Pandemie-Lage

Corona in Niedersachsen: Klinik-Einweisungen stehen kurz vor kritischem Level

Im Vordergrund ist das Landeswappen von Niedersachsen zu sehen. Im Hintergrund wird ein Corona-Infizierter auf einer Intensivstation behandelt.
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Die Hospitalisierungsinzidenz in Niedersachsen ist von Samstag, 20. November 2021, auf Sonntag, 21. November, erneut angestiegen. (kreiszeitung.de-Montage)

Schier unaufhaltsam steigt die Zahl der Klinik-Einweisungen von Covid-19-Patienten in Niedersachsen an. Das Corona-Infektionsgeschehen bleibt angespannt.

Hannover – Wie das Land Niedersachsen am Sonntag, 21. November 2021, mitteilt, ist die Hospitalisierungsinzidenz im nördlichen Bundesland erneut angestiegen – von 5,0 auf 5,3. Mit diesem Wert werden die Klinik-Einweisungen von Corona-Patienten beziffert. Oder anders formuliert: so viele Covid-Kranke pro 100.000 Einwohner in Niedersachsen kamen innerhalb der vergangenen sieben Tage ins Krankenhaus.

Deutsches Land:Niedersachsen
Fläche:47.614 km²
Bevölkerung:7,982 Millionen (2019)
Hauptstadt:Hannover

Corona in Niedersachsen: Hospitalisierungsinzidenz steigt auf 5,3 an – Inzidenz geht leicht zurück

7,4 Prozent der zur Verfügung stehenden Betten auf den Intensivstationen seien mit Covid-Patienten belegt. Tags zuvor belief sich dieser Wert noch auf 7,3. Darüber hinaus gestaltet sich auch das Corona-Infektionsgeschehen weiterhin als extrem angespannt. Die Sieben-Tage-Inzidenz für Niedersachsen bewegt sich aufgrund von drei Landkreisen über 300er-Inzidenz-Marke weiterhin im dreistelligen Bereich, doch sank dieser Wert von Samstag auf Sonntag leicht auf 159,6 ab.

So viele Menschen haben sich also pro 100.000 Einwohner und binnen sieben Tagen nach Daten vom Robert Koch-Institut (RKI) mit dem Coronavirus infiziert. Am Samstag lag dieser Wert noch bei 161,1. Zum Vergleich: In Niedersachsens Nachbarbundesland Bremen liegt der Wert am Sonntag, 21. November, bei 166,4. Und bundesweit ist gar mehr als das Doppelte zu verzeichnen – nämlich ein Wert von 372,7.

Krankenhaus-Einweisungen von Covid-19-Patienten als Corona-Leitindikator in Niedersachsen

Für die Bewertung der Corona-Situation sind in Niedersachsen die Krankenhaus-Einweisungen der maßgebliche Indikator, anhand dessen politische Entscheidungen gefällt werden. Zudem wird im Rahmen von verschiedenen Corona-Warnstufen agiert, die dann erreicht werden, wenn der Hospitalisierungswert die in der Corona-Verordnung festgelegten Schwellenwerte überschreitet.

Zudem muss auch mindestens einer der beiden weiteren Indikatoren, Neuinfizierte oder Intensivbetten, diesen Wert überschreiten. Beim besagten Leitindikator, der Hospitalisierungsrate, muss der konkrete Wert von 6,0 überschritten werden, damit möglicherweise die Warnstufe eins ausgerufen werden kann.

Teilweise nimmt dies das Land Niedersachsen, teilweise aber auch der Landkreis oder eine kreisfreie Stadt selbst vor. Voraussetzung ist jeweils, dass die Werte die Schwellen an fünf aufeinanderfolgenden Tagen übersteigen. Derweil prophezeit der Chef des Hamburger UKE, dass ein „Lockdown unausweichlich“* ist, wenn es mit Corona so weitergeht.

Neues Infektionsschutzgesetz legt strengere Corona-Regeln fest: 3G-Regel in Bussen und Bahnen

Abseits dieser qua Corona-Verordnung festgelegten Warnstufen und den damit verbundenen Maßnahmen, reagiert die niedersächsische Landesregierung auch noch mit weiteren Corona-Regeln auf das extreme Infektionsgeschehen. Diese haben eine vorerst unbefristete Dauer und sind ganz gleich, wie hoch beispielsweise die Sieben-Tage-Inzidenz ausfällt, einzuhalten.

Infolge der Verabschiedung des neuen Infektionsschutzgesetzes soll die 3G-Regel in Bussen und Bahnen bereits ab Mittwoch, 24. November, gelten. Darüber hatte zuvor die dpa berichtet. Das hätte zur Folge, dass der öffentliche Nahverkehr nur noch von denen genutzt werden kann, die entweder vollständig geimpft oder genesen sind oder aber einen negativen Test vorweisen können.

Diskussion über Einführung der 3G-Regel am Arbeitsplatz: Wer sich weigert, dem wird gekündigt

Für die Einführung der 3G-Regel am Arbeitsplatz hatte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) ebenfalls den 24. November als Stichtag genannt. Mit diesem Vorgehen sollen Beschäftigte besser geschützt werden. Geplant ist, dass Firmen die entsprechenden Nachweise auch täglich kontrollieren.

Wer aber keinen dieser Nachweise vorlegen kann oder will, dem könnte im schlimmsten Fall sogar die Kündigung drohen. Doch sind Unternehmen auch dazu angewiesen, Homeoffice zu erlauben, wo es möglich ist. Zudem sollen Beschäftigte und Besucher Pflegeheime, Kliniken und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen nur mit tagesaktuellem negativen Test betreten dürfen.

In diesem Fall spielt es auch keine Rolle, ob jemand bereits vollständig geimpft oder genesen ist. Denn die Testung wäre in diesem Szenario alternativlos. Immerhin: Sowohl geimpfte als auch genesene Beschäftigte können täglich Selbsttests machen oder eben zweimal pro Woche negative PCR-Tests vorlegen. * kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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