Geimpft, genesen oder getestet

Corona und die 3G-Regel: Das gilt in Niedersachsen, Bremen und Hamburg

Niedersachsen hat ab Mittwoch eine neue Corona-Verordnung, Bremen lebt bereits mit der 3G-Regel und Hamburg führt die 2G-Regel ein. Was gilt im Norden?

Hannover/Bremen/Hamburg – Zugang nur für Geimpfte, Genesene und Geteste, oder doch nur für Geimpfte und Genesene? Nicht in allen Bundesländern ist der Umgang mit der vom Bund beschlossenen 3G-Regel derselbe. Während Bremen auf Zugang für Geimpfte, Genesene und Getestete setzt, will Hamburg in einigen Fällen nur 2G zuzulassen. Getestete haben somit zum Teil keinen Zutritt. In Niedersachsen gilt ab Mittwoch, 25. August eine komplett überarbeitete Corona-Verordnung, während die kostenlosen Bürgertests ab Oktober im ganzen Bundesgebiet Vergangenheit sein werden. Was gilt nun wo im Norden?

Krankheit:COVID-19
Krankheitserreger:SARS-CoV-2
Erster bekannter Fall:1. Dezember 2019
Erklärung zur Pandemie:11. März 2020

Niedersachsen hat seine neue Corona-Verordnung bereits vorgestellt, sie wird am Mittwoch in Kraft treten. Bremens aktuell gültige Corona-Verordnung tritt mit Ablauf des 30. August 2021 außer Kraft, wie es in dem offiziellen Schreiben heißt. Hamburgs Verordnung läuft mit dem am 31. August aus. Bis dahin soll auch in den beiden kleineren Bundesländern ein neuer Entwurf kommen. Ein Element, das sich aber sicher in allen drei Texten wiederfinden wird, ist die 3G-Regel.

Neue Corona-Regeln im Norden: Bund und Länder einigen sich auf Vorgehen ab einer Inzidenz von 35

Die 3G-Regel wurde beim Bund-Länder-Treffen am 10. August beschlossen, sie ist seit Anfang der Woche bundesweit gültig. Besuche in bestimmten Einrichtungen, gastronomische Angebote nutzen, Zugang zu Veranstaltungen oder die Inanspruchnahme körperlicher Dienstleistungen sind damit nur nach Vorlage eines Impf- oder Genesenen-Nachweises oder eines negativen Tests möglich.

Solange die Sieben-Tage-Inzidenz in einem Landkreis stabil unter 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern liegt, können die Länder die 3G-Regel ganz oder teilweise aussetzen.

Auszug aus dem Beschluss von Bund und Ländern zur 3G-Regel

Gelockert wird diese Regelung durch die Ergänzung: „Solange die Sieben-Tage-Inzidenz in einem Landkreis stabil unter 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern liegt, können die Länder die 3G-Regel ganz oder teilweise aussetzen.“ Niedersachsen und Hamburg haben ihren Umgang damit bereits erläutert und im Land Bremen greift die 3G-Regel bereits seit vergangener Woche aufgrund der Beschlüsse des Bund-Länder Treffens.

Corona-Regeln in Niedersachsen, Bremen und Hamburg: Zugang nur für Geimpfte, Genesene und Getestete?

Die Stadt Bremen hat bereits am vergangenen Mittwoch aufgrund steigender Inzidenzwerte die Corona-Regeln verschärft*, Bremerhaven folgte am Tag darauf. Seitdem haben ausschließlich vollständig Geimpfte, Genesene oder negativ Getestete Zugang zu bestimmten Einrichtungen, wie der Pressesprecher der Senatorin für Gesundheit am Dienstag zuvor mitteilte. Unter diesen Einrichtungen sind Gastronomie, Krankenhäuser, Kinos und Fitnessstudios. Betroffen ist also der Zugang zu Innenräumen. Die Bund-Länder-Entscheidung sieht vor, dass die 3G-Regel ab einem Inzidenzwert von 35 gilt. Wie Bremen dies in die neue Verordnung einarbeitet, wird sich zeigen.

Seit Beginn der Woche gilt die 3G-Regel ab einem Inzidenzwert von 35 im gesamten Bundesgebiet.

Niedersachsen hingegen hat die neue Landes-Verordnung am Dienstag, 24. August vorgestellt. 3G wird dort erst ab einem Inzidenzwert von 50 angewandt oder wenn die neu eingeführte Warnstufe 1* erreicht wird. Gültig ist sie dann beispielsweise ebenfalls für Gastronomie in Innenräumen, Beherbergungsstätten, oder für die „Entgegennahme körpernaher Dienstleistungen“, wie es in der Mittelung der Landesregierung heißt. Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) erklärte allerdings, dass es privaten Veranstaltern oder Betrieben freistünde, sich für eine 2G-Regel zu entscheiden. Demnach hätten nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt.

Private Einrichtungen und Veranstalter könnten sich für eine 2G-Regelung entscheiden, erklärte der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) zum Thema. „Öffentliche Einrichtungen sind an Grundrechte gebunden“, so Weil weiter.

Neue Corona-Regeln: Auch Hamburg stellt privaten Veranstaltern und Gastronomien die Entscheidung für 2G frei

In Hamburg geht man ähnlich vor. Veranstalter und auch Restaurantbetreiber können sich dort ebenfalls dazu entschließen, Ungeimpfte nicht einzulassen, also eine 2G-Regel* zu verfolgen. Diese Betriebe können dann mehr Gäste empfangen, müssen aber auch einige Regeln beachten. Das Konzept stellte die Landesregierung ebenfalls am Dienstag, 24. August vor. Auch ein Verfassungsrechtler hat sich mit der Zulässigkeit der 2G-Regel beschäftigt.*

Die Regel kann von den Betreibern bereits ab kommenden Samstag, 28. August umgesetzt werden. Der Inzidenzwert in Hamburg liegt aktuell bei 79. Wie das Land künftig bei der Beurteilung der Corona-Situation vorgehen wird, wird sich mit der Vorstellung der neuen Corona-Verordnung zeigen. Mit Material der dpa. * kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe / picture alliance / dpa

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