Pandemie-Lage verschlechtert sich

Corona in Niedersachsen: Belegung der Intensivbetten erreicht kritischen Wert

Die Corona-Infektionszahlen steigen bundesweit an. Auch Niedersachsen ist hiervon betroffen. Der wichtige Indikator „Intensivbettenbelegung“ erreicht kritischen Wert.

Hannover – Wie von kreiszeitung.de berichtet, hat sich die Corona-Lage in Niedersachsen am Sonntag, 31. Oktober 2021, erneut verschärft. Und das, obwohl eine hohe Impfquote vorliegt und rund 68 Prozent der Menschen im nördlichen Bundesland vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind (Stand der Daten vom RKI: 29. Oktober 2021). Zu allem Überfluss hat der wichtige Indikator der „Intensivbettenbelegung“ nun auch noch den Schwellenwert 5 erreicht.

Deutsches Land:Niedersachsen
Fläche:47.614 km²
Hauptstadt:Hannover
Bevölkerung:7,982 Millionen (2019)

Niedersachsens Corona-Lage: Indikator „Intensivbettenbelegung“ erreicht kritischen Schwellenwert

Zum Hintergrund: Mit diesem Indikator zur Bewertung der Corona-Pandemie wird ausgedrückt, wie viel Prozent der zur Verfügung stehenden Betten auf Intensivstationen mit Patienten belegt sind, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Wenn dieser Wert weiter ansteigt und fünf Prozent überschreitet, ist die erste Warnstufe erreicht.

Die Anzahl an Corona-Patienten auf den Intensivstationen in Niedersachsen steigt unaufhaltsam an. (Symbolbild)

Unter Berufung auf die Staatskanzlei Niedersachsen legt der NDR dar, wie sich die Auslastung der Intensivbetten mit Corona-Patienten innerhalb von einer Woche deutlich erhöht hat. Betrug der Wert am 25. Oktober noch vier Prozent, belief er sich am 31. Oktober bereits auf fünf Prozent. Ein weiterer Anstieg und damit das Erreichen der ersten Warnstufe sind nicht ausgeschlossen.

Zumal auch die Sieben-Tage-Inzidenz weiter angestiegen ist. Dieser Wert beläuft sich in Niedersachsen laut dem Robert Koch-Institut (RKI) am Montag, 1. November, auf 79,2 Corona-Neuinfektionen. Am Vortag lag der Wert noch bei 78,2. Insgesamt 265 Corona-Neuinfektionen vermeldet das RKI für Niedersachsen. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz beläuft sich auf 154,8.

Hospitalisierungsinzidenz als wichtigster Corona-Indikator in Niedersachsen: Wert steigt weiter an

Für das Land Niedersachsen ist der Indikator der „Hospitalisierungsinzidenz“ der wichtigste Wert, um die Pandemie-Lage zu bewerten und auf Basis dessen Entscheidungen zu treffen. Hiermit wird die Neuaufnahme von Corona-Infizierten in Kliniken pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen beziffert.

Am Sonntag, 31. Oktober, hatte dieser Wert bei 3,8 gelegen – Tendenz steigend. Sollte die Hospitalisierungsinzidenz an fünf aufeinander folgenden Tagen den Wert 6 überschreiten, wird die erste Warnstufe erreicht. Vorausgesetzt, dass entweder auch der Intensivbetten-Wert bei über 5 liegt oder die Sieben-Tage-Inzidenz den Wert von 35 überschreitet.

Im Falle der ersten Warnstufe können Behörden Einschränkungen im öffentlichen Leben vornehmen. Indes plädiert Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) für bundesweit einheitlich Corona-Regeln. Denn derzeit kann jede Landesregierung Pandemie-Entscheidungen autonom treffen.

Bedeutung der Corona-Warnstufen: Regierung fährt harten Kurs und greift auf 2G- und 3G-Regel zurück

Generell hätte das Ausrufen einer landesweiten Corona-Warnstufe eine Verschärfung der Corona-Regeln zur Folge. In diesem Szenario würde das Gesundheitsministerium eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen. Bei der Warnstufe 1 gilt in geschlossen Räumen die vielerorts praktizierte 3G-Regel.

Doch obliegt es beispielsweise Gastronomen, Kulturveranstaltern oder Friseursalons, nur noch Geimpften und Genesenen den Zutritt zu gewähren. In diesem Fall wird auf die 2G-Regel zurückgegriffen. Demgegenüber steht die Warnstufe 2, im Rahmen dessen die 2G-Regel zur Pflicht für die Innenräume von Restaurants und Cafés wird. Wird die Warnstufe 3 erreicht, gilt dies auch für Indoor-Veranstaltungen. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Bodo Schackow/dpa

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