„Weltweites Interesse an dem Projekt“

Corona-Spürhunde im Einsatz – beim Konzert von Fury in the Slaughterhouse

Zu sehen ist der Corona-Spürhund Cordula, umgeben von Coronaviren. Im Hintergrund spielt die Hannoveraner Rockgruppe Fury in the Slaughterhouse ein Konzert.
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Im Rahmen der vierteiligen Konzertreihe „Back to Culture“ kommen Corona-Spürhunde zum Einsatz. Den Auftakt macht das Konzert von Fury in the Slaughterhouse. (kreiszeitung.de-Montage)

Weltpremiere bei der Konzertreihe „Back to Culture“: Erstmals kommen Corona-Spürhunde zum Einsatz. Den Auftakt gibt es beim Konzert von Fury in the Slaughterhouse.

Hannover – Schnüffeln, ob jemand Corona-positiv ist – diese Aufgabe kommt speziellen Spürhunden zu. Im Rahmen der vierteiligen Konzertreihe „Back to Culture“ sollen die Tiere erkennen, ob Corona-Infektionen innerhalb des Publikums vorliegen. Der Praxiseinsatz der Corona-Spürhunde ist Teil eines Forschungsprojekt des Tierärztlichen Hochschule Hannover.

Band:Fury in the Slaughterhouse
Herkunft:Hannover, Deutschland
Genre:Rock
Gründung:1986, 2011
Mitglieder:Kai Wingenfelder, Thorsten Wingenfelder u.v.m.

„Back to Culture“: Forscher testen bei Konzertreihe den Einsatz von Corona-Spürhunden

„Gefährdungspotenziale herunterzudampfen“ sei das große Ziel, zudem gelte es herauszufinden, ob der Einsatz der Hunde grundsätzliche eine Option darstellt. Das sagt Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) am Donnerstag, 16. September 2021. Laut Holger Volk, Leiter der Klinik für Kleintiere an der Tierärztlichen Hochschule Hannover, gibt es gar „weltweit Interesse an dem Projekt“.

Die Rede ist von weltweit 26 Studien, die alle ergeben hätten, dass Hunde Corona-Infektionen erschnüffeln können. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, startet die vierteilige Konzertreihe am Sonntag, 19. September, mit dem Auftritt der Rockband Fury in the Slaughterhouse auf der Gilde-Parkbühne in Hannover. Das Konzert wird von besagten Corona-Spürhunden gesichert sein.

Besucher geben Schweißprobe ab – Hunde erschnüffeln mögliche Corona-Infektion

Fortgesetzt wird die Konzertreihe mit Auftritten von Bosse, Alle Farben sowie Sido. Alle vier Veranstaltungen sind Teil des Projekts „Back to Culture“ der Tierärztlichen Hochschule Hannover, Hannover Concerts und ProEvent Hannover. Das Projekt wird vom Wissenschaftsministerium mit 1,3 Millionen Euro gefördert.

Wie aber läuft der Einsatz der Corona-Spürhunde bei den Konzerten konkret ab? Jeder Besucher gibt eine Schweißprobe aus der Armbeuge auf Wattepads für die Hunde ab. Parallel dazu werden Antigen-Schnelltests und PCR-Tests bei den Besuchern durchgeführt. Für das erste Konzert mit 500 Besuchern sollen fünf bis sechs Hunde im Einsatz sein.

„Wegweisender Schritt für die Kulturbranche“: Veranstalter erhoffen sich Corona-Erkenntnisse

„Wir freuen uns, bei der Studie dabei zu sein und hoffen, dass sie ein wegweisender Schritt für die Kulturbranche sein wird“, heißt es von Hannover-Concerts-Geschäftsführer Nico Röger. Holger Volk von der Tierärztlichen Hochschule Hannover wiederum zeigt sich angesichts der hohen Trefferquote in der Laborsituation sehr zuversichtlich. Er sei gespannt, wie gut dies auch in einer Alltagssituation funktionieren werde.

Am Montag, 20. September, werden auf der „Back to Culture“-Homepage ab 20:00 Uhr 800 kostenlose Tickets für das zweite Konzert der Reihe mit Bosse vergeben. Beim letzten Konzert mit Deutschrapper Sido sind laut Wissenschaftsminister Björn Thümler sogar bis zu 1500 Besucher zugelassen. Sie sollen ohne Maske und Abstand feiern dürfen.

Bundeswehr trainiert Spürhunde auf Sars-CoV-2-Erreger – Tiere mit starker Quote

Bereits im Sommer 2020 hatte ein Forscherteam unter der Leitung der Tierärztlichen Hochschule Hannover eine Studie veröffentlicht, für die acht Spürhunde der Bundeswehr auf den Sars-CoV-2-Erreger trainiert worden waren. Die Hunde konnten von 1012 Speichel- oder Atemwegssekret-Proben 94 Prozent korrekt identifizieren – und das nach nur achttägigem Training.

Das Fazit der Forscher: „Für medizinische Spürhunde scheinen alle getesteten Körperflüssigkeiten in ähnlicher Weise geeignet zu sein, um Sars-CoV-2-Infizierte zuverlässig zu erkennen“. Laut Holger Volk sei dies die erste Studie ihrer Art überhaupt gewesen. Corona-Spürhunde kamen aber beispielsweise schon in den Flughäfen von Helsinki oder Dubai zum Einsatz. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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