Beliebtestes Zahlungsmittel

Corona-Infektion: Ansteckung mit Covid-19 über Bargeld?

Weiterhin zahlen viele Menschen in Deutschland mit Bargeld statt Karte. Doch wird es zunehmend weniger. Corona-Pandemie trägt hierzu bei. Die Hintergründe.

Hannover – Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit einer Corona-Infektion durch Bargeld? Denn immer noch zahlen viele Bürgerinnen und Bürger am liebsten mit Bargeld. Das geht aus einer Studie des Kölner Handelsforschungsinstituts EHI hervor. Angesichts der Delta-Variante und immer häufiger auftretenden Mutationen wie C.1.2. und Lambda fällt auch das Risiko einer Infektion bei vielen Dingen höher aus. Denn viele dieser Varianten verbreiten sich deutlich schneller. Ist die Giro-Karte also sicherer?

InstitutionEHI Retail Institute e. V.
SitzKöln
Gründung1989
Mitglieder770 Mitglieder

Expertinnen und Experten in Deutschland sagen überwiegend nein. Robert Koch-Institut-Virologe Christian Drosten sagte dazu bereits nach Ausbruch der Corona-Pandemie in einem NDR-Podcast: „Das auf dem Geldstück klebende Virus würde ich mal weitgehend vergessen“.

Der Grund: Sowohl Covid als auch Influenza seien sogenannte behüllte Viren. Gegen Eintrocknung seien diese extrem empfindlich. Eine Infektion geschehe dabei vor allem über den Rachen „und wir stecken uns den Finger nicht in den Hals“, so Drosten.

Corona-Infektion über Bargeld: 45 Prozent zahlen am liebsten noch mit Scheinen und Münzen

Wäre es anders, hätte Deutschland wohl ein noch viel stärkeres Problem durch Corona. Denn laut der Umfrage des EHI gaben 45 Prozent aller Befragten an, an der Kasse am liebsten mit Bargeld zu zahlen. Dennoch wird die Girokarte seit Beginn der Corona-Pandemie immer häufiger genutzt.

Kann man sich über Bargeld mit dem Corona-Virus infzieren?

Im ersten Halbjahr 2021 verzeichnete die Girokarte demnach einen Anstieg bei den Transaktionen um 4,7 Prozent auf 2,59 Milliarden, wie Euro Kartensysteme, ein Gemeinschaftsunternehmen der deutschen Banken und Sparkassen, mitgeteilt hatte.

Im ersten Jahr der Pandemie wurde 2020 jeder dritte Einkauf im stationären Handel per Karte bezahlt. Gemessen am Umsatz lag der Anteil sogar bei 56 Prozent. Besonders Girokarten wurden demnach häufiger eingesetzt als vor der Krise.

EU plant Bargeld-Obergrenze

Der Trend werde sich voraussichtlich wohl fortsetzten. Denn auch die EU plant eine Obergrenze für Bargeldzahlungen von 10.000. Dadurch soll es etwa Kriminellen schwerer gemacht werden, Schwarzgeld zu waschen. Auch Niedersachsens Innenminister fordert eine Bargeldgrenze.

Im Europavergleich zahlen Deutsche jedoch immer noch lieber mit Bargeld als in anderen Ländern. Im Euroraum hat die Corona-Krise dem Bezahlen ohne Scheine einen großen Schub verliehen. Laut der Europäischen Zentralbank wurden 2020 rund 102 Milliarden Euro bargeldlos abgewickelt, im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 98 Milliarden.

Der Gesamtwert aller Transaktionen stieg gegenüber dem Vorjahr um 8,7 Prozent. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © dpa/Lino Mirgeler

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