LGBT-Community

Christopher Street Day: CSD-Demos ziehen durch Berlin

CSD-Demontranten ziehen durch Berlin.
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Rund 10.000 Menschen waren zu den Kundgebungen am Samstag in Berlin angemeldet. (Symbolbild)

Zum Christopher Street Day ziehen am Samstag Hunderte Menschen durch Berlins Straßen. Die Demozüge starteten an verschiedenen Orten und enden am Alexanderplatz.

Berlin – Zum Christopher Street Day zogen am heutigen Samstag, 26. Juni 2021, Hunderte Menschen durch Berlins Straßen. Sie liefen am Samstagmittag in drei Protestzügen Richtung Alexanderplatz. Viele Teilnehmer trugen Regenbogenfahnen, einige waren verkleidet. Die meisten trugen wegen der Corona-Pandemie einen Mund-Nasen-Schutz. Das Motto der Veranstaltungen mit 9.500 angemeldeten Teilnehmern lautete „CSD Berlin Pride“.

Stadt in Deutschland:Berlin
Fläche:891,68 Quadratkilometer
Einwohner:3.664.088 (Stand: 31. Dezember 2020)
Vorwahl:030
Regierender Bürgermeister:Michael Müller (SPD)

CSD-Demos ziehen durch Berlin: Alternative zum klassischen Berliner Christopher Street Day

Es geht um verschiedenen Bereiche der queeren Szene. Die Aktion ist als eine Alternative zum klassischen Berliner Christopher Street Day gedacht. In den vergangenen Jahren hatten sich zum CSD immer mehrere Hunderttausende zur Parade zusammengefunden. „Wir verabschieden uns vom Gedanken, dass eine Institution das Monopol auf Ausrichtung einer CSD-Pride-Demonstration hat“, hieß es. In diesem Jahr ist die Parade als Polit-Demo geplant und soll am 24. Juli 2021 stattfinden. Vergangenes Jahr fielen große Paraden wegen der Corona-Pandemie aus.

Bei dem Demonstrationszug, der am Hermannplatz startete, war laute Musik aus einem Lautsprecherwagen zu hören. Auf Transparenten stand „Queerschutz now“ und „Kein Sex mit Nazis“. Einige Männer und Frauen liefen in Polizeiuniformen mit, andere hatten bunte Haare oder nackte Oberkörper. Die beiden anderen Demonstrationszüge begannen am Oranienplatz in Kreuzberg und in Prenzlauer Berg.

CSD-Demos ziehen durch Berlin: Erinnerung an Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender, Intersexuellen und queeren Menschen

Der CSD soll an die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender, Intersexuellen und queeren Menschen erinnern. Ende Juni 1969 stürmten Polizisten in New York die Bar „Stonewall Inn“ in der Christopher Street und lösten einen Aufstand von Schwulen, Lesben und Transsexuellen gegen die Willkür aus.

Derzeit sorgt die LGBT-Community für Diskussionen im Zuge der Fußball-Europameisterschaft. Unter anderem bezeichnete der ehemalige Landesvorsitzende der AfD in Rheinland-Pfalz, Uwe Junge, die regenbogenfarbene Kapitänsbinde von Nationaltorhüter Manuel Neuer als „Schwuchtel-Binde“. Im Zuge des EM-Spiels zwischen Deutschland und Ungarn hatte die UEFA es abgelehnt, in München die Allianz-Arena zum Spiel mit regenbogenfarben anzustrahlen. Auch in Hamburg wird es in diesem Jahr – trotz Corona-Pandemie einen CSD Hamburg 2021 geben*. Die Parade ist für den 1. August geplant. * kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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