Grünes Licht für Auffrischung

Niedersachsen empfiehlt Booster-Impfungen für 12- bis 17-Jährige

Zu sehen ist, wie ein junges Mädchen gegen das Coronavirus geimpft wird.
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Das Niedersächsische Gesundheitsministerium empfiehlt Booster-Impfungen für Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahre. (Symbolbild)

Das Land Niedersachsen plädiert dafür, Booster-Impfungen bei Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren vorzunehmen. Doch wie lautet eigentlich die Stiko-Empfehlung?

Hannover – Am Donnerstag, 6. Januar 2022, hat das Niedersächsische Gesundheitsministerium die Impfteams der kommunalen Gesundheitsämter mit einem Erlass erneut auf die Möglichkeit der Booster-Impfung bei Jugendlichen hingewiesen. Die Empfehlung hinsichtlich der Auffrischungsimpfungen bezieht sich dabei auf Menschen zwischen 12 und 17 Jahren. Dies teilt das Ministerium per Pressemitteilung mit.

Deutsches Land:Niedersachsen
Fläche:47.614 km²
Bevölkerung:7,982 Millionen (2019)
Hauptstadt:Hannover

Booster-Impfungen für Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren: Niedersachsen gibt grünes Licht für Auffrischungsimpfung

Wie es vom Niedersächsischen Gesundheitsministerium heißt, dient die Booster-Impfung dem Schutz der Jugendlichen gegen das Coronavirus. Die Auffrischungsimpfung sollte auch für die Altersgruppe der 12- bis 17-Jährigen mit einem Abstand von mindestens drei Monaten zur zweiten Impfung möglich sein, die Booster-Impfung vorzunehmen. Natürlich nur, wenn auch die Eltern dies wünschen.

Zu dieser Thematik hat sich auch bereits Daniela Behrens (SPD), Gesundheitsministerin in Niedersachsen, geäußert. „Aus unserer Sicht besteht absolut kein Anlass, Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren eine Auffrischungsimpfung zu verwehren. Angesichts der rapiden Ausbreitung der Omikron-Variante bin ich im Gegenteil davon überzeugt, dass wir so vielen Niedersächsinnen und Niedersachsen wie möglich eine Auffrischungsimpfung anbieten sollten“, heißt es von Behrens im Zusammenhang mit der Corona-Drittimpfung.

Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt Booster-Impfungen für Personen ab 18 Jahren – Ärzte müssen sich nicht daran halten

„Es zeichnet sich immer mehr ab, dass wir drei Impfungen brauchen, um möglichst gut vor Omikron geschützt zu sein. Dies gilt für die Erwachsenen ebenso wie für die Jugendlichen“, merkt Niedersachsens Gesundheitsministerin zudem bei der Thematik der Booster-Impfungen an.

Derzeit empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) Booster-Impfungen gegen Corona für Personen ab 18 Jahren. An dieser Stiko-Empfehlung für die Auffrischungsimpfungen orientieren sich bundesweite viele Ärzte. Grundsätzlich hat das Land Niedersachsen aber nicht die Möglichkeit, Ärzte dazu anzuweisen, auch Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren Booster-Impfungen anzubieten.

Corona-Auffrischungsimpfung: Fast die Hälfte aller Menschen in Niedersachsen hat bereits die Booster-Impfung erhalten

„Diese Freiheit der Ärztinnen und Ärzte ist selbstverständlich zu akzeptieren. Jugendliche und ihre Eltern, die sich für eine Auffrischungsimpfung entscheiden, sollten sich deshalb bei Ihrer Hausarztpraxis oder ihrem Landkreis oder kreisfreien Stadt informieren, ob es vor Ort Impfangebote für sie gibt“, heißt es in diesem Kontext von Daniela Behrens zu den Booster-Impfungen gegen Corona.

Gegenwärtig haben laut Angaben vom Robert Koch-Institut (RKI) bereits 44,7 Prozent der in Niedersachsen lebenden Menschen ihre Booster-Impfung erhalten. Das würde einem Anteil von mehr als 61 Prozent der Personen mit einer Grundimmunisierung durch eine abgeschlossene Impfserie inklusive Drittimpfung entsprechen. Die Drittimpfung ist vor allem im Zusammenhang mit Omikron eine wichtige Maßnahme, auch von nicht endgültig geklärt ist, ob die Booster-Impfung auch dauerhaft gegen die Corona-Variante schützt.

Knapp hinter der Spitze: Bei Booster-Impfungen gegen Corona liegt Niedersachsen bundesweit auf Platz 2

Mit Blick auf die Booster-Impfungen liegt Niedersachsen im bundesweiten Vergleich auf Platz 2. Besser steht nur das Saarland dar, wo fast jeder Zweite bereits die Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus erhalten hat. Wird auf die Gruppe der 12- bis 17-Jährigen geschaut, haben in Niedersachsen bereits 8,8 Prozent dieser Altersgruppe die Booster-Impfung erhalten. Im Ländervergleich bedeutet dies Platz 3.

Dennoch steigen die Inzidenz-Zahlen in Niedersachsen deutlich an. Jüngst warnte die WHO davor, den milden Verlauf von Omikron nicht zu unterschätzen. Auch, wenn Virologe Hendrik Streeck vorsichtig optimistisch über ein Corona-Ende äußerte. Die Weltgesundheitsorganisation erinnerte daran, dass die Corona-Variante Omikron Menschen töte. Derweil hat Omikron die Delta-Mutation als bestimmende Corona-Variante seit Anfang der Woche in Niedersachsen abgelöst.

Booster-Impfung in Niedersachsen: Angebote zur Auffrischungsimpfung bei den Kommunen und Landkreisen nachschauen

Grundsätzlich bieten viele Landkreise sowie kreisfreie Städte Impftermine über das Impfportal von Niedersachsen unter www.impfportal.niedersachsen.de an. Wer weitere Informationen zur Schutzimpfung gegen das Coronavirus oder den Impfangeboten der Kommunen benötigt, findet diese unter www.impfen-schuetzen-testen.de. (Stand der Daten: 6. Januar 2022) * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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