Corona-Lockerungen

Einzelhandel: In diesen Landkreisen in Niedersachsen ist kein Test mehr nötig

Die Corona-Zahlen in Niedersachsen sinken weiter. In einigen Regionen sind nicht mal mehr Tests nötig, um in Geschäften einkaufen zu gehen.

Hannover – Seit Dienstag, 25. Mai, gilt eine angepasste Corona-Verordnung in Niedersachsen, die auf die sinkenden Inzidenzwerte reagiert. Konkret bedeutet das für Städte und Landkreise, deren Sieben-Tage-Inzidenzwert unter 50 liegt, dass kein negativer Covid-19-Test mehr vorgezeigt werden muss, um Geschäfte zu betreten.

Chef der Staatskanzlei:Jörg Mielke
Staatliche Ebene:Land
Stellung:Oberste Landesbehörde
Hauptsitz:Hannover

Am Freitag lag die Sieben-Tage-Inzidenz im landesweiten Durchschnitt in Niedersachsen bei 25,6 und ist damit weiter gesunken. In allen Landkreisen und Großstädten lag die Inzidenz unter 100. Die niedrigsten Inzidenzwerte verzeichneten die Landkreise Cuxhaven (6,1), Friesland (8,1) und Uelzen (8,7).

Landkreise und Städte in Niedersachsen mit einer stabilen 7-Tage-Inzidenz unter 50

In folgenden niedersächsischen Landkreisen und kreisfreien Städten lag die Sieben-Tag-Inzidenz stabil – das heißt an mindestens fünf Werktagen in Folge, ohne Sonn- und Feiertage – unter 50:

Landkreis oder Stadt7-Tage-Inzidenz am 28. Mai
LK Ammerland24,8
SK Braunschweig25,3
LK Celle16,2
LK Cuxhaven6,1
LK Emsland26,9
LK Friesland8,1
LK Goslar27,1
LK Göttingen19,9
LK Grafschaft Bentheim26,2
LK Hameln-Pyrmont17,5
LK Harburg16,1
LK Heidekreis19,2
LK Helmstedt16,4
LK Hildesheim22,8
LK Leer24,6
LK Lüchow-Dannenberg45,4
LK Lüneburg16,3
LK Nienburg (Weser)19,8
SK Oldenburg23,1
LK Osnabrück32,1
LK Osterholz19,3
LK Stade23,0
LK Uelzen8,7
LK Verden19,7
LK Wesermarsch15,8
SK Wilhelmshaven13,1

Landesregierung appelliert an Bürger, Schnelltests trotz aufgehobener Pflicht zu machen

Voraussetzung dafür, dass Lockerungen die an den Inzidenzwert 50 gebunden sind greifen, ist, dass der Wert an mindestens fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter dieser Grenze bleibt. Die Lockerungen werden zurückgenommen, sollte der Wert an drei aufeinanderfolgenden Tagen wieder über die 50 steigen. Dann gilt die Testpflicht wieder. In den Regionen des Landes, in denen der Wert von 50 bereits unterschritten wurde, sieht die Landesregierung zudem eine Rückkehr zum Regelbetrieb im Szenario A mit täglichem Schulbesuch im Präsenzunterricht vor. 

Die Testpflicht entfällt für Regionen mit einem Inzidenzwert unter 50. Die niedersächsische Landesregierung bittet dennoch darum die kostenlosen Schnelltests weiterhin zu nutzen, um Infektionen zu vermeiden. Insbesondere vor einem längeren Einkaufsbummel.

Diese Lockerung gilt jedoch nicht für den Besuch von Außengastronomie oder Museen. Begründet wird das von der Landesregierung mit der längeren Aufenthaltsdauer in gastronomischen Betrieben oder einem Museum. In Bremen ist der Besuch von Biergärten ohne Test bereits möglich. Auch appelliert die Landesregierung an die Bürger, trotz aufgehobener Verpflichtung einen kostenlosen Schnelltest zu machen, insbesondere vor einem längeren Einkaufsbummel. Dies könne dabei helfen, Infektionen frühzeitig zu erkennen und so eine Übertragung zu verhindern.

Einige Regionen liegen bereits unter einem Inzidenzwert von 35. Für diese Orte gilt, dass auch die Kapazitätsgrenze im Einzelhandel, die sich an den verfügbaren Quadratmetern orientiert, aufgehoben ist. Sämtliche Lockerungen müssen jedoch zunächst vom zuständigen Landkreis oder der zuständigen kreisfreien Stadt püer Allgemeinverfügung festgelegt werden.

Für die Niedersächsische Landesregierung ist die Beachtung der AHA-Regeln auch in den nächsten Monaten das Fundament des Infektionsschutzgesetzes

Mitteilung der Niedersächsischen Staatskanzlei

Nach viel Kritik an der Idee, sie aufzuheben, bleibt die Maskenpflicht im Einzelhandel nun doch bestehen. „Für die Niedersächsische Landesregierung ist die Beachtung der AHA-Regeln auch in den nächsten Monaten das Fundament des Infektionsschutzgesetzes“, heißt es dazu in einer Mitteilung der Niedersächsischen Staatskanzlei. Weitere Lockerungsschritte sollen vom 31. Mai an greifen. Der Stufenplan, der dies abhängig von den Inzidenzen im Detail regelt, soll dann in die Corona-Verordnung des Landes aufgenommen werden. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Der Artikel wurde am 28. Mai um 09:05 Uhr aktualisiert

Rubriklistenbild: © Axel Heimken / picture alliance / dpa

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