Wenig bedenklich

Corona-Studie: Keine Hinweise auf mRNA von Biontech oder Moderna in Muttermilch

Nach einer ersten Studie setzt sich mRNA aus Corona-Impfstoffen nicht in der Muttermilch ab. Biontech und Moderna könnten die Impf-Kampagne bei Stillenden vorantreiben.

Berlin/San Francisco – Lange wurde spekuliert, nun gibt es erste Ergebnisse. Nach jüngsten Erkenntnissen von US-Experten gehen von Corona-Impfungen mit mRNA-Impfstoffen wie Moderna oder Biontech/Pfizer bei stillenden Müttern keine Gefahren aus. Nach aktuellsten Einschätzungen befinden sich keine mRNA der Impfstoffe in der Muttermilch. Sie scheinen also keinen Einfluss auf die Muttermilch zu haben.

Virus:Coronavirus, COVID-19
Krankheitserreger:SARS-CoV-2
Vorkommen:Weltweit
Erster bekannter Fall: 1. Dezember 2019

Wegen der Immunisierung sollten Mütter nicht aufhören zu stillen, schreibt ein Team um Stephanie Gaw von der University of California San Francisco im Fachblatt „Jama Pediatrics“. Nach Angaben der dpa sei in 13 untersuchten Muttermilchproben von sieben geimpften Frauen keine mRNA aus dem Impfstoff nachweisbar gewesen.

mRNA-Impfstoffe Biontech und Moderna: 7 Probandinnen nehmen an Studie zu Muttermilch teil

Insgesamt hatten sich sieben Probandinnen der Studie zur Verfügung gestellt, davon ließen sich fünf den mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer verabreichen, dem einer Studie nach deutlich geringerer Schutz gegenüber die Delta-Variante des Coronavirus nachgesagt wird. Zwei weitere Probandinnen erhielten jenen Impfstoff von Moderna. Die Entnahme der untersuchten Proben erfolgte vor der Impfung und zwischen vier und 48 Stunden danach.

Neue Studie: Coronaimpfung ist für Schwangere unbedenklich.

Die erzielten Ergebnisse seien wichtige frühe Hinweise, dass die mRNA aus den Impfstoffen nicht auf den Säugling übertragen werde, schreibt das Autorenteam um Stephanie Gaw. Dennoch verweist das Forscher-Team einschränkend auf die geringe Anzahl an Studienteilnehmerinnen, sodass diese vorläufigen Erkenntnisse weiterhin unter dieser Einschränkung mit Vorsicht zu genießen sind.

Biontech und Moderna: Stiko-Leiter teilt Einschätzung zu Impfungen mit mRNA-Impfstoffen für Stillende

Nichtsdestotrotz sind das bereits Nachrichten, die die Diskussion befeuern werden, welche deutsche Expertengremien bereits im Mai 2021 angestoßen hatten. Damals plädierten diese bereits für eine priorisierte Impfung von Stillenden. Die Experten gingen bereits davon aus, dass die durch die Impfung gebildeten Antikörper über die Muttermilch transportiert würden und somit gestillten Neugeborene die sogenannte Nestimmunität ermöglichen.

Der Leiter der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, hatte kürzlich geäußert, dass die Impfung von Stillenden „eigentlich auch nach Stiko-Vorstellungen unproblematisch“ sei. „Das muss man ganz klar sagen, ich denke, die stillende Frau kann ohne weiteres geimpft werden.“ * kreiszeitung ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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