Pandemie in Deutschland

Corona: Zahl der Eheschließungen geht zurück – Inzidenz nicht ausgewiesen

Coronavirus in Baden-Württemberg: Hochzeits-Dienstleister stehen für die Liebe auf
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Die Corona-Krise geht auch an Heiratswilligen nicht spurlos vorüber.

Wohl durch die Corona-Pandemie sind in Niedersachsen weniger Ehen geschlossen worden. An Neujahr weist das Bundesland keine neuen Corona-Fallzahlen aus.

sHannover – Seit knapp zwei Jahren ist die Welt in einem Ausnahmezustand: Die Corona-Pandemie wütet, immer neue Virusvarianten, wie zuletzt das Omikron-Virus, machen den Menschen das Leben schwer. Mit Impfungen oder Booster-Impfungen versucht die Regierung, die Lage besser kontrollierbar zu machen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat indes einen harten Lockdown nicht mehr ausgeschlossen. Dass dieser Umstand Menschen auf die Psyche schlagen und auch zu ernsthaften Erkrankungen führen kann, haben Wissenschaftler bereits im ersten Jahr der Corona-Pandemie nachweisen können. Nun zeigt sich ein weiterer Trend, der im Zusammenhang mit dem Coronavirus stehen könnte. Währenddessen hat Niedersachsen über Silvester und den Jahreswechsel verschärfte Regeln verhängt.

Deutsches Land:Niedersachsen
Fläche: 47.614 km²
Bevölkerung:7,982 Millionen (2019)
Hauptstadt:Hannover

Demnach ist die Zahl der Eheschließungen in Niedersachsen im ersten Pandemiejahr deutlich zurückgegangen. Wie aus den Zahlen des kürzlich veröffentlichten Niedersachsen-Monitors des Landesamts für Statistik in Hannover hervorgeht, gab es 2020 landesweit 38.791 standesamtliche Trauungen – ein Minus von 8,6 Prozent. In Hamburg brach die Zahl der Eheschließungen sogar um 21,4 Prozent ein. Die Autoren des Berichts gehen davon aus, dass die rückläufige Zahl insbesondere auf die Corona-Pandemie zurückzuführen ist. Derweil warnen Forscher vor einer weiteren Spaltung der Gesellschaft während der Pandemie.

Corona in Niedersachsen: Zahl der Hochzeiten für den Zeitraum Januar bis September 2021 rückläufig

Demnach vermuteten sie, dass Hochzeiten aufgrund der geltenden Umstände verschoben worden, weil Standesämter während Corona in Niedersachsen nur eingeschränkt geöffnet hatten und bei Feiern nur wenige Gäste zugelassen waren. Wie aus aktuellen Zahlen für den Zeitraum Januar bis September 2021 hervorgeht, hat sich die Entwicklung fortgesetzt: Insgesamt ließen sich 28.202 Paare standesamtlich trauen, etwa 2,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Zum Jahresende wird die neuartige Omikron-Virusvariante bestimmt ebenfalls auf die Entwicklung eingewirkt haben.

Auswirkungen haben die Rückgänge bei den Eheschließungen auch auf die professionellen Hochzeitsplaner, wie Svenja Schirk vom Bund deutscher Hochzeitsplaner der Deutschen Presse-Agentur berichtet. Größere Feiern mit internationalen Gästen seien auch 2021 kaum möglich gewesen. „Die Umsatzeinbußen sind weiterhin groß für alle Hochzeitsdienstleister und wir sehen mit Sorge, dass bisher keine weiteren Hilfen für die Verdienstausfälle geplant sind“, beklagte die Verbandssprecherin.

Corona-Inzidenz in Deutschland: Fallzahlen steigen weiter

Derweil verzeichnet das Robert Koch-Institut (RKI) erneut einen Anstieg der offiziellen Corona-Inzidenz in Deutschland. Am ersten Januar 2022 gab das Institut den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Samstagmorgen mit 220,3 (Vortag: 214,9) an. Allerdings sind die Zahlen mit Vorsicht zu genießen: Weil zwischen den Jahren weniger getestet und gemeldet wird, geht das RKI derzeit von einer Untererfassung der Coronafälle aus. Binnen 24 Stunden wurden von den Gesundheitsämtern in Deutschland 26.392 Corona-Neuinfektionen gemeldet (Stand: 01. Januar, 03:45 Uhr). Vor einer Woche waren es 22.214 gemeldete Infektionen.

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Innerhalb eines Tages wurden zudem 184 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit stieg die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, auf 112109. Seit Beginn der Pandemie in Deutschland wurden 7.176.814 nachgewiesene Infektionen mit dem Coronavirus erfasst. Das RKI weist darauf hin, dass die tatsächliche Zahl wahrscheinlich deutlich höher liegen dürfte, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Corona in Niedersachsen: Bundesland weist keine Fallzahlen aus

Während die Corona-Inzidenz in Deutschland weiter steigt, gibt es für Niedersachsen keine neuen Zahlen. Wie die Landesregierung über ihre Internetseite bekannt gibt, werden die Zahlen für den 1. Januar 2022 gebündelt mit den Werten am 02. Januar 2022 an das RKI übermittelt. Zuletzt lag die Inzidenz im Bundesland am Silvestertag bei 157,4. Die Hospitalisierung (4,4) und die Belegung der Intensivbetten (8,4 Prozent) lag dabei auf einem gleichbleibenden Niveau.

Bis zum 15. Januar gelten in Niedersachsen noch verschärfte Regeln: So lange hatte die Landesregierung die Neujahrsruhe verlängert. Genau wie in Bremen gilt landesweit die Warnstufe 3. Wegen der Hospitalisierungsrate hatte die Hansestadt die Warnstufe ausgerufen. *kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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