Nur 48 Prozent der Anträge bearbeitet

Coronahilfen für Unternehmen: Niedersachsen ist Schlusslicht in Deutschland

Niedersachsen belegt bundesweit den letzten Platz bei der Bearbeitung der Anträge auf die Coronahilfen für die Unternehmen, die vom Lockdown betroffenen sind.

Wie der „Spiegel“ mit Verweis auf aktuelle Zahlen des Bundeswirtschaftsministeriums vorab berichtet, wurde in Niedersachsen bisher weniger als die Hälfte der Anträge erledigt (48 Prozent).

Bei der Bearbeitung der Formulare für die sogenannte Überbrückungshilfe III bestehen große Unterschiede unter den Bundesländern. Auf Platz eins liegt das Saarland mit 82 Prozent, gefolgt von Hessen. Bayern (75 Prozent, Platz fünf) und Baden-Württemberg (74 Prozent, Platz sechs) sind im oberen Mittelfeld. Schlusslichter sind Berlin (54 Prozent) und Niedersachsen (48 Prozent).

Peter Altmaier (CDU), Bundesminister für Wirtschaft und Energie, geht bei der Plenarsitzung im Deutschen Bundestag vor seiner Regierungserklärung zum Jahreswirtschaftsbericht zum Rednerpult.

Das Bundeswirtschaftsministerium ist für die Auszahlung von Abschlagszahlungen bei den Überbrückungshilfen III verantwortlich, aber nicht für die Berechnung und Kontrolle des Gesamtbetrags, schreibt der „Spiegel“. Insgesamt wurden über 190 000 Anträge etwa von Gastronomiebetrieben, Hotels oder Reiseveranstaltern eingereicht. Das Antragsvolumen erreicht fast 12 Milliarden Euro. Davon wurden bis zum 12. Mai dieses Jahres über 6,4 Milliarden Euro ausgezahlt.

Coronahilfen: Bundeswirtschaftsministerium plant neue Hilfen für größere Unternehmen

Unterdessen plant das Bundeswirtschaftsministerium Hilfen für größere Unternehmen. Aktuell ist die Unterstützung durch die Überbrückungshilfe III auf zwölf Millionen Euro begrenzt. Hotel- oder größere Einzelhandelsketten können schnell diese Grenze überschreiten, Kredite kommen allerdings für sie nicht infrage, weil einige bereits zu hoch verschuldet sind.

Das Wirtschaftsministerium schätzt die Zahl der Firmen, die von der neuen Unterstützung profitieren könnten, auf etwa 150. Voraussetzung dafür ist, dass das Unternehmen wegen des Shutdowns schließen musste.

Rubriklistenbild: © Bernd von Jutrczenka/dpa

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