Party in der Pandemie

Corona-Regeln an Silvester: So wird das Feiern 2021 möglichst sicher

Das Treffen und Feiern an Silvester ist 2021 möglich – im kleinem, privaten Rahmen. Hierbei gilt es Corona-Regeln zu beachten, damit der Jahreswechsel gut abläuft.

Hannover – Am letzten Tag des Jahres, dem 31. Dezember, wird sich traditionell zusammengefunden, um die zurückliegenden 365 Tage Revue passieren zu lassen und gemeinsam auf Familie und Freundschaft anzustoßen. Dies ist auch im Pandemie-Jahr 2021 möglich. Nach dem Bund-Länder-Treffen vom Dienstag, 21. Dezember, gelten für Silvester jedoch strenge Corona-Regeln. Welche genau, stellt kreiszeitung.de hier vor.

Corona-Regeln an Silvester 2021: Geimpfte und Genesene dürfen sich privat mit maximal zehn Personen treffen

Schon an Weihnachten 2021 gelten Corona-Regeln, die das persönliche Familienfest möglichst sicher gestalten sollen. Hierbei geht es unter anderem darum, im Vorfeld einen offiziellen Corona-Test durchführen zu lassen. Das empfiehlt sich selbst für Kinder, damit vor allem ältere Menschen und vulnerable Personen aus Freundes-, Bekannten- und Familienkreis auch nach Weihnachten gesund bleiben.

An Silvester 2021 darf sich in kleinen Gruppen im privaten Kreise getroffen werden – unter Berücksichtigung der geltenden Corona-Regeln. Was heißt das beispielsweise fürs Böllern? (Symbolbild)

Dies lässt sich im Grunde auch auf das diesjährige Silvester übertragen. Die privaten Zusammenkünfte von Geimpften und Genesenen sollen bereits unmittelbar nach Weihnachten, spätestens aber am 28. Dezember, auf maximal zehn Menschen begrenzt werden. Dies hatte der neue Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) nach besagtem Bund-Länder-Treffen bekanntgegeben.

„Nicht mehr die Zeit für Partys und gesellige Abende“: Kanzler Olaf Scholz (SPD) warnt vor großen Treffen an Silvester

Mit konkretem Blick auf Silvester hatte Scholz Folgendes verlauten lassen: „Es ist derzeit nicht mehr die Zeit für Partys und gesellige Abende in großer Runde“. In Anbetracht eines weiterhin prekären Infektionsgeschehens und dem Aufkommen der Omikron-Variante ist dies nachvollziehbar.

An Silvester sowie an Neujahr gelten demnach Versammlungsverbote, der Verkaufen von Feuerwerkskörpern ist untersagt. Große Treffen sind nicht erlaubt, schon gar nicht im öffentlichen Raum. Schließlich sollen Clubs und Diskotheken bereits an Weihnachten schließen. Dies kommt der Corona-Weihnachtsruhe gleich, die Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) für sein Bundesland verhängt hat.

Silvester 2021 feiern trotz Corona möglich – Ungeimpfte dürfen sich nur im sehr kleinen Rahmen treffen

Und doch sind kleine Treffen im Privaten mit bis zu maximal zehn Personen, die geimpft oder genesen sind, erlaubt. Von dieser Corona-Regel sind aber Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres ausgenommen. Sollte eine ungeimpfte Person beim Treffen an Silvester dabei sein, greifen direkt die Kontaktbeschränkungen für diese Personengruppe.

Ungeimpfte dürfen sich an Silvester nämlich nur mit dem eigenen Haushalt und zwei Personen eines weiteren Haushalts treffen. Auf diesem Wege sollen zwischenmenschliche Kontakte massiv zurückgefahren werden. Denn „insbesondere Silvesterfeiern mit einer großen Anzahl von Personen sind in der gegenwärtigen Lage nicht zu verantworten“, heißt es im Beschluss vom Bund-Länder-Treffen.

Versammlungsverbot an Silvester: Große Treffen an öffentlichen Plätzen fallen 2021 weg

Unabhängig davon, wie die Inzidenzen in Bundesländern, Landkreisen oder kreisfreien Städten ausfallen, gilt an Silvester und Neujahr ein generelles An- und Versammlungsverbot. Damit sind auch größere Silvesterfeiern im Freien an öffentlichen Plätzen 2021 nicht möglich.

Wer sich dennoch privat an öffentlichen Plätzen in größere Gruppen zusammenfindet, muss mit hohen Geldstrafen rechnen. In Sachsen und Sachsen-Anhalt stehen gemäß dem aktuellen Corona-Bußgeld-Katalog bis zu 250 Euro Geldstrafe im Raum – pro Person. Übrigens: Auch in Hamburg gelten zu Weihnachten und Silvester 2021 strenge Corona-Regeln*.

Feuerwerk verkaufen vor Silvester 2021 verboten – betroffene Unternehmen erhalten finanziellen Ausgleich

Wie bereits erwähnt, ist der Verkauf von Feuerwerk vor Silvester 2021 verboten. In seiner letzten Sitzung des Jahres stimmte der Bundesrat am 17. Dezember dafür, den Verkauf von Feuerwerk nach 2020 erneut zu verbieten. Damit sollen Unfälle durch den unsachgemäßen Gebrauch von Knallkörpern und Feuerwerksraketen vermieden und die durch Corona eh schon hoch belasteten Krankenhäuser geschont werden.

Die entsprechende Verordnung setzt dabei einen Bund-Länder-Beschluss von Anfang Dezember um. Als finanziellen Ausgleich sollen betroffene Unternehmen eine staatliche Hilfszahlung erhalten. Ähnliches wurde bereits den arg gebeutelten Schaustellern auf Weihnachtsmärkten versprochen.

Private Restbestände an Böllern dürfen an Silvester 2021 abgebrannt werden – Freiheitsstrafe bei Einfuhr von illegalem Feuerwerk

Der Verkauf von Feuerwerk ist also auch vor Silvester 2021 verboten. Kommt dies im Umkehrschluss aber auch einem generellen Böllerverbot gleich? Mitnichten. Denn wer noch entsprechende Vorräte zu Hause hat oder sich im Ausland mit Feuerwerkskörpern eindeckt, kann diese zumindest in einigen Teilen Deutschlands im eigenen Garten abbrennen. Dies gilt auch für manche öffentlichen Bereiche.

Was jedoch genau wo gilt, wird autonom von Ländern, Städten und Gemeinden entschieden. Doch darf auch nicht jedes Feuerwerk, das im Ausland erworben wurde, in Deutschland gezündet werden. Denn die Einfuhr illegalen Feuerwerks ist ein Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz – und kann mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe geahndet werden. * kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Bernd Thissen/dpa

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