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Corona und Long Covid: Hundenasen sind besser als ein PCR-Test

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Von: Andree Wächter

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Spürhunde können Long-Covid-Patienten erkennen. Dies ist das Ergebnis einer Studie der Tierärztlichen Hochschule Hannover.

Hannover - Hunde können mit ihrer Nase eine Menge erschnüffeln. Darum werden sie auch als Spürhund beim Zoll oder bei der Suche nach Vermissten eingesetzt. Bekannt ist auch, dass medizinische Hunde Personen aufspüren können, die mit Corona infiziert sind. Neu ist, dass Corona-Spürhunde auch von Long-Covid-Patienten erkennen. Das berichtet ein Forschungsteam unter der Leitung der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo) im Journal „Frontiers in Medicine“.

BundeslandNiedersachsen
LandeshauptstadtHannover
HochschuleTierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo)
Internettiho-hannover.de

„Es ist bekannt, dass infektiöse Atemwegserkrankungen spezifische flüchtige organische Verbindungen freisetzen können“, sagte Holger Volk, Leiter der TiHo-Klinik für Kleintiere. Die Ergebnisse der Studie unterstützten die Hypothese, dass diese Verbindungen nach der Erstinfektion langfristig bei Long-Covid-Patienten vorhanden seien.

Bereits im Sommer 2020 hatten die TiHo-Forscher eine erste Studie über Spürhunde veröffentlicht, die auf das Erkennen von Corona-Infektionen trainiert worden waren. Sie konnten in Speichel- und Atemwegssekret-Proben Infizierte ermitteln. Wie eine Folgestudie ergab, sind auch Schweiß und Urin geeignetes Probenmaterial. Es gab auch schon Praxistests bei Konzerten.

Hunde schnuppern Corona, wenn der PCR-Test schon negativ ist

Nun stammten die Proben von Long-Covid-Patienten, die in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) behandelt wurden. Das Virus war bei ihnen nicht mehr per PCR-Test nachweisbar. Nach Angaben der TiHo-Virologin Claudia Schulz können die Spürhunde selbst Long-Covid-Erkrankungen identifizieren, wenn auch Antikörpertests keine Aussagen mehr über die Ursache einer Erkrankung treffen können. Die außergewöhnliche diagnostische Fähigkeit der Hunde ermögliche eine optimierte Behandlung der Betroffenen.

In verschiedenen Test-Szenarien konfrontierten die Wissenschaftler in der neuen Studie neun Corona-Spürhunde mit Proben von Corona-Infizierten, mit Long-Covid-Proben sowie mit Negativproben. Wurden den Hunden etwa Proben von Long-Covid-Patienten und zum Vergleich solche von Gesunden präsentiert, so erkannten sie in über 90 Prozent der Versuche die Patientenproben.

Ihre gute Nase lässt Hunde schnell versteckte Köder finden. Deshalb sollten Hundehalter ihre Vierbeiner an der Leine halten und genau beobachten, wenn sie irgendwo intensiv schnüffeln.
Die Supernase: An der Tierärztlichen Hochschule (TiHo) haben Forscher herausgefunden, dass Hundenasen Long-Covid-Patienten erkennen können. © Perrey

Hunde werden dem Forscherteam zufolge zunehmend zur Geruchserkennung in der Medizin eingesetzt. Sie seien in der Lage, zum Beispiel verschiedene Krebsarten, Malaria sowie einige bakterielle und virale Infektionen zu erkennen. Damit Spürhunde zuverlässig Corona-Infektionen von anderen Atemwegsinfektionen unterscheiden könnten, benötigt es viel Training und eine große Zahl an Proben viraler Atemwegsinfektionen. Nur so kann der Geruchssinn trainiert werden.

Hunde haben gegenüber dem Menschen deutlich mehr Riechzellen. In der Hundenase sind und 250 Millionen Riechzellen untergebracht. Zum Vergleich: Die Menschennase hat nur fünf Millionen. Warum die Hunde eine Corona-Erkrankung schnüffeln, ist nicht ganz klar. Vermutlich liegt eine Veränderungen in der Bio-Chemie des Menschen vor, so die These von der Seite Happyhunde.

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