Nach Äußerungen zu Hartz IV

CDU-Politiker Spahn zu Armuts-Praktikum nach Niedersachsen eingeladen

Hannover - Die niedersächsische Landesarmutskonferenz hat den designierten Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zu einem Armuts-Praktikum eingeladen. Die Äußerungen Spahns, wonach mit Hartz IV jeder habe, was er zum Leben brauche, seien weit von der Realität entfernt, kritisierte am Montag der Geschäftsführer der Verbandes, Klaus-Dieter Gleitze.

„Wir freuen uns darauf, wenn Jens Spahn vor dem Amtsantritt ein Armutspraktikum in Niedersachsen antritt.“ Spahn könne sich mit Lehrern darüber unterhalten, wie viele Kinder morgens ohne Frühstück zum Unterricht kämen. Auch könnten Tafelbesucher dem CDU-Politiker erzählen, wie es sich anfühle, wenn nach der Anschaffung eines neuen Kühlschranks über längere Zeit am Monatsende kein Geld für Essen mehr da sei.

Spahn hatte die Debatte um den Aufnahmestopp für Ausländer an der Essener Tafel kritisiert. Hartz IV bedeute nicht Armut, sondern sei die Antwort der Solidargemeinschaft auf Armut, sagte Spahn. Die gesetzliche Grundsicherung werde genau bemessen und regelmäßig angepasst.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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