Pandemie-Lage

Corona in Niedersachsen: Fast 2000 Neuinfektionen – 2G als letztes Mittel?

Im Vordergrund weist ein Schild auf die Einhaltung der 2G-Regel hin. Im Hintergrund ist das Landeswappen von Niedersachsen hin.
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Die Corona-Zahlen in Niedersachsen bleiben weiterhin hoch. Hilft die flächendeckende Einführung der 2G-Regel bei der Bekämpfung der Pandemie? (kreiszeitung.de-Montage)

Erneut muss das Robert Koch-Institut (RKI) einen Anstieg der Corona-Neuinfektionen in Niedersachsen vermelden. Auch die Sieben-Tage-Inzidenz steigt erneut an.

Hannover – Am Dienstag, 23. November 2021, stellt sich die Corona-Lage in Niedersachsen weiterhin angespannt dar. Binnen 24 Stunden hat das Robert Koch-Institut (RKI) für Niedersachsen 1867 Neuinfektionen registriert. Das bedeutet einen Anstieg um 331 Corona-Infizierte im Vergleich zum Vortag – und einen Anstieg um 882 Corona-Infektionen mehr als vor einer Woche.

Deutsches Land:Niedersachsen
Fläche:47.614 km²
Bevölkerung:7,982 Millionen (2019)
Hauptstadt:Hannover

Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen liegt über Wert von 180 – 22 weitere Corona-Todesfälle zu beklagen

Zudem steigt die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.00 Einwohner in Niedersachsen von 174,3 auf 181,0 an. Eine Woche zuvor belief sich dieser Wert noch auf 132,8. Darüber hinaus verzeichnet das RKI 22 weitere Menschen im nördlichen Bundesland, die im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben sind.

Derweil wird händeringend nach Maßnahmen gesucht, um die Ausbreitung vom Coronavirus effektiv und möglichst zeitnah zu unterbinden. Besser gesagt: die entsprechenden Pandemie-Beschränkungen werden auf politischer Ebene bereits vorbereitet. Erst am Freitag, 19. November, hatte der Bundesrat nach tagelangem Streit das neue Infektionsschutzgesetz verabschiedet.

Bund und Länder verabschieden neues Infektionsschutzgesetz – Niedersachsen stellt neue Corona-Verordnung vor

Was bedeutet dies konkret für Niedersachsen? Die Landesregierung kann auf die Grundlage vom neuen Infektionsschutzgesetz seine eigene Corona-Verordnung anpassen – und letztendlich flächendeckend die 2G-Regel einführen. Dies soll „ab einem Hospitalisierungsgrad von 3“ erfolgen, hatte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) verlauten lassen.

Ein Schritt, der in Anbetracht der steigenden Corona-Infektionszahlen nur konsequent erscheint – und als unmittelbare Reaktion auf die enorme Auslastung der Intensivbetten mit Covid-19-Infizierten zu verstehen ist. Welche konkreten Corona-Regeln auf die Einwohner Niedersachsens zukommen, soll in einer Pressekonferenz am 23. November verkündet werden.

Länder einigen sich auf bundesweit einheitliche Stufen für Hospitalisierungsrate

Vorgestellt wird die neue Corona-Verordnung für Niedersachsen von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU), Gesundheitsministerin Daniela Behrens sowie Kultusminister Grant Hendrik Tonne (beide von der SPD). Mit besagter Verordnung werden die Corona-Beschlüsse der Bund-Länder-Konferenz aufgegriffen. Dies hatte die Niedersächsische Staatskanzlei bekannt gegeben.

Generell hatten sich die 16 Länderchefs, darunter Stephan Weil und Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD), auf bundesweit einheitliche Stufen für die Hospitalisierungsrate geeinigt. Die Schwellenwerte beim neuen Leitindikator zur Bewertung der pandemischen Lage sollen künftig bei 3, 6 und 9 liegen.

Wird der erste Schwellenwert der Hospitalisierungsrate überschritten, soll demnach die 2G-Regel gelten. Zudem ist ab der Corona-Warnstufe 2 auch 2G plus vorgesehen. Bedeutet: Unabhängig davon, ob Personen vollständig geimpft oder genesen sind, muss trotzdem ein negativer Test nachgewiesen werden. In Kraft treten soll die neue Corona-Verordnung für Niedersachsen bereits am Mittwoch, 24. November. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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