Corona-Pandemie

Gefälschte Impfpässe im Umlauf: Polizei warnt vor Betrügern

Das Landeskriminalamt Niedersachsen warnt vor gefälschten Impfpässe. Der Besitz, die Herstellung und der Handel können erhebliche Strafen nach sich ziehen.

Hannover (Niedersachsen*) – Das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen in Hannover warnt vor gefälschten Impfpässen. „Das Herstellen und Vertreiben, aber auch die Nutzung solcher gefälschten Impfpässe ist strafbar“, so Sprecherin Antje Heilmann. Grund für die Warnung: In den vergangenen Wochen seien auch in Niedersachsen erste Fälle festgestellt worden.

Stadt in Niedersachsen:Hannover
Fläche:204,14 Quadratkilometer
Einwohner:536.925 (Stand: 31. Dezember 2019)
Vorwahl:0511
Oberbürgermeister:Belit Onay (Bündnis 90/Die Grünen)

Bereits im April war im Landkreis Goslar ein Fall publik geworden, berichtet das LKA. Dabei hatte eine Ärztin bei einem Koma-Patienten blanko Impfausweise, Impfersatzformulare, eine Ersatzbescheinigung sowie Bögen mit Chargennummern gefunden. Gegen den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Urkundenfälschung eingeleitet.

Warnung vor gefälschten Impfpässen: Preise sollen zwischen 99 Euro und 250 Euro liegen

Doch das ist noch nicht alles: Über den Messenger-Dienst Telegram sollen laut LKA Originalimpfpässe mit Stempel, Sticker und Unterschrift angeboten werden. Die Preise sollen dafür laut LKA zwischen 99 Euro und 250 Euro liegen. Dabei werden alle größeren Städte als Impförtlichkeiten angeboten und beworben.

Das LKA Niedersachsen warnt vor gefälschten Impfpässen. Sowohl die Nutzung als auch die Herstellung können Ermittlungsverfahren nach sich ziehen. (Symbolbild)

Das LKA Niedersachsen weist in einer Pressemitteilung explizit darauf hin, dass nicht nur das Herstellen und Vertreiben, sondern auch die Nutzung solcher gefälschten Impfpässe strafbar ist. Entsprechende Ermittlungsverfahren (Urkundenfälschung, Betrug) werden beim Bekanntwerden umgehend eingeleitet.

Eine originale Impfbestätigung erfolgt derzeit nur über einen Impfpass oder eine bundeseinheitliche Ersatzbescheinigung. Beide sind mit dem Impfstoffaufkleber, einem Stempel des Impfzentrums und der Unterschrift des behandelnden Arztes versehen. Die Bundesregierung plant aktuell einen digitalen Impfpass, der als fälschungssicherer Nachweis von Corona-Impfungen dienen soll. * nordbuzz.de, 24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/pda

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