Steigende Inzidenzzahlen

Corona-Warn-App schlägt an: Was muss ich tun?

Kann man nach einem positiven Corona-Schnelltest einfach in ein Testzentrum gehen? Was sollte man tun, wenn die Corona-Warn-App rot leuchtet? Die wichtigsten Antworten.

BremenInzidenzwerte steigen auf neue Rekordwerte, einige stecken sich trotz Impfung an, die Politik scheint beunruhigt. Zurzeit ist die Corona-Lage in Deutschland wieder deutlich angespannt. Noch-Kanzlerin Angela Merkel (CDU) fordert eine schnellstmögliche Ministerkonferenz, bei der über bundesweite Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus diskutiert werden sollen.

Behörde:Robert Koch-Institut
Hauptsitz:Berlin
Gründung:1. Juli 1891
Staatliche Ebene:Bund
Stellung:selbstständige Bundesoberbehörde
Aufsichtsbehörde:Bundesministerium für Gesundheit

Ein Teil der bisherigen Strategie: Die Corona-Warn-App des Robert-Koch-Instituts (RKI). Neben der Funktion, das Impfzertifikat abzuspeichern, soll sie auch als Kontaktverfolgung dienen. Doch was ist eigentlich zu tun, wenn die Risikoermittlung plötzlich rot leuchtet?

Rote Warnmeldung in der Corona-Warn-App

Eine Warnmeldung bedeutet zunächst nur, dass sich der Betreffende eine gewisse Zeit in der Nähe einer positiv getesteten Person aufgehalten hat. Es muss dabei nicht zu einer Infektion gekommen sein. „Mit einer roten Warnung in der Corona-Warn-App haben die jeweiligen Nutzerinnen und Nutzer das Recht auf einen kostenlosen Test in einem Testzentrum und können sich direkt zu einem Testzentrum begeben“, teilt Lukas Fuhrmann, Pressesprecher der Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz, auf Nachfrage von kreiszeitung.de mit. Bei Corona-typischen Symptomen sollte man sich direkt an den Hausarzt wenden.

Ähnlich verhält es sich, wenn ein selbst durchgeführter Schnelltest positiv ausfällt: „Bei einem selbst durchgeführten Selbsttest, der positiv ausfällt, sollte der oder die Betroffene telefonisch Kontakt mit einem Testzentrum aufnehmen. Dort besteht dann die Möglichkeit, sich kostenlos mit einem PCR-Test testen zu lassen“, so Fuhrmann.

Die Corona-Warn-App leuchtet rot, wenn man sich in der Nähe einer positiv getesteten Person aufgehalten hat. Man kann sich damit kostenlos gegen Corona testen lassen. (Symbolbild)

Positiver Schnelltest muss mit PCR-Test bestätigt werden

Fällt der Schnelltest in einem Testzentrum positiv aus, muss er mit einem PCR-Test bestätigt werden. „Es wird vor Ort sofort ein PCR-Test durchgeführt“, stellt der Sprecher klar. Ab Samstag sind diese wieder für alle Bürgerinnen und Bürger einmal wöchentlich kostenlos.

Mittlerweile erfolge die Eintragung des Testergebnisses in die App meist direkt durch die Labore: „Inzwischen sind fast alle Labore an die Corona-Warn-App angeschlossen“, sagt Fuhrmann. Das erleichtert die Kontaktverfolgung - genau wie eine neue Funktion der App: Seit kurzem gibt es eine Check-in-Funktion, mit der risikoreiche Begegnungen von Menschen in Innenräumen besser erfasst werden sollen. Die Anwendung kann nun zum Einchecken auch die Klötzchengrafiken (QR-Codes) verwenden, die mit der Luca-App erstellt wurden. Damit müssen Veranstalter nur noch einen QR-Code für die unterschiedlichen Apps erzeugen. Dabei fließen keine Daten in das Luca-System.

Statt Corona-Warn-App: Mehr Menschen nutzen „Luca“-App

Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes erfasst mithilfe von Bluetooth-Signalen, welche Smartphones einander nahe gekommen sind, und benachrichtigt die Anwender dann über riskante Begegnungen. Das Datenschutzkonzept gilt auch international als vorbildlich.

Das RKI hat als Herausgeber der App bislang 33,8 Millionen Downloads verzeichnet. Die Zahl der tatsächlich aktiven Nutzerinnen und Nutzer liegt unter diesem Wert, weil manche die App wieder deinstalliert oder nach dem Wechsel ihres Smartphones nicht erneut installiert haben. Die Luca-App verzeichnet nach Angaben der Betreiber inzwischen 36 Millionen registrierte Menschen in Deutschland. In den vergangenen 28 Tagen habe man knapp 32 Millionen Check-ins registriert. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Kira Hofmann/dpa

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