dass es seit Beginn der Woche in der Lage ist, Varianten des Coronavirus nachzuweisen. Das Verfahren soll zum einen dazu dienen, mehr über die Ausbreitung der sogenannten britischen Mutante B.1.1.7 und der sogenannten südafrikanische Mutante B.1.351 zu erfahren. Bisher lägen Informationen über 259 Ansteckungen mit diesen Varianten vor - 258 mit B.1.1.7 und eine mit B.1.351. Darüber hinaus könnten mit der Sequenzierung aber auch bisher unbekannte Mutanten nachgewiesen werden.

Das Coronavirus passt sich an. Es ist nicht auszuschließen, dass es zu weiteren Mutationen kommt, die ansteckender sind oder zu schwereren Krankheitsverläufen führen können.“

Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD)

„Neue Mutationen können mit der Sequenzierung frühzeitig identifiziert und bekannte Virustypen bestätigt werden“, sagte Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD). „Das Coronavirus passt sich an. Es ist nicht auszuschließen, dass es zu weiteren Mutationen kommt, die ansteckender sind oder zu schwereren Krankheitsverläufen führen können.“ Die Sequenzierung sei daher wichtig, um Muster bei den Ansteckungen zu erkennen. (dpa)

Ausgefallene Impfstoff-Lieferungen sollen am Mittwoch nachgeholt werden

Update vom 10. Februar, 13.05 Uhr: Nach witterungsbedingten Verzögerungen soll die Impfkampagne gegen das Coronavirus in Niedersachsen zügig fortgesetzt werden. Sämtliche wegen Schnee und Eis verspäteten Impfstofflieferungen sollten am Mittwoch eintreffen und an die Impfzentren weiterverteilt werden, teilte das Sozialministerium in Hannover mit. (dpa)

Update vom 10. Februar, 12.25 Uhr: Der Landkreis Vechta hat in der Corona-Pandemie beim Inzidenzwert am Mittwoch wieder die 200er-Marke überschritten, so die Angaben des Landesgesundheitsamtes. „Ob weitere Maßnahmen für den Landkreis Vechta ergriffen werden müssen, hängt davon aus, ob sich dieser Trend in den nächsten Tagen verstetigt“, sagte Landrat Herbert Winkel (CDU). Es habe in den vergangenen Wochen mehrere größere Infektionsausbrüche gegeben, das Gesundheitsamt habe sie jedoch gut eingrenzen können. Laut Winkel gelang es, weitere Infektionsketten aufzudecken und enge Kontaktpersonen in Quarantäne zu schicken. (dpa)

Beschlussvorlage: Lockdown könnte bis Mitte März verlängert werden

Update vom 10. Februar, 12.01 Uhr: Die Beschlussvorlage für die Beratungen zwischen Bund und Ländern an diesem Mittwoch gibt eine erste Antwort darauf, wie lange der Lockdown noch andauern wird. Die Länder sollen zwar freie Hand für die Öffnung von Schulen und Kitas bekommen - der Lockdown in Deutschland könnte aber weitgehend bis Mitte März verlängert werden. Eine Ausnahme soll es demnach für Friseure geben, die unter strikten Hygiene-Auflagen bereits Anfang März wieder öffnen könnten.

Die Beschlussvorlage für die Beratungen zwischen Bund und Ländern scheint eine Verlängerung des Lockdown bis Mitte März vorzusehen.

Das Papier mit der Uhrzeit 7.40 Uhr wurde am Morgen vom Kanzleramt an die Länder verschickt. Es liegt der Deutschen Presse-Agentur (dpa) aus mehreren voneinander unabhängigen Quellen vor. Es soll nach dpa-Informationen mit den Ländern Berlin und Bayern vorabgestimmt sein. Berlin hat derzeit den Vorsitz der Ministerpräsidentenkonferenz, Bayern die Stellvertretung. Auch andere Medien berichteten über den neuen Beschlussvorschlag.

SPD im niedersächsischen Landtag will Lehrer und Kita-Erzieher früher impfen lassen

Update vom 10. Februar, 11.52 Uhr: Lehrer und Kita-Erzieher sollen nach Willen der SPD im niedersächsischen Landtag früher als bisher geplant gegen Covid-19 geimpft werden. Statt in Phase 3 der Impfungen sollten sie wie etwa Menschen ab 70 Jahre und Polizisten schon in Phase 2 zum Zug kommen, sagte SPD-Fraktionschefin Johanne Modder am Mittwoch in Hannover. „Ich glaube, da sind die Beschäftigten in Schulen und Kindertagesstätten gut platziert, um ihnen auch Sicherheit zu geben.“ Grund sei, dass diese Berufe mit Menschen zu tun haben, für die bisher noch gar keine Impfung vorgesehen ist. Die Prioritäten für die Corona-Impfungen ergeben sich aus einer Verordnung des CDU-geführten Bundesgesundheitsministeriums. (dpa)

Ich glaube, da sind die Beschäftigten in Schulen und Kindertagesstätten gut platziert, um ihnen auch Sicherheit zu geben“

Johanne Modder, Fraktionschefin der SPD im niedersächsischen Landtag

Bei Volkswagen werden die Planungen zum Aufbau eigener Corona-Impfzentren konkreter. Das Unternehmen stellte am Mittwoch einige Abläufe in den bestehenden Virustest-Einrichtungen auf digitale Prozesse um, damit entsprechende Kapazitäten im Fall einer Beteiligung an der Impfkampagne verfügbar sind. „Einer der Hintergründe ist, dass wir mit Blick auf die Möglichkeit, dass wir Teil der deutschen Impfstrategie werden könnten, schon jetzt personelle Ressourcen schaffen möchten“, erklärte der Chef des betrieblichen Gesundheitswesens im VW-Konzern, Lars Nachbar. Im Dezember hatte seine für das Stammwerk Wolfsburg zuständige Kollegin, Katharina Bruderek, über den Zwischenstand der Vorbereitungen berichtet. Auch auf dem Gelände weiterer Volkswagen-Standorte könnten demnach Impfzentren entstehen - man müsse zunächst aber noch genauere Vorgaben des Bundes abwarten, hieß es damals. Abstimmungen mit den Gesundheitsbehörden waren bereits angestoßen worden. (dpa)

Lage der Lastwagenfahrer bei Winterwetter und Corona-Schwierigkeiten

Während Lastwagenfahrer mit Standheizung und Proviant für das Warten in der Kälte gerüstet sind, bringt Corona eigene Schwierigkeiten. Auf dem Rastplatz Garbsen Nord bei Hannover haben die Fahrer bei zweistelligen Minusgraden derzeit keinen Zufluchtsort außer ihrer Kabine. „Das Beisammensitzen gibt es nicht mehr. Man kann nicht mehr sagen, man setzt sich mal eine Stunde in die Raststätte zum Kaffee oder Feierabendbier“, sagte Fahrer Udo Haupt am Dienstagabend.

Die Quarantäne- und Einreiseregeln machen Lastwagenfahrern Probleme.

Es laufe einiges besser seit dem ersten Lockdown vor rund einem Jahr, erklärte der Vorstandssprecher des Bundesverbands Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), Dirk Engelhardt. Die Restaurants böten etwa ein festes Speisenangebot zum Mitnehmen. Die Quarantäne- und Einreiseregeln machten den Fahrern hingegen Probleme. „Du bist länger als 72 Stunden im Ausland gewesen, so steht es in der Einreiseverordnung, dann musst du dich aus einem Hochrisikogebiet kommend testen lassen, bevor du ins Land reinkommst.“ Das betreffe Fahrer, die Obst aus Spanien brächten. „Aber Deutschland hat mit keinem europäischen Land Testzentren eingerichtet und auch keine Teststrategie vereinbart.“ (dpa)

Niedersächsischen Kommunen kritisieren neue Impf-Vorgaben des Bundes

Update vom 10. Februar, 10.27 Uhr: Am heutigen Mittwoch meldet das Niedersächsische Landesgesundheitsamt (NLGA) einen Anstieg der Neuinfektionen mit dem Coronavirus um 938 auf die Gesamtzahl von 149.889. 46 Personen sind innerhalb der vergangenen 24 Stunden in Zusammenhang mit Covid-19 verstorben. Die Gesamtzahl der Todesfälle liegt damit bei 3696. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt aktuell bei 65,7 und ist somit seit gestern (68,5) erneut leicht gesunken.

Zahl der Corona-Fälle in Niedersachsen:149.889
Differenz zum Vortag:+938
Verstorbene:3696 (+46)
Sieben-Tage-Inzidenz:65,7
Stand und Quelle:10. Februar 2021, 9.00 Uhr, NLGA

Update vom 10. Februar, 08:52 Uhr: Heute wollen Bund und Länder über weitere Corona-Maßnahmen und eine Verlängerung des Lockdown beraten. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) geht jedoch nicht davon aus, dass es einen bundesweiten Stufenplan zu möglichen Lockerungen geben wird. In einem Interview der ARD-Tagesthemen erklärte er, dass es zwar in den heutigen Beratungen noch keine Antwort darauf geben werde, wie es weitergehen sollte, aber unbedingt eine Diskussion darüber geführt werden müsse. Eine Antwort müsse es beim nächsten Mal geben. Realistisch sei für ihn, dass eine gemeinsame Entscheidung über eine Verlängerung des Lockdown bis zum 1. März fallen wird. „Das ist in einer solchen Situation, wo die Zahlen wirklich immer noch zu hoch sind, meines Erachtens auch richtig“, sagte Weil. (dpa)

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) erwartet keinen bundesweiten Stufenplan für Lockerungen. Er rechnet aber mit einer gemeinsamen Entscheidung über eine Verlängerung des Lockdown.

Vor den Beratungen hat Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) einen gemeinsamen Kraftakt für Schüler und Kinder gefordert. „Seit Wochen leisten die Kinder und Jugendlichen einen Riesenbeitrag im Lockdown, die Kontaktbeschränkungen und dass alles an Sport und Hobbys wegfällt, trifft junge Menschen besonders in ihrer Entwicklung“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur (dpa). „Das muss in einer gemeinsamen Kraftanstrengung verhindert, die Konsequenzen müssen abgefedert werden.“ Er erwarte, dass Bund und Länder sich schnell zusammensetzen und beraten, wie Lernrückstände kompensiert und psycho-soziale Belastungen abgefedert werden können, sagte Tonne.

Seit Wochen leisten die Kinder und Jugendlichen einen Riesenbeitrag im Lockdown“

Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD)

Ein solcher Schul- und Kitagipfel müsse dann auch ein relevantes Kinder- und Jugend-Programm des Bundes mit sich bringen. „Wir brauchen ein Corona-Kompensations-Programm des Bundes, damit wir in hohem Maße Ferienbetreuung, zusätzliche Lernangebote und Hausaufgabenhilfe einrichten können.“ Außerdem müsse dringend zur Sprache kommen, dass sich die Bundesregierung an den Teststrategien für Lehrkräfte und Kita-Personal engagiert. (dpa)

In den niedersächsischen Kommunen stoßen die neuen Vorgaben des Bundes für die Corona-Impfungen auf Unverständnis. Der Hauptgeschäftsführer des Städtetages, Jan Arning, kritisierte am Dienstag, dass trotz der Ausweitung der zweithöchsten Impfpriorität nicht auch Erzieher und Feuerwehrleute früher geimpft werden sollen. Dem Hauptgeschäftsführer des Landkreistages, Hubert Meyer, zufolge schafft die neue Impfverordnung zudem zusätzliche Bürokratie. Der Präsident des Städte- und Gemeindebundes, Marco Trips, warnte vor einer sinkenden Akzeptanz der Corona-Maßnahmen in der Bevölkerung. (dpa)

Stadt Osnabrück plant kostenlose Corona-Tests für Menschen mit vielen beruflichen Kontakten

Die Stadt Osnabrück will mit einem kostenlosen Testangebot für Corona-Infektionen die Pandemie weiter eindämmen und so auch gegen die Ausbreitung von Virusmutationen vorgehen. In einem geplanten Testzentrum sollen sich Menschen mit vielen beruflichen Kontakten ab der kommenden Woche auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen lassen können, wie die Stadt mitteilte. Berechtigt seien etwa Lehrkräfte, Schüler von Abschlussklassen, Kita-Beschäftigte sowie Angestellte von Lebensmittelmärkten und Imbissen. Auch wer außerhalb Osnabrücks lebe, aber in der Stadt arbeite, könne das Angebot wahrnehmen, hieß es. Getestet werden soll mit Antigen-Schnelltests. (dpa)

Die Stadt Osnabrück plant ein Testzentrum für Menschen mit vielen beruflichen Kontakten. Um die Pandemie einzudämmen soll es dort die Möglichkeit auf kostenlose Antigen-Schnelltests geben.

Acht Mitarbeiter eines Aldi-Supermarktes in Melle (Kreis Osnabrück) haben sich in den vergangenen Wochen mit dem Coronavirus infiziert - bei einer Mitarbeiterin wurde auch die infektiösere britische Virusvariante festgestellt. Die Kreisverwaltung riet Kunden, die nach dem 1. Februar in dem Supermarkt waren, auf ihre Gesundheit zu achten und sich bei Symptomen testen zu lassen. (dpa)

Die britische Corona-Virusvariante B.1.1.7 ist erstmals auch auf der ostfriesischen Insel Norderney nachgewiesen worden. Ein entsprechender Befund sei dem Gesundheitsamt des Landkreises Aurich am Dienstag bestätigt worden, teilte die Kreisverwaltung mit. Demnach war die infektiösere Mutation Ende Januar bei einem Mann festgestellt worden. Er ist inzwischen gestorben. (dpa)

Genaues Bild über Ausbreitung der Virus-Mutanten fehlt der Landesregierung

Update vom 9. Februar, 15:06 Uhr: Die stellvertretende Leiterin des Krisenstabs, Claudia Schröder, erklärte in der Pressekonferenz, dass die Mutanten „auf dem Vormarsch“ seien. „Ganz offensichtlich gibt es eine steigende Tendenz“, sagte sie am Dienstag in Hannover. Das Robert Koch-Institut gehe davon aus, dass etwa fünf Prozent der Corona-Fälle auf Mutanten zurückgehen. Ein genaues Bild über die Ausbreitung in Niedersachsen fehlt der Landesregierung weiterhin.

Anke Pörksen, Regierungssprecherin der niedersächsischen Landesregierung, gibt während der Pressekonferenz zu bedenken, dass die Inzidenz von 50 im vergangenen Jahr noch verlässlich gewesen sei. Das habe sich nun geändert und der Blick allein auf die Inzidenz reiche nicht mehr aus.

„Wir wissen noch nicht ganz genau, wie die Mutationen sich hier ausgebreitet haben, wie aggressiv sie sind und wie stark sie den sogenannten R-Wert verändern werden“, sagte Regierungssprecherin Anke Pörksen. Der R-Wert gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter statistisch gesehen ansteckt. (dpa)

Corona-Krisenstab informiert in Pressekonferenz über aktuelle Lage vor den Bund-Länder-Beratungen

Update vom 9. Februar, 13:49 Uhr: Pörksen erklärt auf Nachfrage, dass sich Ministerpräsident Stephan Weil nicht eine Verlängerung des Lockdown wünscht, sondern sie für unausweichlich hält. Ob es Lockerungen geben wird und wenn ja, welche, bleibt abzuwarten. Scholz erklärt, dass es davon abhänge, ob es weitere und welche Mutanten geben wird, ob es eine dritte Infektionswelle geben wird.

Update vom 9. Februar, 13:41 Uhr: Zukünftig würde es nicht mehr reichen, nur auf die Inzidenzen zu schauen, um über Lockerungen zu sprechen, sagt Anke Pörksen mit Blick auf die Beratungen von Bund und Ländern am morgigen Mittwoch. Die Inzidenz von 50 sei im vergangenen Jahr noch verlässlich gewesen. Für den Stufenplan müsse nun aber auch die Mutation berücksichtigt werden.

Wie unmittelbar man einen Impf-Termin erhält, wenn man auf der Warteliste steht, hängt auch davon ab, auf welchem Weg man die Termin-Bestätigung erhalten möchte.

Update vom 9. Februar, 13:37 Uhr: Bei der Abarbeitung der Warteliste und dem möglichen Eindruck, Menschen bekämen früher Termine, die nicht oder weiter hinten auf der Liste stehen, müsse berücksichtigt werden, auf welchem Weg, der Termin bestätigt werden soll, erklärt Claudia Schröder. Wenn sich ein Impfberechtigter für den Versand der Bestätigung per Post entscheidet, muss bei der Vergabe des Termins die Versandzeit mit eingerechnet werden. Für einen Termin am nächsten Tag, würde die Versandzeit zu lange dauern und die Bestätigung käme nicht rechtzeitig an. Wer den Termin per Mail bekommt, kann demnach einen früheren Termin bekommen. Auch könne es vorkommen, dass Personen auf der Warteliste vorgeschlagene Termine nicht wahrnehmen können.

Regierungssprecherin Anke Pörksen geht davon aus, dass die öffentliche Missbilligung Menschen gegenüber, die sich beim Impfen „vordrängeln“ ausreiche, damit solche Fälle zumindest in Niedersachsen nicht mehr vorkommen.

Durch weniger Reserven soll Niedersachsen beim Impfen aufholen können

Update vom 9. Februar, 13:25 Uhr: Die stellvertrende Leiterin des Krisenstabs, Claudia Schröder, erklärt, dass es immer Gründe gibt, warum Menschen den zweiten Impftermin nicht wahrnehmen. Dennoch würden keine Impfdosen verworfen. Dazu gebe es eine klare Ansage. Gegenteilige Informationen seien falsch. Scholz kündigt an, dass Niedersachsen in der Impf-Statistik aufholen wird dadurch, dass weniger Reserven zurückgehalten werden. Andere Bundesländer seien weiter, weil sie bereits weniger Reserven zurückgehalten hätten.

Update vom 9. Februar, 13:12 Uhr: Der Leiter des Corona-Krisenstabs, Heiger Scholz, gibt zu Beginn der Pressekonferenz des Corona-Krisenstabs zunächst Auskunft zu den aktuellen Coronazahlen, zu der Situation in den Krankenhäusern und der aktuellen Impf-Statistik. 82% der Bewohnenden von Alten- und Pflegeheimen seien zum ersten Mal, 43 Prozent bereits zum zweiten Mal geimpft worden. Zur neuen Impf-Verordnung sagt er, dass der Astrazeneca-Impfstoff hauptsächlich für Jüngere, also unter 65 Jahre, genutzt werden soll. Einige Menschen, zum Beispiel aufgrund von Vorerkrankungen, sind zudem in der Prioritätenliste nach oben gerutscht.

Heiger Scholz (SPD), Leiter des Krisenstabes zur Corona-Pandemie des Landes Niedersachsen, sitzt in der Landespressekonferenz im Landtag Niedersachsen und informiert über die aktuelle Corona-Lage im Bundesland.

Scholz geht davon aus, dass die Impfstoff-Lieferungen morgen wieder aufgenommen werden können. Mit dem Logistiker sei zudem besprochen, dass alle vereinbarten Lieferungen auch in dieser Woche erfolgen, der Transport also verdichtet stattfinden soll., um aufzuholen Auch erklärt Scholz, dass die Impfstoff-Reserve von Biontech/Pfizer nur noch zu einem Drittel zurückgehalten werde, da sich die Lieferungsmenge stabilisiert habe. Dies gelte nicht für den in geringerer Menge verfügbaren Moderna-Impfstoff oder den von Astrazeneca.

Geplanter Impfstoff-Transport auch am Dienstag abgesagt

Update vom 9. Februar, 11:26 Uhr: Das Niedersächsische Landesgesundheitsamt (NLGA) meldet am heutigen Dienstag einen Anstieg der gemeldeten Corona-Fälle um 229 auf die Gesamtzahl von 148.951. 56 Personen sind innerhalb der vergangenen 24 Stunden verstorben, womit die Zahl der Todesfälle auf insgesamt 3650 steigt. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei einem Wert von 68,5 und hat somit leicht abgenommen.

Zahl der Corona-Fälle in Niedersachsen:148.951
Differenz zum Vortag:+229
Verstorbene:3650 (+56)
Sieben-Tage-Inzidenz:68,5
Stand und Quelle:9. Februar 2021, 9.00 Uhr, NLGA

Update vom 9. Februar, 11:07 Uhr: Wie das Gesundheitsministerium in Hannover mitteilte, wurden auch die für Dienstag geplanten Transporte des Corona-Impfstoffs wetterbedingt abgesagt. Betroffen seien 20 der 50 Impfzentren. Schon am Montag hatten zwölf Impfzentren anders als geplant keinen Impfstoff erhalten. Wann die Lieferungen nachgeholt werden können, ist offen. Sollten die Impfzentren wegen der Lieferengpässe Termine absagen müssen, sollen diese dem Ministerium zufolge schnell nachgeholt werden. Eine erneute Anmeldung über die Hotline oder das Internetportal sei dafür nicht nötig. Die Abstimmung laufe über die Kommunen. (dpa)

Wegen des Vordringens der britischen Coronavirus-Mutation ändert die Region Hannover ihr Vorgehen bei der Kontaktverfolgung. Die reguläre Quarantänezeit werde für alle direkten Kontaktpersonen eines Corona-Infizierten ab sofort auf 14 Tage hochgesetzt. Das kündigte Andreas Kranz, Leiter des Fachbereichs Öffentliches Gesundheitswesen, an. Ein sogenanntes Freitesten durch einen Schnelltest nach zehn Tagen sei bis auf weiteres nicht mehr möglich. Wenn es bessere Analysemöglichkeiten gebe, könne man wieder differenzierter vorgehen, sagte Kranz. „Aber im Moment können wir bei keinem Fall ausschließen, dass es sich um eine Mutation handelt.“

Bei einer Testserie war in 74 Proben 32 Mal die britische Virusmutation B.1.1.7 festgestellt worden. „Wir müssen also annehmen, dass sich der Anteil der Mutationen deutlich im zweistelligen Prozentbereich bewegt“, sagte Cora Hermenau, Gesundheitsdezernentin der Region Hannover. Bislang sind 137 Fälle der Virusmutation in der Region Hannover erfasst. (dpa)

Bund und Länder beraten am Mittwoch über weiteres Vorgehen

Update vom 9. Februar, 08:39 Uhr: Vor der Ministerpräsidentenkonferenz mit der Bundeskanzlerin spricht sich Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) für eine Verlängerung des Lockdown aus. Bei dem Treffen an diesem Mittwoch rechne er mit Einigkeit in der Frage. „Wir kommen nicht umhin, den Lockdown noch einmal zu verlängern. Das ist angesichts des immer noch hohen Infektionsgeschehens und der Mutationen zwingend“, sagte Weil der Zeitschrift Wirtschaftswoche. Angela Merkel und die Ministerpräsidenten wollen bei dem Treffen über weitere Coronamaßnahmen nach dem 15. Februar beraten. Dann sollen auch erstmals belastbare Daten über die Verbreitung der Virusmutationen in Deutschland vorliegen.

Wir kommen nicht umhin, den Lockdown noch einmal zu verlängern“

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD)

Weil sagte, er wolle in der Runde auch Einigkeit über den weiteren Fahrplan für Lockerungen oder Verschärfungen erzielen. Er wünsche sich, dass „wir uns möglichst bis Ende Februar darüber verständigen können, von welchen Kennziffern und Kriterien dann spätere Entscheidungen abhängig gemacht werden können. Dabei müssen wir auch die Mutationen bedenken, die deutlich ansteckender sind als das Original.“ Nötig sei ein gemeinsames Konzept, sagte er. (dpa)

Niedersachsen will schneller mit den Erstimpfungen vorankommen

Niedersachsen will seine Corona-Impfstrategie ändern und bei Erstimpfungen schneller vorankommen. Eine Sprecherin des Sozialministeriums in Hannover bestätigte einen entsprechenden Bericht der Braunschweiger Zeitung vom Dienstag. Bislang habe das Land strikt die Hälfte der gelieferten Impfstoffeinheiten für die notwendige Zweitimpfung zurückgehalten. „Angesichts der Tatsache, dass die Lieferungen nun verlässlicher werden, werden wir diese Reserve ab der nächsten Woche von 50 auf 33 Prozent des eingehenden Impfstoffs reduzieren“, sagte die Sprecherin der Zeitung. Einzelheiten sollten heute in Hannover vorgestellt werden. Im Vergleich der Länder weist Niedersachsen nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bislang die niedrigste Quote an Erstimpfungen auf. (dpa)

Die erste Lieferung des Astrazeneca-Impfstoffes ist am Wochenendende in Niedersachsen angekommen.

Update vom 8. Februar, 15:47 Uhr: Wenngleich die Impfungen trotz des Wintereinbruchs weitergehen, hat das Gesundheitsministerium in Hannover in Abstimmung mit der Polizei am Montag die Impfstofflieferungen für zwölf Impfzentren abgesagt. Frühestens am Dienstag solle je nach Wetterlage damit begonnen werden, die Lieferungen nachzuholen, sagte ein Ministeriumssprecher. Wer bereits einen Impftermin hat, derzeit aber wetterbedingt nicht zum Impfzentrum kommen kann, soll einen Nachholtermin bekommen. (dpa)

Robert Koch-Institut und das Paul-Ehrlich-Institut sollen Corona-Ausbruch in Pflegeheim prüfen

Update vom 8. Februar, 15:33 Uhr: Bei dem Corona-Ausbruch mit der Variante B.1.1.7 in einem Alten- und Pflegeheim in Belm im Landkreis Osnabrück sind weiter Fragen offen. Wann sich die Bewohner genau infiziert haben, konnte die Leitung der Einrichtung auch am Montag nicht sagen. Es gebe weiterhin keine schweren Verläufe, hieß es. Biontech wies am Montag darauf hin, dass Impfstoff sieben Tage nach der zweiten Impfung zu 95 Prozent vor der Erkrankung schütze - ersten Analysen nach wohl auch bei B.1.1.7. „Sollten Menschen trotz der Immunisierung an Covid-19 erkranken, ist das Ziel der Impfung, vor einem schweren Krankheitsverlauf zu schützen“, hieß es weiter. (dpa)

Das Auftreten der Coronavirus-Variante B.1.1.7 bei bereits zwei mal geimpften Heimbewohnern wird auch das Robert Koch-Institut und das Paul-Ehrlich-Institut beschäftigten. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte, er habe beide Institute am Montag um eine Prüfung gebeten. Die Infektionen nach den Impfungen beschäftigten die Behörden sehr. Spahn betonte, es könne mehrere Erklärungen geben. Unter anderem könne es sein, dass die Patienten bereits vor vielen Wochen mit dem Coronavirus infiziert waren, die Infektionen aber unerkannt geblieben seien. Anhand des Falls sei auch nicht auszuschließen, dass die Impfungen die Infektionen nicht verhindert hätten, sondern nur den Krankheitsverlauf abmilderten. Oder es hänge damit zusammen, dass es nach der Impfung eine Zeit lang dauere bis zum vollen Impfschutz. (dpa)

Das Robert Koch-Institut und das Paul-Ehrlich-Institut sollen den Corona-Ausbruch in dem Alten- und Pflegeheim in Belm prüfen. Bewohner hatten sich infiziert, obwohl sie bereits ihre zweite Impfung erhalten hatten.

Update vom 8. Februar, 14:23 Uhr: Das Auftreten der Coronavirus-Variante B.1.1.7 nach zwei erfolgten Impfungen bei Heimbewohnern in Belm ist aus Sicht des Virologen Andreas Dotzauer kein Anlass zur Beunruhigung. Nach der ersten Impfung vergingen etwa zehn Tage, bis schützende Antikörper nachgewiesen würden und nach der zweiten Impfung brauche es noch mal Zeit, bis sich die besonders starken Antikörper gebildet hätten, sagte der Leiter des Laboratoriums für Virusforschung der Universität Bremen am Montag auf Anfrage. Neben der Vermeidung von Infektionen sei es auch ein Ziel, die Symptomatik und Schwere des Krankheitsverlaufes drastisch zu reduzieren. Das sei in Belm nach bisherigem Stand offenbar der Fall, und das selbst bei der Virusvariante. (dpa)

Impfungen finden trotz Wintereinbruch statt - Präsenzunterricht fällt zum Teil aus

Update vom 8. Februar, 10:33 Uhr: Das Niedersächsische Landesgesundheitsamt (NLGA) meldet nach dem Wochenende einen Anstieg der Corona-Fälle um 320 auf eine Gesamtzahl von 148.722. Mit 16 verstorbenen Personen steigt die Zahl der Todesfälle innerhalb von 24 Stunden auf insgesamt 3594. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei einem Wert von 71,0.

Zahl der Corona-Fälle in Niedersachsen:148.722
Differenz zum Vortag:+320
Verstorbene:3594 (+16)
Sieben-Tage-Inzidenz:71,0
Stand und Quelle:8. Februar 2021, 9.00 Uhr, NLGA

Update vom 8. Februar, 08:46 Uhr: Wegen des Wintereinbruchs fällt in zahlreichen Kreisen und Städten in Niedersachsen am Montag der Präsenzunterricht an allgemein- und berufsbildenden Schulen aus. Das Homeschooling bleibe von der Absage des Präsenzunterrichts aber unberührt, teilten die Kommunen mit. Als Grund für den Schulausfall führte etwa die Region Hannover zum einen an, dass der Schülertransport angesichts der Witterung nicht sichergestellt sei. Zum anderen solle vermieden werden, dass Lerngruppen in Schulen größer werden, falls einzelne Lehrkräfte die Einrichtungen nicht erreichen könnten. (dpa)

Am Montag finden trotz des massiven Wintereinbruchs Impfungen gegen das Coronavirus im gemeinsamen Impfzentrum der Stadt und der Region Hannover statt. Impftermine können aber im Notfall um einen Tag verschoben werden, wie die Stadt Hannover am Sonntagabend mitteilte. Wer eine Terminbestätigung erhalten habe, aber aufgrund der Witterung nicht zum Impfzentrum anreisen könne, erhalte demnach die Möglichkeit, auch am Dienstag zur gleichen vereinbarten Uhrzeit geimpft zu werden. (dpa)

Senioren warten in einer Impfstraße des Impfzentrums auf dem Messegelände in Hannover. Wegen der Impfstoff-Knappheit sind im Impfzentrum nur vier von acht Impfstraßen in Betrieb.

Am Sonntag wurde aus Belm im Landkreis Osnabrück ein Coronavirus-Ausbruch in einem Pflegeheim gemeldet. 14 Bewohner seien mit der Virus-Variante B 1.1.7 aus Großbritannien infiziert, wie der Landkreis mitteilte. Am 25. Januar hatten die Bewohner allerdings bereits ihre zweite Corona-Impfung erhalten. Das Heim, alle Mitarbeiter und deren Familien sind unter Quarantäne gestellt worden. Bislang gebe es lediglich asymptomatische beziehungsweise leichte Verläufe. Der Grund könnte die Wirksamkeit des Impfstoffes von Biontech/Pfizer sein, erklärte ein Sprecher des Landkreises. Aufgefallen war der Ausbruch durch einen positiven Befund bei den täglichen Schnelltests der Mitarbeiter. (dpa)

Am Sonntag wurde aus Belm im Landkreis Osnabrück ein Coronavirus-Ausbruch in einem Pflegeheim gemeldet. Die Bewohner hatten allerdings bereits ihre zweite Corona-Impfung erhalten.

In dieser Woche wollen Bund und Länder entscheiden, ob der strenge Lockdown gelockert wird. Doch die Kanzlerin lehnt eine Festlegung ab. Ihr fehlen noch Informationen. Sie warnte vor „falschen Hoffnungen“. Bei dem Treffen soll entschieden werden, ob der bislang bis zum 14. Februar befristete Lockdown verlängert wird. (dpa)

Dies ist die Fortsetzung des Coronavirus-Ticker für Niedersachsen.

Rubriklistenbild: © Boris Roessler / picture alliance / dpa

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Prächtige Hortensien? Mit diesen Tricks klappt es bestimmt

Prächtige Hortensien? Mit diesen Tricks klappt es bestimmt

Spanien: Wo Formentera sogar Mallorca schlägt - und wo nicht

Spanien: Wo Formentera sogar Mallorca schlägt - und wo nicht

Brütende Hitze in Deutschland - Zum Wochenstart Abkühlung

Brütende Hitze in Deutschland - Zum Wochenstart Abkühlung

Brandschutzprüfung: Polizei bricht in „Rigaer 94“ Türen auf

Brandschutzprüfung: Polizei bricht in „Rigaer 94“ Türen auf

Meistgelesene Artikel

Delta-Variante: Dieser Impfstoff schützt am besten vor der Corona-Mutation

Delta-Variante: Dieser Impfstoff schützt am besten vor der Corona-Mutation

Delta-Variante: Dieser Impfstoff schützt am besten vor der Corona-Mutation
Corona-Lockerungen: Das sind die neuen Regeln in Niedersachsen

Corona-Lockerungen: Das sind die neuen Regeln in Niedersachsen

Corona-Lockerungen: Das sind die neuen Regeln in Niedersachsen
Delta-Variante in Urlaubsländern: Hier gibt es sie schon

Delta-Variante in Urlaubsländern: Hier gibt es sie schon

Delta-Variante in Urlaubsländern: Hier gibt es sie schon
Neue Corona-Regeln: Muss ich mich beim Friseur testen lassen?

Neue Corona-Regeln: Muss ich mich beim Friseur testen lassen?

Neue Corona-Regeln: Muss ich mich beim Friseur testen lassen?

Kommentare