Für 39 Millionen Euro: Ungenutzte Corona-Klinik in Hannover macht dicht

Auf dem Messegelände Hannover wurde ein Corona-Behelfskrankenhaus abgebaut. Genutzt wurde das Notfall-Krankenhaus allerdings nicht.
Hannover – Auf dem Messegelände in Hannover wird derzeit das zu Beginn der Corona-Krise eingerichtete Behelfskrankenhaus* wieder abgebaut. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, sollen die Arbeiten bis Ende September abgeschlossen sein. Laut einer Mitteilung des niedersächsischen Gesundheitsministeriums vom Montag sollen sich die Kosten für Einrichtung und Miete der Messehalle auf rund 39 Millionen Euro belaufen. Genutzt wurde das Notfall-Krankenhaus hingegen nicht.
| Virus: | Coronavirus, COVID-19 |
| Krankheitserreger: | SARS-CoV-2 |
| Vorkommen: | weltweit |
| Bisher in Deutschland zugelassene Impfstoffe: | Astrazeneca, Biontech/Pfizer, Moderna, Johnson & Johnson |
Corona-Klinik in Hannover wird abgebaut: Krankenhaus musste nie in Betrieb genommen werden
Die mit 485 Betten ausgestattete Klinik war für Patienten mit einem leichten bis mittelschweren Corona-Verlauf konzipiert. Sie sollte im Falle einer Überlastung der regulären Kliniken in Betrieb genommen werden. Glücklicherweise wurde dies allerdings nie erforderlich, denn derzeit ist der bundesweite Inzidenzwert so niedrig wie seit August 2020 nicht mehr.
Die Klinik war in Niedersachsen das einzige Corona-Behelfskrankenhaus, Pläne für weitere solche Kliniken wurden mangels Bedarf nicht umgesetzt. Das Inventar soll soweit möglich in anderen Krankenhäusern verwendet werden, wie die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ berichtet.
Dazu gehören laut dem Bericht Beatmungsgeräte und zwei Computertomografen, die die Region Hannover für 1,3 Millionen Euro angeschafft hatte. Zum größeren Teil ungenutzt blieben in der Corona-Krise auch die zusätzlichen Bettenkapazitäten, die mit den Freiräumen von Reha-Kliniken für gewöhnliche, nicht vom Coronavirus betroffene Patienten geschaffen wurden. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.