7-Tage-Wert bei 47,5

Corona-Alarm im Kreis Cloppenburg: Maskenpflicht auf dem Schulweg

Im Landkreis Cloppenburg hat es einen größeren Corona-Ausbruch gegeben. Erstmals ist zudem ein Mensch aus dem Landkreis an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Der 7-Tage-Inzidenzwert liegt weiterhin im kritischen Bereich.

  • 7-Tages-Grenzwert bei Corona-Neuinfektionen im Landkreis Cloppenburg überschritten.
  • Leichte Corona-Entspannung zum Wochenbeginn im Landkreis Cloppenburg, aber ein Todesopfer.
  • Reisebeschränkungen gelten für mehrere Bundesländer, aber nicht innerhalb Niedersachsens.

Update vom 25. September: Angesichts der weiterhin hohen Corona-Infektionszahlen im Landkreis Cloppenburg weitet die Verwaltung ihr Maßnahmenpaket aus. Wie der Landkreis am Freitag mitteilte, wird die Sportausübung weiter eingeschränkt und sämtliche Sportanlagen sowie Sport- und Turnhallen für den Vereins- und Freizeitsport gesperrt. Auch die Ausübung von Einzel- und Mannschaftssportarten ist verboten. Außerdem ist die Teilnahme an Sportveranstaltungen außerhalb des Landkreises untersagt.

Maskenpflicht im Kreis Cloppenburg teilweise auch auf dem Weg zu Schule

In sämtlichen Schulen im Landkreis Cloppenburg gilt ab der 5. Jahrgangsstufe eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nase-Schutzes auf dem gesamten Schulgelände und auch auf dem Schulweg, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Ausgenommen sind Grund- und Förderschulen. An eine flächendeckende Schließung von Schulen oder Kindergärten wird hingegen nach wie vor nicht gedacht. Hier sollen Quarantäne-Verordnungen weiterhin auf einzelne Klassen, Gruppen, Kohorten oder Jahrgänge bezogen werden. Die Corona-Maßnahmen gelten zunächst bis zum 11. Oktober.

Im Landkreis Cloppenburg hatten die Corona-Fallzahlen den Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten, waren aber zuletzt wieder gesunken. Der Wert lag am Freitag (Stand: 9 Uhr) bei 47,5, und war damit der höchste in Niedersachsen. Besorgt äußerte sich die Kreisverwaltung aber über neue Ausbrüche in größeren Familieneinheiten. Hier laufe die Kontaktermittlung und Nachverfolgung der Infektionsketten auf Hochtouren.

Update vom 23. September: In Niedersachsen wurden bis Mittwochmorgen 19.198 Fälle von Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt, 203 mehr als einen Tag zuvor. 678 an Covid-19 Erkrankte sind inzwischen gestorben, das sind acht mehr als am Vortag. Im besonders betroffenen Landkreis Cloppenburg seien 13 neue Fälle aufgetreten, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Oliver Grimm. Je 100.000 Einwohner sank die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen leicht auf 51,6, liegt damit also weiter über der Warnschwelle von 50.

Im Landkreis Cloppenburg ist die 7-Tage-Inzidenz weiterhin höher als anderswo in Niedersachsen und liegt im kritischen Bereich. (Symbolbild)

Die Stadt Osnabrück wiederum richtete angesichts steigender Infektionszahlen wieder einen Krisenstab ein. Noch am Mittwoch sollte der Stab zu einer vorbereitenden Sitzung in kleiner Runde zusammentreffen, wie ein Sprecher der Stadt sagte. Mit 31 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen hat die Kommune das landesweit zweithöchste Infektionsgeschehen nach dem Landkreis Cloppenburg. Der im März eingerichtete Krisenstab war im Juni wegen des damaligen Tiefs bei den Infektionszahlen aufgelöst worden.

Update vom 22. September: - Im Kreis Cloppenburg ist ein wichtiger Grenzwert für Corona-Neuinfektionen weiter überschritten - am Dienstag wurden 60,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangen sieben Tagen gemeldet. Damit ist der Kreis aktuell der einzige in Niedersachsen, der den Schwellenwert von 50 überschritten hat. Bereits seit Ende vergangener Woche wurden deswegen die Corona-Regeln in Cloppenburg verschärft. Einen Anstieg der Zahlen gibt es auch in den benachbarten Kreisen Oldenburg (13,0) und Vechta (11,2). In der Region Hannover lag der Wert am Dienstag bei 21,4.

Reisende aus dem vom Coronavirus stark betroffenen Landkreis Cloppenburg sind zumindest im eigenen Bundesland bei Übernachtungen nicht eingeschränkt. Die aktuelle Corona-Verordnung Niedersachsens sehe kein Beherbergungsverbot oder Einschränkungen für Reisen vor, sagte eine Sprecherin des Sozialministeriums in Hannover am Dienstag. Auch der Tourismusverband teilte auf Anfrage mit, dass bisher keine Maßnahmen bekannt seien. Grundlage dafür wäre auch eine veränderte Corona-Verordnung, wie eine Verbandssprecherin sagte.

In den meisten Bundesländern sieht das für Übernachtungen aber anders aus. Wie aus einer Auflistung des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) hervorgeht, gelten in vielen Ländern Beherbergungsverbote oder coronabedingte Einschränkungen für Reisende aus Risikogebieten. Die Maßnahmen gelten demnach bei der Überschreitung der kritischen Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche.

Update vom 21. September: Die Corona-Lage im zuletzt von Neuinfektionen stark betroffenen Landkreis Cloppenburg hat sich leicht entspannt. Cloppenburg war zwar am Montag weiterhin der einzige niedersächsische Landkreis mit einer Überschreitung der sogenannten 7-Tage-Inzidenz, teilte das Sozialministerium in Hannover mit. Auf 100.000 Einwohner gerechnet, lag die bestätigte Fallzahl aber nur noch bei 58,6 nach 63,9 am Vortag.

Allerdings berichtete die Kreisverwaltung Cloppenburg auch von einer vorerkrankten Person, die infolge einer Coronavirus-Infektion gestorben sei. Demnach war dies der erste Todesfall überhaupt, der im Landkreis Cloppenburg im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung bekannt wurde. Insgesamt gab es am Montag neun neue Coronafälle im Landkreis Cloppenburg. Die Kreisverwaltung zählt derzeit 165 aktuelle Coronafälle. Dies sei erneut der bislang höchste Wert seit Beginn der Corona-Pandemie im Landkreis Cloppenburg, heißt es weiter.

Einen aktualisierten 7-Tage-Inzidenz-Wert gab der Landkreis am Montag nach Bekanntwerden der neuen Corona-Fälle noch nicht bekannt. Auch das Sozialministerium oder das Robert-Koch-Institut gaben bis zum frühen Abend einen neuen Wert bekannt.

Bei einem Wert von mehr als 50 in der 7-Tage-Inzidenz müssen verstärkte Anti-Corona-Schritte eingeleitet werden - der Kreis hatte daher am Freitag die Regeln schon gebietsweise verschärft. Die Polizei entdeckte bei Kontrollen etliche Verstöße in der Gastronomie und bei privaten Partys.

Corona-Kontrolle im Landkreis Cloppenburg werden ausgewertet

Wie die Polizeiinspektion Cloppenburg am Montag mitteilte, werden die Erkenntnisse der Corona-Kontrollen nun mit dem Landkreis und den Kommunen bewertet, ehe über das weitere Vorgehen entschieden wird. Der Kreis habe zunächst keine weiteren Maßnahmen geplant, sagte ein Sprecher. Für weitere Schülerinnen und Schüler hatte er eine häusliche Quarantäne angeordnet, die ab Montag gilt.

Die Pflegekammer Niedersachsen forderte unterdessen angesichts der hohen Fallzahlen im Landkreis Cloppenburg, Beschäftigte in Pflegeeinrichtungen und ambulanten Diensten regelmäßig alle 14 Tage zu testen, so wie es die nationale Teststrategie empfiehlt. Diese regelmäßigen Tests seien sowohl im Sinne der Beschäftigten, aber auch zum Schutz der pflegebedürftigen Menschen unerlässlich, sagte Kammerpräsidentin Nadya Klarmann. Außerdem sollten Pflegefachpersonen in die Krisenstäbe eingebunden werden. (kom/dpa)

Update vom 20. September: Im Kreis Cloppenburg ist die Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen weiter gestiegen - die Region könnte auch angesichts nicht eingehaltener Schutzregeln zu einem Hotspot werden. Landrat Johann Wimberg (CDU) zeigte sich am Sonntag „besorgt über das fahrlässige Freizeitverhalten mancher Einwohner“. Nach Kontrollen der inzwischen verschärften Maßnahmen gegen weitere Coronavirus-Ansteckungen berichtete die Polizei von teilweise „erschreckenden Ergebnissen“.

Coronavirus im Kreis Cloppenburg: Teilweise fahrlässiges Verhalten

Cloppenburg war am Wochenende nach wie vor einziger niedersächsischer Landkreis mit einer Überschreitung der sogenannten 7-Tagesinzidenz. Auf 100 000 Einwohner gerechnet, lag die bestätigte Fallzahl nach Angaben des Landes-Gesundheitsministeriums in Hannover bei rechnerisch 63,9. Sie hatte sich bereits zuvor erhöht. Bis zum Sonntagmorgen wurden vom Ministerium weitere 12 bestätigte Neuinfektionen und eine Gesamtzahl von 458 Fällen für Cloppenburg gemeldet. Der Kreis selbst sprach am Nachmittag von 19 neuen positiven Testergebnissen und 452 Fällen. Ursache für Abweichungen zwischen Landes- und Kommunaldaten können etwa technische Gründe oder zeitliche Verzögerungen sein.

Bei einem Wert von mehr als 50 in der 7-Tagesinzidenz müssen verstärkte Anti-Corona-Schritte eingeleitet werden - der Kreis Cloppenburg hatte daher am Freitag die Regeln schon gebietsweise verschärft. In einigen Teilen dürfen sich bis zum 4. Oktober nun privat nur noch maximal sechs Menschen treffen. Vereinen ist es untersagt, Zusammenkünfte abzuhalten. Gaststätten müssen um 22 Uhr schließen. Betroffen von den Maßnahmen waren zunächst die Stadt Löningen sowie die Gemeinden Essen, Lastrup und Lindern.

Coronavirus im Kreis Cloppenburg: Kontrollen der Polizei mit „erschreckenden Ergebnissen“

Die Polizei meldete allerdings eine ganze Reihe von Verstößen, die in der Nacht zum Sonntag festgestellt worden waren. So habe die Überprüfung einer Kneipe einen «Disco-ähnlichen Betrieb» ergeben, ungefähr 80 Gäste mussten von den Beamten hinausgebracht werden. Man habe die Kneipe sofort geschlossen, hieß es. Die Besucher seien „teilweise sehr betrunken“ gewesen, „tanzten ohne Mundschutz und hielten auch die sonstigen Corona-Vorschriften, die in Kneipen gelten, weitestgehend nicht ein“. Beim Servicepersonal sei es kaum besser gewesen. Mindestens drei weitere Kneipen müssen ein Bußgeld zahlen.

Auch private Feiern mit vielen Teilnehmern, die ab Mitternacht nicht mehr erlaubt waren, flogen auf - und offensichtlich wussten die Gäste genau, das sie die verschärften Regeln brachen. So ertappten die Beamten Mitglieder einer Festgemeinschaft in einem Partykeller, „die weder alle verwandt waren, noch aus zwei Haushalten kamen“. Einige der Personen versuchten demnach, sich unter Tischen oder in einer Abstellkammer zu verstecken. Ordnungswidrigkeiten-Verfahren folgen nun. Landrat Wimberg erklärte laut Mitteilung, er habe „in dieser Situation kein Verständnis für ausschweifende Partys und Feiern in größerer Runde“. Für weitere Schülerinnen und Schüler im Kreis ordnete der Landkreis außerdem eine häusliche Quarantäne an.

Die vier Freundinnen Verena (l-r), Birgit, Claudia und Malis, alle aus dem Raum Münsterland, machen für ein paar Tage Urlaub in Cloppenburg. Wegen steigender Corona-Infektionszahlen schränkt der Landkreis Cloppenburg partiell das soziale Leben ein. Die Menschen vor Ort reagieren aber gelassen.

Coronavirus-Alarm bei Cloppenburg: Mini-Lockdown trifft einige Kommunen - Infektionen steigen weiter an

Update vom 19. September: Nach Überschreitung des 7-Tages-Grenzwerts bei Coronavirus-Neuinfektionen im Landkreis Cloppenburg ist dort diese Zahl am Samstag weiter gestiegen. Nach Angaben des niedersächsischen Gesundheitsministeriums erhöhte sie sich innerhalb eines Tages von 61,5 auf 63,9. Von Freitag auf Samstag wurden 18 neue Infektionen gemeldet, insgesamt waren es 109 in den vergangenen sieben Tagen.

Cloppenburg ist weiter der einzige Kreis in Niedersachsen, der aktuell über dem Grenzwert liegt. Steigt die sogenannte 7-Tagesinzidenz pro 100 000 Einwohner auf einen Wert von mehr als 50, müssen verstärkte Schutzmaßnahmen eingeleitet werden - der Kreis hatte daher am Freitag die Regeln für einen Teil seiner Kommunen verschärft.

Update vom 18. September, 16.15 Uhr: Der Landkreis Cloppenburg reagiert auf den verstärken Anstieg von Corona-Neuinfektionen und ordnet per sofort einen Mini-Lockdown an. Das wurde am Freitagnachmittag von der Kreisverwaltung in einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Von einem richtigen Lockdown möchte Landrat Johan Wimberg bisher nicht sprechen: „Wir gehen in so eine Richtung“, sagt der CDU-Mann stattdessen.

Betroffen von den neuen Maßnahmen ist jedoch nicht der gesamte Landkreis, die neuen Corona-Regeln gelten nur in der Stadt Löningen und den Gemeinden Essen, Lastrup und Lindern.

Neue Corona-Regeln im Landkreis Cloppenburg: Johann Wimberg, Landrat, spricht während der Pressekonferenz im Kreishaus über die neuen Maßnahmen.

Vereinsleben im Kreis Cloppenburg noch weiter runtergefahren

In den betroffenen Gebieten im Landkreis Cloppenburg dürfen bis zum 4. Oktober privat vorerst höchstens sechs Personen treffen. Während Mannschaftssport bereits vor den neuen Corona-Maßnahmen landkreisweit untersagt war, wird das Vereinsleben nun noch weiter eingeschränkt. Vereinen ist es vorerst nicht mehr erlaubt, mit ihren Mitgliedern zu Sitzungen und ähnlichen Veranstaltungen zusammenzukommen.

Kneipen und Restaurant müssen im Kreis Cloppenburg wieder früher schließen

Auch Kneipen und Restaurants müssen um 22 Uhr geschlossen werden. Der Landkreis Cloppenburg kündigt außerdem verstärkte Kontrollen für die Einhaltung der neuen und geltenden Corona-Maßnahmen an, Landrat Johan Wimberg hält die Regeln für „maßvoll und angemessen“.

Seit Beginn der Corona-Pandemie habe es laut Kreisverwaltung keine Todesfälle im Landkreis Cloppenburg gegeben und auch sonst hielten sich die Infektionszahlen gering. Die Kreisverwaltung geht davon aus, dass diese Tatsachen dazu geführt hätten, dass einige Bürger nachlässig bei der Einhaltung der Schutzmaßnahmen geworden seien.

Laut Kreisverwaltung müsse das Ziel sein, die Infektionskurve zu verlangsamen, um eine weitere Ausbreitung innerhalb des Landkreises Cloppenburg zu verhindern. Weitreichende effektive Maßnahmen seien daher dringend notwendig, um im Interesse des Gesundheitsschutzes Infektionsketten schnellstmöglich zu unterbrechen.

Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann: Die Lage ist ernst

Auch Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann hat sich zu den steigenden Infektionszahlen im Landkreis Cloppenburg geäußert. Die Ministerin sagte: „Die Lage vor Ort ist ernst, aber nach unseren derzeitigen Erkenntnissen beherrschbar.“

Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann äußert sich besorgt über die Lage im Landkreis Cloppenburg.

Carola Reimann betont: „Wenn die Zahl der Neuinfektionen nach den aufgrund der bereits ergriffenen Maßnahmen nicht zurückgeht, werden jedoch auch weitere, lokal begrenzte Maßnahmen nötig sein“. Dennoch müsse es laut Ministerin Carola Reimann nicht zwangsläufig zu einem kompletten Lockdown des Landkreises Cloppenburg kommen.

Ursprungsmeldung vom 18. September: Hannover/Cloppenburg - Der Landkreis Cloppenburg hat den 7-Tages-Grenzwert bei Corona-Neuinfektionen überschritten. Am Freitag wurden 61,5 neue Infektionen auf 100.000 Einwohner in der vergangenen Woche gemeldet, teilte das Sozialministerium in Hannover mit. Ab einem Wert von mehr als 50 müssen verstärkte Schutzmaßnahmen eingeleitet werden. Was das für die Menschen in Cloppenburg bedeutet und ob es nun weitere Einschränkungen im öffentlichen Leben gibt, will der Landkreis Cloppenburg am Mittag bekanntgeben.

LandkreisCloppenburg
Einwohner170.682
Fläche1.418,45 km²
LandratJohann Wimberg (CDU)

Cloppenburg mit seinen rund 170.000 Einwohnern ist damit nach Angaben von Ministeriumssprecher Oliver Grimm vom Freitag der erste Kreis in Niedersachsen, der diesen Wert übersteigt. Allerdings wurde im Juni nach Angaben der Stadt Göttingen auch dort der Schwellenwert von 50 im Landkreis Göttingen knapp überschritten.

Bundesweit gibt es immer wieder Städte und Landkreise, die den Wert zeitweise überschreiten. Nach einer Auflistung des Robert-Koch-Institutes vom Freitag, in der die Werte allerdings teilweise zeitverzögert erfasst werden, waren zuletzt drei Kommunen in Bayern betroffen.

Viele der Neuinfektionen im Landkreis Cloppenburg kommen aus Evenkamp.

Kein automatischer Lockdown im Landkreis Cloppenburg

Einen automatischen Lockdown im Kreis Cloppenburg werde es wohl nicht geben, sagte Ministeriumssprecher Grimm. Es gebe aber in einigen Bundesländern die Regel, dass dort Menschen aus Kreisen mit zu hohen Infektionszahlen nicht mehr übernachten dürften.

Der Landkreis Cloppenburg warnte seine Bewohner vor möglichen Problemen, in andere Regionen zu fahren. „Das Überschreiten dieser kritischen Marke kann zu Einschränkungen bei privaten oder beruflichen Reisen in Gebiete außerhalb des Landkreises Cloppenburg führen“, hieß es.

Pendler im Landkreis Cloppenburg zu sein könnte zu Problemen führen

„Auch die Ausübung des Berufs außerhalb des Landkreises könnte für Pendler ein Problem darstellen.“ Die Bürger sollten sich über die Bestimmungen am Zielort erkundigen. „Es kann unter anderem vorkommen, dass am Zielort für den Aufenthalt oder eine berufliche Tätigkeit ein negatives Covid-19-Testergebnis vorgelegt werden muss.“

Die komplette Fußballmannschaft samt Trainer des SV Evenkamp wurden positiv auf Covid-19 getestet.

Aktuell wurden von Donnerstag auf Freitag 28 neue Infektionen im Kreis Cloppenburg gemeldet, insgesamt waren es 105 in den vergangenen sieben Tagen.

Coronafälle im Fußballteam, Altenheim und Schule

Der Anstieg im Kreis Cloppenburg geht vor allem auf Ausbrüche in der Stadt Löningen zurück. Dort war vergangene Woche fast eine ganze Fußballmannschaft samt Trainer positiv getestet worden, es gab nach Angaben des Kreises auch Fälle in einem Altenheim und in Schulen.

Als Konsequenz untersagte der Landkreis Cloppenburg bereits am Donnerstag den Sportunterricht an allen Schulen bis Ende des Monats. Die Ordnungsbehörden kündigten intensivere Kontrollen in Bussen an - Schülern, die bewusst fahrlässig die Maskenpflicht verletzen, drohen demnach Bußgelder statt Ermahnungen. Der Sprecher des Sozialministeriums führte den Anstieg im Kreis Cloppenburg auf die Fußballer, aber auch auf betroffene Schüler, Angehörige von Pfingstgemeinden und Reiserückkehrer zurück.

Landkreis Peine am zweitstärksten betroffen

Niedersachsenweit wurden seit März 18.622 Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden, seit Donnerstag kamen 194 Fälle dazug. Am zweitstärksten betroffen in Niedersachsen war am Freitag der Landkreis Peine mit 24,5 Infektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Auch in der Region Hannover gehen die Zahlen langsam hoch, dort kamen seit Donnerstag 40 Neuerkrankungen hinzu, der 7-Tages-Wert liegt bei 23,4.

In Göttingen waren im Sommer zwei Wohnkomplexe von Corona-Ausbrüchen betroffen gewesen, dort wurden unter anderem 700 Einwohner eines der Gebäudekomplexe unter Quarantäne gestellt.

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa

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