Scharfe Maßnahmen zum Jahresanfang

Neujahr: Diese Corona-Regeln gelten im Januar 2022 in Niedersachsen

Bis weit in den Januar gelten in Niedersachsen verschärfte Corona-Regeln. (Symbolbild)
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Bis weit in den Januar gelten in Niedersachsen verschärfte Corona-Regeln. (Symbolbild)

Neujahrsruhe in Niedersachsen: Über Silvester bis ins neue Jahr gelten strenge Kontaktbeschränkungen und Feiern können nur unter Auflagen stattfinden. Ein Überblick.

Hannover – Die Weihnachtstage und der Jahreswechsel sind überstanden: Doch durch die anhaltende Corona-Pandemie in Deutschland wird auch der Jahresanfang durch verschärfte Regeln ausgebremst. Die neuartige Omikron-Virusvariante versetzt Experten und die Politik in Sorge – in Niedersachsen greift die Landesregierung um Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) auf einen harten Maßnahmenkatalog zurück, der über Silvester bis weit ins neue Jahr gelten wird. Während der sogenannten Weihnachtsruhe herrscht in Niedersachsen Warnstufe 3. 2G-Plus, Kontaktbeschränkungen und Böllerverbot: Welche Regeln genau an Silvester gelten, zeigt unser Überblick:

Silvester in Niedersachsen: Diese Corona-Regeln gelten

Deutsches Land:Niedersachsen
Fläche: 47.614 km²
Bevölkerung:7,982 Millionen (2019)
Hauptstadt:Hannover

Die Weihnachtruhe und Neujahrsruhe, die die niedersächsische Landesregierung ausgesprochen hat, gelten nach einer Verlängerung bis einschließlich zum 15. Januar. Die verschärften Corona-Regeln der Warnstufe 3 in Niedersachsen galten bereits ab Heiligabend, seit dem 27. Dezember greifen zudem schärfere Kontaktregeln, so sind private Zusammenkünfte oder Feiern nur noch mit bis zu zehn Personen erlaubt. Fans von Raketen und Böllern müssen auch in diesem Jahr mit deutlichen Einschränkungen leben: Silvester und Neujahr ist in Niedersachsen das Abbrennen von Feuerwerk auf belebten öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen untersagt. Zusätzlich hat der Bund ein Verkaufsverbot für Feuerwerkskörper verhängt.

Corona-Regeln in Niedersachsen: Kontaktbeschränkungen auch vor Geimpfte und Genesene

Die aktuellen Corona-Regeln in Niedersachsen sehen vor, dass sich bis einschließlich 15. Januar maximal zehn geimpfte und genesene Personen privat treffen dürfen. Ausgenommen von dieser Regeln sind Kinder bis zu 14 Jahren und Betreuungspersonen. Wie es in der aktuellsten Fassung der Corona-Verordnung für Niedersachsen heißt, seien die jetzigen Maßnahmen erforderlich, um vor einem Anstieg der Omikron-Fälle möglichst viele Booster-Impfungen verabreichen zu können und besser auf eine mögliche fünfte Corona-Welle vorbereitet zu sein.

Ministerpräsident Stephan Weil erklärte in einer Bekanntmachung der Landesregierung, dass aufgrund der Gefahr durch die Omikron-Virusvariante keine größeren Silvesterfeiern stattfinden dürften. „Die Zahl der Menschen, die, auch wenn sie geimpft sind, zusammen kommen dürfen, muss künftig auf zehn begrenzt sein. Das ist notwendig, weil wir sehen, dass Omikron auch in Deutschland angekommen ist“, sagte Weil am 23. Dezember. Ungeimpfte unterliegen noch deutlich strengeren Kontaktbeschränkungen: Sie dürfen sich nur mit dem eigenen Haushalt sowie zwei Personen eines anderen Haushaltes treffen. Auch hier sind Kinder unter 14 Jahren von den Regelungen ausgenommen.

Corona-Regeln über Silvester: Das gilt für Feiern und Veranstaltungen in Niedersachsen

Galten über die Weihnachtsfeiertage noch gelockerte Regeln für private Feiern, sieht die Warnstufe 3 in Niedersachsen nun vor, dass seit dem 27. Dezember bis einschließlich 15. Januar 2022 – damit auch über Silvester – maximal zehn geimpfte oder genesene Personen sich treffen dürfen. Menschen, die nicht geimpft sind, aber ein ärztliches Attest vorlegen oder wegen der Teilnahme an einer Studie nicht geimpft werden können, können trotz fehlender Impfung teilnehmen. Wie die Landesregierung verdeutlicht, bleibt eine private Feier auch dann begrenzt, wenn sie in einer angemieteten Räumlichkeit oder einer Gaststätte stattfindet.

Für sonstige Veranstaltungen in Niedersachsen gilt: Alle Teilnehmer müssen geimpft oder genesen und zusätzlich getestet sein. Menschen, die bereits eine Booster-Impfung erhalten haben oder nach einer vollständigen Impfung eine Durchbruchsinfektion hatten und genesen sind, sind von der zusätzlichen Testpflicht ausgenommen. Wenn Räumlichkeiten nur bis zu einer 70-prozentigen Auslastung gefüllt werden, besteht ebenfalls keine zusätzliche Testpflicht. Zudem muss auf genügend Abstand geachtet und eine FFP2-Maske getragen werden. Wie es in der Corona-Verordnung von Niedersachsen heißt, bleibt die Maskenpflicht auch im Sitzen bestehen.

Silvester in Niedersachsen: Tanzverbot und Teilnehmerbegrenzung auf 500 Personen

Da während der Weihnachtsruhe und Neujahrsruhe in Niedersachsen die Warnstufe 3 greift, sind Tanzveranstaltungen generell verboten. Das Gleiche gilt für Veranstaltungen mit mehr als 500 Teilnehmern und Messen. Anders als in früheren Corona-Verordnungen wird keine Unterscheidung zwischen Veranstaltungen im Innen- und Außenbereich gemacht: In beiden Fällen ist die maximale Teilnehmerzahl auf 500 begrenzt.

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Bei gastronomischen Angeboten und Restaurants haben generell nur geimpfte und genesene Personen mit negativem Test Zutritt. Ausgenommen von der Testpflicht sind erneut geboosterte Menschen und solche, die nach einer vollständigen Impfung eine Durchbruchsinfektion hatten. In Hotels gilt die gleiche Regelung. Hinzukommen allerdings zwei weitere negative Tests pro Woche. Clubs, Diskotheken und Weihnachtsmärkte bleiben geschlossen.

2G-Plus-Regel in Niedersachsen: Kapazitätsbegrenzungen bei Sportanlagen

Die 2G-Plus-Regel mit den bereits genannten Ausnahmen greift auch in Niedersachsens Sportanlagen. Gleichzeitig kommt eine Kapazitätsbegrenzung hinzu: Pro Sportler müssen mindestens zehn Quadratmeter zur Verfügung stehen. Während in den vergangenen Wochen über stärkere Beschränkungen im Einzelhandel diskutiert und unter anderem die 2G-Regel im Einzelhandel gekippt wurde, gilt weiterhin eine FFP2-Maskenpflicht in Geschäften. Die FFP2-Maske ist zudem bei körpernahen Dienstleistungen erforderlich. Hier greift zudem das 3G-Konzept, also geimpft, genesen oder negativ getestet.

Während sich durch die Warnstufe 3, beziehungsweise die Weihnachtruhe und Neujahrsruhe, viele Regeln in Niedersachsen verschärfen, gibt es keine Veränderung beim öffentlichen Nahverkehr: Für den Zeitraum bis zum 15. Januar bleibt es bei 3G im ÖPNV und eine FFP2-Maskenpflicht. *kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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