Mediziner erwarten Zulassung

Bald Corona-Impfung für Babys? Experte sieht es so kommen

Zu sehen ist ein schlafendes Baby. Neben ihm ist eine Spritze platziert.
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Corona-Impfungen sollen bald auch für Neugeborene möglich sein. Expertzen zeigen sich in dieser Hinsicht optimistisch. (kreiszeitung.de-Montage)

Aktuell werden Studien zu Corona-Impfungen für Kinder erhoben. Zudem besteht die Überlegung, schon Neugeborene gegen das Virus zu impfen. Wird es so passieren?

München – Seit Anfang 2021 gibt es Impfstoff gegen das Coronavirus für alle Menschen über 16 Jahren. Seit dem Frühsommer gilt dies auch für alle Personen über zwölf Jahren. Nur Kinder in Kitas und Grundschulen sind bei entsprechenden Impfungen bisher außen vor. In der Europäischen Union (EU) gibt es für die Kleinsten bislang kein zugelassenes Vakzin. Das könnte sich zeitnah ändern: Experten rechnen schon bald mit einem Corona-Impfstoff für Kinder unter zwölf Jahren – und sogar für Neugeborene.

Wissenschaftliche Fachgesellschaft:Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin
Gründungsdatum:19. Januar 1977
Mitgliederzahl:3500
Sitz:Berlin, registriert in Düsseldorf

Corona-Impfungen für Kinder unter zwölf Jahren: Experten rechnen hiermit bis Ende 2021

Von Expertenseite wird davon ausgegangen, dass bis Ende 2021 auch Corona-Impfungen für jüngere Kinder* angeboten werden. Dies soll selbst für Neugeborene gelten. „Aktuell laufen verschiedene Studien von Biontech und Moderna, zum Teil sogar mit Säuglingen. Ich rechne damit, dass wir bis Ende des Jahres einen zugelassenen Impfstoff für Kinder unter zwölf Jahren haben“, heißt es von Florian Hoffmann gegenüber der „WAZ“.

Der Pädiater an der Kinderklinik der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität ist auch Generalsekretär der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). Der Zusammenschluss von Berufsfachverbänden, wissenschaftlichen Gesellschaften und Einzelmitgliedern vertritt unter anderem alle Belange der Intensiv-, Notfall- und Katastrophenmedizin auf politischer Ebene.

Nächster Schritt zur Impfquote: Sogar Neugeborene sollen eine Spritze gegen das Coronavirus erhalten

So auch Florian Hoffmann, der stellvertretend für seine Zunft spricht. „Diese Gruppe wird voraussichtlich eine reduzierte Impfstoffdosis bekommen. Die Immunantwort wird wegen des vitalen Immunsystems vermutlich noch besser sein als bei Erwachsenen“, bezieht er sich auf Kinder unter zwölf Jahren“.

Sollte die Fallzahl in den Studien hoch genug sein und keine relevanten Nebenwirkungen auftreten, würde laut Hoffmann nichts gegen eine Zulassung des Impfstoffes für sehr junge Kinder sprechen. „Wir gehen fest davon aus, dass es ab kommendem Jahr Impfstoffe für alle Altersklassen geben wird, sogar zugelassen bis hin zu Neugeborenen“, wird der DIVI-Generalsekretär in diesem Kontext zitiert.

Kinderarzt setzt auf Corona-Impfstoff von Novavax: „Studienergebnisse sehen sehr gut aus“

In seinen Ausführungen bezieht sich Florian Hoffmann aber nicht nur auf die Impfstoffe von Biontech und Moderna. Im Gegenteil: „Ich verspreche mir viel vom Impfstoff des US-amerikanischen Herstellers Novavax. Das Vakzin ist kein mRNA-Impfstoff, er ähnelt als sogenannter Konjugatimpfstoff vielen herkömmlichen Kinderimpfstoffen, mit denen wir bereits milliardenfache Erfahrung haben“.

Doch merkt der DIVI-Generalsekretär auch an, dass der Impfstoff bisher nicht zugelassen ist. „Aber die vor kurzem veröffentlichten Studienergebnisse sehen sehr gut aus“. Zudem spricht der Kinderarzt eine Warnung. Mit dieser richtet sich Hoffmann an Eltern, die nicht länger warten wollen und sich bereits gegenwärtig um eine Corona-Impfung für ihre Kinder bemühen, die noch keine zwölf Jahre alt sind.

Pädiater rät Eltern von diesen Produkten für ihre Kinder ab Eltern

So rät der Pädiater vom sogenannten „Off-Label Use“ ohne Zulassung ab. „Eltern und Ärzte sollten mit der Impfung gesunder Kinder warten, bis ein Impfstoff zugelassen und von der Stiko empfohlen worden ist“, sagt DIVI-Generalsekretär Florian Hoffmann. Indes gibt ein Experte eine Prognose ab, wann Corona vorüber ist.

Zum Hintergrund: Mit dem Begriff „Off-Label Use“ wird die Verordnung eines Fertigarzneimittels außerhalb des durch die Arzneimittelbehörden zugelassenen Gebrauchs bezeichnet. Im deutschen Sprachgebrauch ist in diesem Zusammenhang oftmals auch von „zulassungsüberschreitender Anwendung“ die Rede. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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