Niedersachsen weitet Terminvergabe aus

Corona-Impfungen: Diese Gruppen dürfen sich seit Montag für einen Termin anmelden

Am Montag hat Niedersachsen die Terminvergabe für alle Menschen aus der Impfgruppe 3 geöffnet. Das sind die nächsten Stufen bei der Impfpriorisierung.

Hannover – Niedersachsen erweitert seine Impfkampagne gegen das Coronavirus. Nachdem Anfang Mai die Terminvergabe für bestimmte Berufs- und Personengruppen wie Feuerwehrleute und hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kinder- und Jugendhilfe geöffnet wurde, erfolgt nun der nächste Schritt. Seit Montag, 10. Mai dürfen sich alle Niedersachsinnen und Niedersachsen aus der Prioritätsgruppe 3 für einen Termin in einem Impfzentrum anmelden.

Zur Prioritätsgruppe 3 gehören alle über 60-Jährigen, außerdem Personen mit bestimmten Vorerkrankungen, bis zu zwei enge Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen sowie Menschen, bei denen ein deutlich erhöhtes Risiko einer Corona-Infektion besteht.

Laut Gesundheitsministerin Daniela Behrens soll die Impfpriorisierung im Juni voraussichtlich aufgehoben werden.

Corona-Impftermine: Ausweitung der Impfkampagne in drei Schritten

Die Anmeldung für einen Corona-Impftermin erfolgt im Online-Impfportal des Landes sowie unter 0800 9988665. Aufgrund des zu erwartenden hohen Anrufaufkommens empfiehlt das niedersächsische Gesundheitsministerium, vor allem das Onlineportal zu nutzen.

Die Erweiterung der Corona-Impfkampagne ist in drei Stufen geregelt:

Ab 10. Mai:

  • 60 Jahre und älter für alle Impfstoffe.
  • Personen mit folgenden Erkrankungen:
  • behandlungsfreie in Remission befindliche Krebserkrankungen,
  • Immundefizienz oder HIV-Infektion,
  • Autoimmunerkrankungen,
  • rheumatologische Erkrankungen,
  • Herzinsuffizienz, Arrhythmie, Vorhofflimmern, koronare Herzkrankheit, arterielle Hypertonie,
  • Zerebrovaskuläre Erkrankungen, Schlaganfall und andere chronische neurologische Erkrankungen,
  • Asthma bronchiale,
  • chronisch entzündliche Darmerkrankung,
  • Diabetes mellitus ohne Komplikationen,
  • Adipositas (BMI über 30).
  • Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht.
  • Personen, bei denen aufgrund ihrer Arbeits- oder Lebensumstände ein deutlich erhöhtes Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht.
  • Bis zu zwei enge Kontaktpersonen von pflegebedürftigen Personen, die nicht in einer Einrichtung leben und zudem über 60 Jahre alt sind oder eine der vorgenannten Erkrankungen haben.

Ab 17. Mai:

  • Tätige im Lebensmitteleinzelhandel.
  • Mitglieder von Verfassungsorgangen.
  • In relevanter Position Tätige bei Verfassungsorganen, Regierungen, Verwaltungen, Polizei, Zoll, Katastrophenschutz, THW, Hilfsorganisationen, Justiz und Rechtspflege, Medien- und Pressewesen.
  • In relevanter Position Tätige bei Auslandvertretungen, politische Stiftungen oder Organisationen und Einrichtungen mit Sitz in Deutschland in den Bereichen: Krisenprävention, Stabilisierung, Konfliktnachsorge, Entwicklungszusammenarbeit oder auswärtige Kultur- und Bildungspolitik oder als deutsche Staatsangehörige in internationalen Organisationen.

Ab 31. Mai:

  • Personen, die an Hochschulen tätig sind.
  • Wahlhelferinnen und -helfer.
  • In besonders relevanter Position Tätige in KRITIS Unternehmen, insbesondere: Apothekenwesen, Pharmawirtschaft, Bestattungswesen, Ernährungswirtschaft, Ver- und Entsorgung, Transport- und Verkehrswesen, Informationstechnik und Telekommunikationswesen.
  • Tätige in med. Einrichtungen, insbesondere in Laboren ohne Patientenbezug.

Corona-Impfungen durch Betriebsärzte: Ab Montag Modellprojekt in fünf Unternehmen

Ebenfalls am 10. Mai startet in Niedersachsen ein Modellprojekt für Schutzimpfungen in Betrieben. Mit dabei sind fünf Unternehmen: Volkswagen in Wolfsburg, Rossmann, Rewe und der Stahlkonzern Salzgitter in Hannover* sowie das Pharmaunternehmen Sartorius in Göttingen. Ab dem 7. Juni werden Betriebsärztinnen und -ärzte flächendeckend in die Impfkampagne einbezogen.

Unterdessen hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn angekündigt, dass die Priorisierung von Astrazeneca vollständig aufgehoben wird. * kreiszeitung.de, nordbuzz.de und merkur.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Wolfgang Kumm

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Wales siegt dank Bale und Ramsey - Türkei vor Turnier-Aus

Wales siegt dank Bale und Ramsey - Türkei vor Turnier-Aus

Biden und Putin gehen beim Gipfel in Genf aufeinander zu

Biden und Putin gehen beim Gipfel in Genf aufeinander zu

Leidenschaft reicht nicht: Fehlstart nach Hummels-Eigentor

Leidenschaft reicht nicht: Fehlstart nach Hummels-Eigentor

Bescheidener Auftritt: DFB-Frauen nur 0:0 gegen Chile

Bescheidener Auftritt: DFB-Frauen nur 0:0 gegen Chile

Meistgelesene Artikel

Niedersachsen: Corona-Lockerungen könnten früher als erwartet kommen

Niedersachsen: Corona-Lockerungen könnten früher als erwartet kommen

Niedersachsen: Corona-Lockerungen könnten früher als erwartet kommen
Niedersachsen: Mann stirbt bei Arbeitsunfall durch Heuballen

Niedersachsen: Mann stirbt bei Arbeitsunfall durch Heuballen

Niedersachsen: Mann stirbt bei Arbeitsunfall durch Heuballen
Neue Corona-Verordnung: So will Niedersachsen die Maskenpflicht lockern

Neue Corona-Verordnung: So will Niedersachsen die Maskenpflicht lockern

Neue Corona-Verordnung: So will Niedersachsen die Maskenpflicht lockern
Wacken 2021: Festival findet doch statt

Wacken 2021: Festival findet doch statt

Wacken 2021: Festival findet doch statt

Kommentare