Grundimmunisierung sei ungenügend

Nach Johnson & Johnson: Diese Auffrischungs-Impfung wird jetzt empfohlen

Die Ständige Impfkommission empfiehlt inzwischen mit dem Vakzin von Johnson & Johnson Geimpften eine Auffrischungsimpfung. Die Grundimmunisierung sei ungenügend.

Berlin/Hannover/Bremen – Wer mit dem Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson geimpft wurde, sollte laut der Ständigen Impfkommission (Stiko) des Robert-Koch-Instituts (RKI) eine zusätzliche mRNA-Impfstoffdosis für einen besseren Schutz erhalten. Dies könne ab vier Wochen nach der Johnson & Johnson-Impfung erfolgen, so die Experten des RKI über die sogenannte Booster-Impfung.

Nach Johnson & Johnson: Das ist die Empfehlung der Stiko

Corona-ImpfstoffImpfstoff-Typ
Biontech/Pfizer (Comirnaty)mRNA
ModernamRNA
Astrazeneca (Vaxzevira)Vektor
Johnson & JohnsonVektor

Zur Begründung verwies die Stiko auf sogenannte Impfdurchbrüche: Im Verhältnis zur Zahl der verabreichten Dosen würden in Deutschland die meisten dieser Ansteckungen bei Geimpften mit Johnson & Johnson verzeichnet. Gegen die hierzulande vorherrschende Delta-Variante sei im Unterschied zu den anderen Corona-Impfstoffen die Wirksamkeit bei Johnson & Johnson vergleichsweise gering, hieß es. Die Stiko spricht letztlich von ungenügendem Impfschutz.

Nach Impfung mit Johnson & Johnson: 9858 Impfdurchbrüche bei 3,2 Millionen verabreichten Impfdosen

Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, hatte vor einiger Zeit betont, dass der Johnson & Johnson-Impfstoff vor einer schweren Corona-Erkrankung jedoch sehr wohl schützen könne. Denn, „ungenügender Impfschutz bedeutet nicht wirkungslos“, unterstreicht auch Detlef Haffke, Pressesprecher der Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN). Laut Haffke hat es bundesweit bereits 9858 Impfdurchbrüche bei 3,2 Millionen verabreichten Johnson & Johnson-Impfdosen gegeben. Hochgerechnet ist dies ein Anteil von 0,31 Prozent. Vor allen Dingen bei jüngeren Patienten seien mit Johnson & Johnson Impfdurchbrüche* zu beobachten.

Beim Impfstoff von Johnson & Johnson galt bislang eine Dosis als ausreichend für den vollen Impfschutz, während bei den anderen zugelassenen Impfstoffen zunächst zwei Spritzen verabreicht werden.

Wer mit dem Vektor-Impfstoff von Johnson & Johnson gegen das Coronavirus immunisiert wurde, sollte eine Auffrischungsimpfung mit einem mRNA-Vakzin vornehmen lassen. (Archivbild)

Bremerinnen und Bremer, die mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson geimpft wurden, können sich seit dieser Woche einen Impftermin für die Booster-Impfung holen. Bislang wurde der Vektorimpfstoff von Johnson & Johnson 42.000 Menschen im Land Bremen verabreicht, davon 20.000 Mal in einem Impfzentrum oder durch ein mobiles Impfteam.

Nach Impfung mit Johnson & Johnson: Land Bremen bietet Auffrischungsimpfung mit mRNA-Vakzin an

Um sich im Land Bremen die Auffrischungsimpfung abzuholen, gibt es verschiedene Möglichkeiten, teilt dazu das Gesundheitsressort mit. Unter www.impfzentrum.bremen.de gibt es eine Liste zur Registrierung, um eine Auffrisch-Impfung im Impfzentrum zu erhalten. Ab Montag, 25. Oktober 2021, finden die Auffrisch-Impfungen nicht mehr im Impfzentrum, sondern in einer der Impfstellen statt.

Bei den diversen Einsätzen der Impftrucks im gesamten Stadtgebiet können Auffrisch-Impfungen ohne vorherige Terminvereinbarung durchgeführt werden. Die Termine der Impftrucks sind unter www.bremen-gegen-corona.de/impfen zu finden. Die Termine der Impftrucks werden in den kommenden Wochen dahingehend geplant, dass Standorte verstärkt angefahren werden, an denen es eine große Zahl an Impfungen mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson gab. Auch bei niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sind Auffrisch-Impfungen möglich.

Das Land Niedersachsen hingegen hat den Betrieb sämtlicher Impfzentren bereits seit dem 1. Oktober 2021 eingestellt. Hier setzt man auf mobile Impfteams. Alle Niedersachsen, die einmal mit Impfstoff von Johnson & Johnson geimpft wurden, sollten sich deshalb mit einem Arzt oder einer Ärztin in Verbindung setzen und einen entsprechenden Termin vereinbaren, empfiehlt die Landesregierung.  * kreiszeitung.de und merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Wolfgang Kumm/dpa

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