Wohnmobil oder Zelt

Wann öffnen Campingplätze wieder? Wohnmobil-Touristen kriegen Ansage

Seit die Reisewarnung für Mallorca aufgehoben wurde, fragen sich viele, wann wohl der Urlaub im Inland erlaubt wird. Wichtige Frage dabei: Wann wird Camping möglich sein?

Update vom 3. April: Regen Verkehr von Wohnmobil- und Zweitwohnungsbesitzern hat die Polizei am Samstag von der Nordseeküste gemeldet. „Viele Wohnmobil-Touristen hoffen, dass sie durchs Netz rutschen“, sagte ein Polizeisprecher in Cuxhaven. Tagestourismus ist coronabedingt verboten, Übernachtungen nicht gestattet. „Wir sprechen sie alle an und versuchen das Problem mit Augenmerk zu lösen.“

Besonders in den Kutterhäfen wie etwa Dorum-Neufeld, Spieka-Neufeld und Wremen treffen sich die Wohnmobilbesitzer. „Sie kriegen eine Ansage, denn Camper untereinander treten in Kontakt“, betonte der Sprecher. „Es geht darum, eine Pandemie zu bekämpfen. Sie sollen sich nicht anstecken und wir uns auch nicht.“ Bei Sonne und kühlen Temperaturen waren viele Spaziergänger unterwegs, auch am Zwischenahner Meer. Keinen großen Zulauf meldeten der Harz und die Lüneburger Heide. „Hier sind die Parkplätze nicht überlastet“, berichtete die Polizei in Goslar.

Verstärkte Polizei-Präsenz über Oster an Ausflugszielen

Die Polizei hatte angekündigt, über Ostern verstärkt an Ausflugszielen und in Naherholungsgebieten die geltenden Ansammlungsverbote zu kontrollieren. Zur Eindämmung der Corona-Pandemie sollten die Menschen nicht verreisen und zu Hause bleiben. Es werden mehr Beamte eingesetzt und die Einhaltung von Ausgangssperren, Ansammlungsverboten und Maskenpflicht verschärft kontrolliert und Verstöße geahndet. Dazu werden auch Kräfte der Ordnungsämter eingesetzt, hieß es.

Tagesausflüge könnten mitunter beschränkt werden. So werden etwa die Großparkplätze am Steinhuder Meer und die Badeinsel im See vom 2. bis 5. April gesperrt. Auch Einfahrten in den Ortskern von Steinhude werden beschränkt, wie die Stadt Wunstorf bekanntgab. (dpa)

Update vom 31. März: Trotz steigender Infektionszahlen in der Corona-Pandemie haben Campingplätze an der Nordseeküste ihre Tore für die ersten Dauercamper geöffnet. Auf den Plätzen in der Gemeinde Wangerland in Friesland, in Hooksiel und in Schillig, seien in den vergangenen Tagen jeweils 400 bis 500 Parzellen bereits von Dauercampern bezogen worden, sagte Ingo Kruse von der Wangerland Touristik-Gesellschaft. Das entspreche gut der Hälfte der Stellplätze - die übrigen sollen bis Ostern komplett belegt sein.

Um einen sicheren Aufenthalt zu gewährleisten, müssen Camper in der Gemeinde Wangerland bereits bei der Anreise einen negativen Corona-Test vorweisen und zur Kontaktnachverfolgung die Luca-App nutzen. Zudem gelte ein striktes Hygienekonzept, dessen Einhaltung auf den Campingplätzen auch kontrolliert werde, betonte Kruse. Touristische Übernachtungen sind laut niedersächsischer Corona-Verordnung auch zu Ostern weiterhin verboten. Dauercamper dürfen auf Plätzen in ihren Campingwagen allerdings übernachten. Zu den Osterfeiertagen erwarten Tourismusverbände, dass auch vermehrt Tagestouristen und Zweitwohnungsbesitzer an die Küste kommen werden.

Bitte verzichten Sie auf unnötige Reisen zur Insel sowie auf das Festland und verschieben Sie den geplanten Besuch von Freunden und Verwandten auf einen späteren Zeitpunkt!

Frank Ulrichs, Bürgermeister Norderney

Norderney kündigte Anfang der Woche bereits Kontrollen bei den Schiffsankünften auf der Insel an. Bürgermeister Frank Ulrichs rief in einer Mitteilung dazu auf, Tagesausflüge an die Küste zu vermeiden: „Auch wenn das Osterfest vor der Tür steht, mit dem wir alle Hoffnungen und Erwartungen auf Lockerungen und neue Freiheiten verbunden haben, appelliere ich an Sie: Bitte verzichten Sie auf unnötige Reisen zur Insel sowie auf das Festland und verschieben Sie den geplanten Besuch von Freunden und Verwandten auf einen späteren Zeitpunkt!“

Der Landkreis Cuxhaven untersagte in bestimmten Gebieten den Tagestourismus zu Ostern bereits ganz. Die Niedersächsische Landesregierung untersage mit einer aktuellen Corona-Verordnung weiterhin den Übernachtungstourismus sowie den Betrieb der Außengastronomie, heißt es in einem Informationsschreiben auf der Homepage der Stadt Cuxhaven. Jede Person solle zudem private Reisen einschließlich tagestouristische Ausflüge sowie private Besuche vermeiden. „Der Landkreis Cuxhaven nehme die Vorgaben des Landes in Absprache mit den Kreisgemeinden zum Anlass für eine Erweiterung und untersagt in bestimmten Gebieten seiner Region den Tagestourismus“, heißt es in der Mitteilung.

Nach Bund-Länder-Treffen: Tourismus im Land auch in den Osterferien nicht möglich

Update vom 23. März: Insgesamt hat es mehr als elf Stunden gedauert: Im Bund-Länder-Treffen einigten sich Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder auf eine Verlängerung des Lockdown bis zum 18. April, das weitgehende Herunterfahren des öffentlichen, privaten und wirtschaftlichen Lebens von Gründonnerstag bis Ostermontag und weitere Schritte im Handeln gegen das Coronavirus und, um die dritte Infektions-Welle zu brechen. Dazu gehörte auch das Thema Urlaub.

Tourismus im Inland wird auch in den Osterferien nicht möglich sein. Hotels und andere Beherbergungsbetriebe sollen für Urlauber geschlossen bleiben. Dieser Punkt sorgte in den Beratungen für besonders viel Ärger. Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz drangen darauf, ihren Bürgern Urlaub in Ferienwohnungen, Ferienhäusern, Appartements, Wohnwagen und Wohnmobilen möglich zu machen, sofern diese über eigene Sanitäreinrichtungen verfügen und auch das Essen in Eigenregie organisiert werden kann. Davon ist im Beschluss nichts mehr zu finden.

Kein Osterurlaub: Nachfrage auf Campingplätzen trotzdem hoch

Obwohl noch nicht klar ist, wann die Campingplätze öffnen dürfen, sind viele davon schon ausgebucht. „Vor allem bei den beliebtesten Campingplätzen ist die Nachfrage sehr hoch. Eine rechtzeitige Reservierung oder Buchung ist daher unbedingt erforderlich und es ist von spontanen Campingausflügen in der Hochsaison abzuraten“, weiß Maximilian Möhrle, Geschäftsführer des Reise- und Buchungsportals camping.info, der auch selbst viel mit seinem Wohnmobil unterwegs ist, aus Gesprächen mit zahlreichen Campingplatzbetreibern.

Eine von camping.info initiierte Umfrage unter 5000 Campingurlaubern hat das Reiseverhalten der letzten Jahre untersucht. Vor zwei Jahren sind noch 40 Prozent der Camper ohne vorherige Reservierung in den Campingurlaub gefahren. Aktuell sind es nur mehr 20 Prozent. Möhrle: „Erleichtert wird die frühzeitige Reservierung dadurch, dass derzeit viele Campingplätze besonders kulante Stornobedingungen anbieten.“ (dpa)

Ursprungsmeldung vom 16. März: Aktuell sieht es so aus, dass innerhalb Deutschlands zwar kein Reiseverbot gilt, Hotels und Ferienwohnungen dürfen jedoch keine Urlauber empfangen, es gilt ein Beherbergungsverbot für touristische Übernachtungen. Der Urlaub im Ausland ist möglich, jedoch müssen Reisende bei ihrer Rückkehr möglicherweise auf eine Quarantäne vorbereitet sein und einen Test machen. Sieht Urlaub im Inland daneben ansprechender aus? Die Tourismusbranche hat erst vor wenigen Tagen bei der Reisemesse ITB - in diesem Jahr nur online - über die Reisemöglichkeiten 2021 gesprochen.

Bundesland:Niedersachsen
Landeshauptstadt:Hannover
Einwohnerzahl:7.993.608 (31. Dezember 2019)
Regierungschef:Ministerpräsident Stephan Weil (SPD)

Was Hotels betrifft, glaubt die Tourismusbranche nicht an einen entspannten Osterurlaub, aber der Sommerurlaub scheint derzeit ein Hoffnungsschimmer zu sein. Da aber nicht genau eingeschätzt werden kann, wie die Lage dann sein wird, wird ein großes Interesse auch in diesem Jahr an Campingurlaub prognostiziert. Aber wann ist dieser wieder möglich?

Öffnung von Campingplätzen nicht in Lockerungen vorgesehen

Mit dem letzten Bund-Länder-Treffen Anfang März, bei dem über mögliche Lockerungsschritte beraten wurde, kam noch keine Erleichterung für die Betreiber von Campinplätzen und Fans vom Urlaub mit dem Wohnmobil. Der Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland krisitierte, „dass die Camping- und Wohnmobilstellplätze in den vorgelegten fünf Öffnungsschritten keine Berücksichtigung finden.“ Das sei für die Branche nicht nachvollziehbar und bringe den fünften Monat Stillstand für eine der sichersten Urlaubsformen mit sich.“ Verbandspräsident Gunter Riechey forderte von der Politik „eine Gleichbehandlung und fachlich-gerechte Auseinandersetzung mit unserer Branche.“

Beherbergungsverbot gilt auch auf Campingplätzen

Rund zehn Tage später wurde mit einem Wohnmobil-Korso in Düsseldorf Lockerungen der Corona-Maßnahmen gefordert. Mehr als 100 Wohnmobile kurvten dabei durch die Landeshauptstadt, wie die Polizei auf Anfrage mitteilte. Derzeit sieht es aber so aus, dass sich vor dem 28. März nichts ändern wird. Bis dahin gilt ein Beherbergungsverbot und das eben auch auf Campingplätzen und Stellplätzen für Wohnmobile. Für Dauercamper gelten allerdings anderen Regeln, da sie nicht als Touristen gelten.

Die nächsten Beratungen sind für den 22. März vorgesehen, dann wird sich auch entscheiden, ob ein kurzfristiger Osterurlaub mit der mobilen Unterkunft möglich ist oder nicht. Insgesamt sieht die Landesregierung die Chancen auf den Osterurlaub insgesamt schwinden. „Die Situation sieht nicht so aus, als ob wir das realisieren können“, sagte Pörksen. Die Zahl der Neuinfektionen und der Corona-Patienten auf den Intensivstationen steige. Es helfe auch nicht, Urlauber etwa vor dem Betreten der Fähren zu den Nordseeinseln zu testen: Selbst ein negatives Testergebnis in diesem Moment gebe keine Gewissheit, dass die Betroffenen sich nicht in den Tagen zuvor oder auf der Bahnfahrt haben. Mit Material der dpa.

Rubriklistenbild: © Urs Flueeler / picture alliance / dpa / KEYSTONE

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