Kaum positive Tests

Corona-Testpflicht an Schulen: Diese Tipps helfen Eltern

Vor der Schule fix einen Corona-Selbsttest durchführen. Bei Eltern wirft das viele Fragen auf. Doch egal, wie die Antworten darauf ausfallen: Eltern tun gut daran, sich mit ihrer Meinung zurückzuhalten.

Zweimal pro Woche in der Schule einen Corona-Test machen: Ein Thema, das Familien spaltet. Die einen befürworten die zusätzliche Sicherheit, andere sehen darin einen Eingriff in die Privatsphäre ihrer Kinder. Egal, wie Eltern zum Thema Testpflicht stehen: Ihre Ansichten dazu färben direkt auf die Jugendlichen ab - darüber sollten wir Erwachsenen uns bewusst werden, berichtet Familiencoach Kira Liebmann. „Wer sagt: Du musst nicht in die Schule gehen, ich will nicht, dass du getestet wirst“, lebt seinen Kindern eine Verweigerungshaltung vor, die sich höchstwahrscheinlich übertragen wird oder einem bei anderen Themen wieder von seinem Kind serviert wird.

Kira Liebmann rät Eltern, Schnelltests in Schulen nicht übermäßig zu thematisieren. „Ich kann da natürlich meine Meinung zu haben. Aber die Jugendlichen dürfen sich auch ihr eigenes Bild dazu machen.“ Außerdem solle man im Hinterkopf behalten, dass Kinder ausgegrenzt werden können, wenn Eltern sie wegen der Testpflicht zu Hause behalten wollen.

Ohne Selbsttest keine Schule: Schüler testen sich zweimal pro Woche vorm Unterricht.

Und was ist, wenn sich die Jugendlichen gegen die Tests in der Schule sperren? „Dann müssen Eltern herausfinden, um was es wirklich geht: Haben sie Angst davor, bloßgestellt zu werden, wenn sie positiv sein sollten? Oder wird verweigert, weil die Teenager sowieso gerade in einer Null-Bock-Phase stecken?“

Wenn es um die Angst vor einem positiven Corona-Testergebnis geht, sollten Eltern mit ihren Kindern einen genauen Plan entwickeln, etwa: „Wenn der Schnelltest positiv ausfällt, passiert erstmal gar nichts. Wir holen dich sofort ab und lassen einen PCR-Test machen. Und wenn der positiv ausfällt, entscheiden wir weiter.“ Genau zu wissen, was passiert, gebe Kindern Sicherheit.

Corona-Selbsttest an Schulen: Kaum positive Ergebnisse

Seit Ende der Osterferien gilt in Niedersachsen: Jeder, der eine Schule betreten möchte, muss zweimal in der Woche über Antigen-Selbsttests nachweisen, nicht mit Covid-19 infiziert zu sein. In der ersten Pflichttestwoche wurden nach Angaben des niedersächsischen Kultusministeriums 554 Infektionen bei Schülern und Beschäftigten an den Schulen identifiziert. Damit waren unter dem Strich weniger als 0,05 aller Tests positiv. „Das ist ein deutlicher Indikator dafür, dass Selbsttests Schule noch sicherer machen“, sagte Minister Grant Hendrik Tonne (SPD) dazu.

Streit um die Selbsttests gab es auch kurz vor den ersten Abi-Prüfungen. „Wir bitten unsere Schüler, dass sie vor den Abitur-Prüfungen sich selbst zu Hause testen und uns dann bestätigen, dass dieser Test negativ war“, sagte Katrin Meinen, Schulleiterin an einem Gymnasium in Mellendorf. 

Die Selbsttests könnten in absehbarer Zeit der Vergangenheit angehören. Eine Voraussetzung wäre, dass die Jungen und Mädchen geimpft sind. Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, sieht gute Chancen für Corona-Impfungen für Kinder und Jugendliche ab September. „Für Kinder ab zwölf Jahren halte ich das für möglich“, sagte Mertens der Rheinischen Post (Samstag). Bei jüngeren Kindern äußerte er sich skeptischer: „Für kleinere Kinder kann das noch knapp sein.“

Nach rund 15 Minuten zeigt ein Corona-Schnelltest das Ergebnis an.

Der deutsche Impfstoffhersteller Biontech und sein US-Partner Pfizer wollen in Kürze die Zulassung ihres Vakzins für Kinder von 12 bis 15 Jahren in der EU beantragen, wie eine Biontech-Sprecherin am Donnerstag sagte. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht davon aus, dass im Falle einer Zulassung Kinder dieser Altersgruppe eine erste Immunisierung spätestens in den Sommerferien bekommen könnten. (Mit Material der dpa)

Rubriklistenbild: © Kamaryt Michal/dpa

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