Pandemie in Deutschland

Corona aktuell für Niedersachsen: Inzidenz steigt – Booster-Impfung begehrt

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Niedersachsen bei 206,3. Der Landtag will am Dienstag weitere Maßnahmen gegen das Coronavirus beschließen.

Hannover – Wie geht es weiter in der Corona-Pandemie? Während der Landtag in Niedersachsen am Dienstag über den weiteren Corona-Kurs im Land entscheiden will, kündigt sich auf Bundesebene bereits der nächste Bund-Länder-Gipfel an – weitere Verschärfungen stehen im Raum. Die Ministerpräsidenten wollen am Donnerstag über das weitere Vorgehen beraten und im Anschluss den wohl neugewählten Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) informieren. Indes steigt die Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen deutlich: Das Land bezifferte am Dienstag, 7. Dezember 2021 auf die Inzidenz auf 206,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen. Am Montag lag er noch bei 204,6.

Deutsches Land:Niedersachsen
Fläche: 47.614 km²
Bevölkerung:7,982 Millionen (2019)
Hauptstadt:Hannover

Weiterhin stark von der Pandemie betroffen sind laut den RKI-Zahlen die Landkreise Cloppenburg (327,9), Osnabrück (283,2), Gifhorn (296,2) und Wolfenbüttel (262,2). Auch die Stadtkreise Salzgitter (274,4) und Wolfsburg (264,9) weisen im landesweiten Vergleich hohe Inzidenzen auf. Im Landkreis Holzminden – zuletzt immer mit Inzidenzwerten unter 100 aufgefallen – stiegen die Corona-Fallzahlen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen sprunghaft auf 132,5 an. Ministerpräsident Stephan Weil sprach sich derweil für deutliche Verschärfungen in der Corona-Verordnung aus. Einzig der Landkreis Stade blieb mit 97,4 unter der 100er-Marke.

Corona aktuell: Hospitalisierungsrate in Niedersachsen leicht rückläufig

Die Hospitalisierungsrate, die als Leitindikator für weitere Maßnahmen im Bundesland gilt, lag am Dienstag bei 5,9 (Vortag: 5,9). Der Wert bildet alle Neuaufnahmen von Covid-Patienten in den niedersächsischen Krankenhäusern pro 100.000 Einwohner ab. Die Belegung der Intensivbetten – ein weiterer wichtiger Indikator – stieg hingegen von 10,5 Prozent am Montag auf 10,6 am Dienstag an. Damit übersteigt ein weiterer Indikator die Schwelle zur Warnstufe 2.

Die Nachfrage nach Auffrischungsimpfungen in Deutschland und Niedersachsen steigt weiter an. (Symbolbild)

2G-Plus, Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte, mehr Booster-Impfungen: Die Regeln, die Bund und Länder vereinbart haben, um die vierte Welle zu brechen, haben erneut großen Einfluss auf das öffentliche Leben. Trotz sinkender Inzidenz in ganz Deutschland, warnten in den vergangenen Tage vermehrt Experten, von einer echten Trendwende zu sprechen. In Niedersachsen gelten derweil schon verschärfte Regeln.

Corona aktuell: Nachfrage nach Booster-Impfungen in Niedersachsen hoch

Wie aus einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur hervorgeht, nahmen indes in den vergangenen Wochen die Corona-Schutzimpfungen in niedersächsischen Arztpraxen deutlich zu. Wie Detlef Haffke, Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN), sagte, waren es in der vergangenen Woche etwa 393.000 Menschen. Mit 330.000 waren ein Großteil Auffrischungsimpfungen. In der Woche zuvor waren es den Angaben zufolge insgesamt rund 290.000 Corona-Schutzimpfungen in Arztpraxen, die Woche davor rund 180.000.

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Vor dem Hintergrund der veränderten 2G-Plus-Regel in Niedersachsen würden Arztpraxen verstärkt Anfragen von Menschen bekommen, die eine Auffrischungsimpfung wollten. Der Bundestag will indes über eine Impfpflicht ab Februar 2022 entscheiden. Arztpraxen würden verstärkt darauf hinwirken, dass die Booster-Impfung fünf oder sechs Monaten nach der zurückliegenden Impfung verabreicht wird, erklärt Haffke. Für den Einzelhandel drohen derweil 2G oder 2G Plus.

Corona in Deutschland: Sieben-Tage-Inzidenz sinkt deutlich

Während die Inzidenz in Niedersachsen bei 196 liegt, ist die Lage in Deutschland weiter alarmierend. Zwar sank die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz leicht und beträgt am Dienstagmorgen 432,2 (Vortag: 441,9) laut RKI-Zahlen. Dennoch gehen Experten weiterhin davon aus, dass es derzeit zu einer merklichen Untererfassung der Covid-19-Infektionen kommt. Demnach würden Gesundheitsämter und Kliniken mit der Meldung von Fällen nicht mehr hinterherkommen

Stand 06:51 Uhr registrierte das RKI 36.059 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Vor einer Woche waren es 45.753 erfasste Ansteckungen. Binnen 24 Stunden wurden 399 weitere Todesfälle (Vorwoche: 388) verzeichnet. Insgesamt stieg die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit Sars-CoV-2 seit Beginn der Pandemie auf 6.222.020 Fälle. Bundesweit liegt die Hospitalisierungsrate bei 5,32 (Vortag: 5,52). Insgesamt wird die Zahl der Genesenen auf 5.170.400 geschätzt. Seit Beginn der Pandemie sind in Deutschland 103.520 Menschen an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben. (mit Material der dpa) * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Jan Woitas/dpa

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