Weil sie nur eine Stammzellen-Spende rettet:

Cooler Typ! 16-Jähriger aus Leer sammelt Spenden für die todkranke Liah-Mara

Jahrelang wurde er selber gemobbt. Jetzt setzt sich der 16-jährige Marc für schwächere Kinder ein – und sammelt Spenden für die todkranke Liah-Mara aus Emden.

Leer – Als der Ostfriesland Cup, das größte Fußballturnier Norddeutschlands, planmäßig am 16. Juli 2021 um 20 Uhr mit dem Eröffnungsspiel SV Grün-Weiß Firrel gegen die Sportvereinigung Aurich startet, steht Marc Wiechers bereits in den Startlöchern. Allerdings nicht auf dem Feld! Denn: Er sammelt Spenden für die 7 Jahre alte Liah-Mara aus Emden, die seit 9 Monaten schwer krank ist – und dringend auf eine Stammzellenspende angewiesen ist.

„Liah-Maras Schicksal hat mich im Herzen berührt!“

Das kleine Mädchen ist 7 Jahre alt, liebt es zu Lachen und zu Singen. Sie hat Tanz- und Reitunterricht und tobt für ihr Leben gern mit ihren Katzen und Hund Lenny durch den Garten. Tiere sind ihre Leidenschaft. Darum möchte sie, wenn sie groß ist, Tierärztin werden. Eigentlich könnte alles gut sein. Doch das ist es nicht: Im letzten Jahr wurde Liah-Mara immer schwächer. Es folgte ein quälender Krankenhaus- und Untersuchungsmarathon. Doch erst nach einer plötzlichen Hirnblutung, der ein Koma und die zunächst lebensrettende Not-OP folgt, steht fest: Die Erstklässlerin hat HLH, eine sehr seltene Funktionsstörung des Immunsystems. Und es ist schnell klar: Nur eine passende Stammzellenspende kann das Leben von Liah-Mara retten.

Kreisstadt in Niedersachsen:Leer
Fläche:70,3 km²
Einwohner:34.958 (2020)
Bürgermeisterin:Beatrix Kuhl (CDU)

„Ich habe selber schlimme Dinge erlebt. Anderen zu helfen, ist mir darum das Wichtigste.“

Die Geschichte ging dem 16-jährigen Marc Wiechers sofort ans Herz. Er, der Junge aus Steenfelde, hatte er es nämlich selbst alles andere als einfach – der angehende Berufsschüler wurde an seinen Schulen jahrelang gemein gemobbt und verprügelt. Darum engagiert er sich schon lange für Toleranz und Vielfalt. Im Fall Liah-Mara geht es nun aber sogar um noch viel mehr: nämlich um Leben und Tod!

Marc Wiechers sammelt beim Ostfriesland Cup „Only the Best“ Spenden für die todkranke Liah-Mara.

An allen Spieltagen mit der Spenden-Dose für Liah-Mara unterwegs

„Ich hörte die Geschichte, und wusste, dass ich helfen will“, erzählt Marc Wiechers, „schon vor dem Beginn des Auftaktspiels habe ich Leute angesprochen und ihnen erklärt, worum es geht – und warum die Spenden so wichtig sind.“ Nun sammelt er unermüdlich von Beginn des diesjährigen Ostfriesland Cups „Only the Best“ an unermüdlich Spenden für die kleine Liah-Mara aus Emden.

Marc leistet Überzeugungsarbeit, denn das Finden eines möglichen Spenders kostet viel Geld

Jede Registrierung und Typisierung eines neuen Spenders kostet 35 Euro, die der Verein „Leukin“ übernimmt – und darum dringend auf Spenden angewiesen ist. Marc, angehender Berufsschüler leistete Überzeugungsarbeit: Nicht, indem er einfach nur mit der Spendendose durch die Ränge zieht, sondern indem er den Fußballfans nahebringt, wofür das Geld so dringend gebraucht wird: „Seit diesem Jahr ist er fester Bestandteil unseres Teams und hilft sehr fleißig mit. Ich bin davon überzeugt, dass wir am Ende des Turniers eine stattliche Summe zusammen bekommen. Einen ganz großen Anteil daran hat unser Marc. Wir sind sehr stolz auf ihn“, erklärt der Turnier-Veranstalter Manfred Bloem im Gespräch mit der Nordwest-Zeitung.

Einsatz für die Schwächsten und unermüdlicher Verfechter von Respekt und Vielfalt

„Weil ich selber schon in so schlimmen Situationen war, ist es mir ein Herzensanliegen, schwächere Kinder und Jugendliche zu unterstützen. Mein Ziel ist es, Zeichen für Respekt und Vielfalt zu setzten“, erklärt Wiechers sein Engagement für „Die Inklugang – Der erste Podcast mit Rampe“ und das Projekt „Wir Inklusiv“, das er selber mit an den Start gebracht hat. Über die Projekt-Plattform „Mission Inklusion“ vernetzt er sich darüber hinaus mit Menschen in ganz Deutschland, die eine Beeinträchtigung haben oder sich für den Inklusionsgedanken engagieren.

„Es ist ein großes Ziel, Liah-Mara einmal kennenzulernen“

Marc Wiechers wohnt nur 40 Autominuten von dem kleinen Mädchen entfernt, für das er mit vollem Herzens-Einsatz Spenden sammelt. Doch kennengelernt hat er Liah-Mara noch nicht. „Ich würde sie so gerne einmal sehen und von den Eltern erfahren, wie man sie über die Spenden hinaus unterstützen kann“, wünscht sich Wiechers. Aber erstmal werden nach dem Ostfriesland Cup-Finale am 13. August die Spendendosen geöffnet. Und ganz sicher wird es wenigstens ein Happy End geben, was die Höhe der zusammengekommenen Spendensumme angeht. Marc Wiechers gibt sein Bestes. Und das ist schon mal eine gute Voraussetzung, um ganz schnell den rettenden Stammzellenspender für die kleine Patientin zu finden. * kreiszeitung.de und 24.hamburg.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Fotos: privat/Montage: kreiszeitung.de

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