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Corona in Niedersachsen: Kürzere Isolationspflicht wohl schon diese Woche

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Von: Yannick Hanke

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Jetzt könnte es ganz schnell gehen: Die Isolationspflicht soll deutlich verkürzt werden, auch in Niedersachsen. Indes spricht das RKI eine Empfehlung aus.

Hannover – Nun kommt es bei den Corona-Regeln Schlag auf Schlag. Oder besser gesagt: es folgt Lockerung auf Lockerung. Denn die vorgeschriebene Dauer der Isolation für Corona-Positive soll deutlich verkürzt werden. Ein Schritt, der voraussichtlich bis Ende der ersten Maiwoche 2022 erfolgt sein soll. Die neuen Leit- und Richtlinien vom Robert Koch-Institut (RKI) will auch Niedersachsen befolgen, berichtet der NDR.

Isolationspflicht nach Corona-Infektion wird von zehn auf fünf Tage verkürzt

Das RKI mit Sitz in Berlin sieht in seinen neuen Vorgaben vor, dass die Isolation für Corona-Infizierte bundesweit regulär bereits nach fünf Tagen enden kann. Das wäre eine Halbierung der Dauer, bislang beläuft sich der Zeitraum der Isolation nach einem positiven Corona-Ergebnis nämlich auf zehn Tage.

Links sind zwei Corona-Schnelltests platziert, einer zeigt ein positives Ergebnis an. Im Hintergrund ist eine Frau zu sehen, die aus dem Fenster schaut.
Die Isolationspflicht nach einer Corona-Infektion wird von zehn auf fünf Tage verkürzt. Niedersachsen will seine Absonderungsverordnung dementsprechend anpassen. (kreiszeitung.de-Montage) © Sebastian Gollnow/Fabian Sommer/dpa

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte in diesem Kontext bereits gesagt, dass die Pflicht, sich nach der Isolation freizutesten, entfallen soll. Ein negativer Corona-Test werde allerdings empfohlen. Lauterbach spricht von einer „Lösung mit Augenmaß“ und weiß auch zu begründen, warum die Isolationspflicht nun deutlich verkürzt wird.

Verkürzte Isolationspflicht nach Corona-Infektion wird durch kürzere Krankheitsverläufe mit Omikron BA.2 begründet

Der Gesundheitsminister sagt, dass auf Basis kürzerer Krankheitsverläufe durch die in Deutschland dominierende Omikron-Variante BA.2 die Isolation auf nun fünf Tage verkürzt werden kann. Dies würde die Abkehr von den zehntägigen Absonderungen darstellen, die mit einem negativen Corona-Test nach sieben Tagen wieder beendet werden konnten.

Eine Isolation nach einem positiven Corona-Befund soll weiterhin von den Gesundheitsämtern angeordnet werden. Darauf verweist nicht zuletzt Karl Lauterbach. Wie die Empfehlungen vom RKI und vom Bundesgesundheitsministerium konkret umgesetzt werden sollen, ist schlussendlich die Angelegenheit der Länder. Dessen ist sich auch die Politik in Niedersachsen bewusst.

Corona in Niedersachsen: Bundesland will Absonderungsverordnung anpassen

Erst Ende April 2022 hatte Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) gesagt, dass sie damit rechne, dass die verkürzte Isolationsregel in der Woche darauf in Kraft treten könne. Die entsprechende Absonderungsverordnung für Niedersachsen soll im nächsten Schritt angepasst werden, sobald die offiziellen Empfehlungen vorliegen.

Mitte April 2022 wurde die zehntägige Isolationspflicht in Niedersachsen zunächst bis Ende des Monats verlängert. Ein Schritt, der vor allem mit Blick auf den Schutz der älteren und vulnerablen Bevölkerung vorgenommen wurde. Generell verwies die eine Corona-Bilanz ziehende Gesundheitsministern Daniela Behrens darauf, dass sich ihr Bundesland weiterhin in einer Phase der Pandemie mit einem hochinfektiösen und gefährlichen Virus befinde, weshalb auch Niedersachsen sich bereits auf die vierte Impfung für alle im Herbst 2022 einstellt.

Isolationspflicht nach Corona-Infektion wird angepasst – Pflicht zum Freitesten bleibt fürs Personal im Gesundheitswesen bestehen

Das weiß natürlich auch Gesundheitsminister Karl Lauterbach, der erneut den Bogen zur angepassten Isolationspflicht spannt. Ein Freitesten soll für infiziertes Personal im Gesundheitswesen, wo auch die einrichtungsbezogene Impfpflicht greift, weiterhin verpflichtend sein – bundesweit, und somit auch in Niedersachsen.

Auch die Sinnhaftigkeit der Isolation nach einem positiven Corona-Befund weiß Lauterbach zu unterstreichen. Denn wenn ein Infizierter auf Menschen zugehe, „dann gefährdet er de facto ihr Leben“, wird Lauterbach von „tagesschau.de“ zitiert. Dementsprechend bleibt die Isolationspflicht bestehen – in deutlich verkürzter Form. Im Mai 2022 ergeben sich aber auch noch bei anderen Corona-Regeln in Niedersachsen Änderungen.

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