Wenzel froh über Zwischenlager-Angebot aus Hessen / Störfall in Grohnde

Castoren nach Biblis

Die Betreiber des Kernkraftwerks in Grohnde meldeten einen technischen Defekt. Ein Schalter im Kühlmittelkreislauf hatte seinen Dienst quittiert. Der Schaden wurde behoben, der Meiler musste nicht vom Netz genommen werden. ·
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Die Betreiber des Kernkraftwerks in Grohnde meldeten einen technischen Defekt. Ein Schalter im Kühlmittelkreislauf hatte seinen Dienst quittiert. Der Schaden wurde behoben, der Meiler musste nicht vom Netz genommen werden. ·

Niedersachsen - HANNOVERIGROHNDE · Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) hat sich gestern erfreut über die grundsätzliche Bereitschaft Hessens geäußert, Atommüll aus der Wiederaufarbeitung beim Kernkraftwerk Biblis zwischenzulagern

„Wenn eine fachliche Prüfung am Ende ergäbe, dass es helfen würde, wenn Castoren in Biblis zwischengelagert werden, würden wir uns dem nicht entgegenstellen“, hatte der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (ebenfalls Grüne) erklärt. Ein Endlager in Hessen schloss Al-Wazir demnach aber aus. Wenzel sagte dazu, Niedersachsen begrüße die Aufgeschlossenheit der neuen Regierung in Wiesbaden für ein Zwischenlager ausdrücklich. „Das ist eine neue Etappe“, meinte der Umweltminister. Es gebe jetzt ein ganz anderes Klima und einen neuen Umgang mit der Atommüll-Thematik.

Bislang hatte sich die Zwischenlagerung von hoch radioaktivem Müll aus der Wiederaufarbeitung im Ausland voll auf Gorleben konzentriert. Im Rahmen der neu gestarteten Suche nach einem Endlager kam dann Bewegung in die Angelegenheit. Nach Schleswig-Holstein erklärte sich auch Baden-Württemberg grundsätzlich bereit, Zwischenlager auf seinem Gebiet zu akzeptieren.

Mit dem zusätzlichen Angebot Hessens ist die Chance noch weiter gewachsen, dass Niedersachsen künftig von den heftig umstrittenen Castortransporten verschont bleibt. Sie hatten nicht nur jeweils große Protestaktionen hervorgerufen, sondern dem Land auch hohe Kosten beschert. Wenzel bekräftigte zugleich die Forderung, zügig die Endlagerkommission von Bund und Ländern einzurichten und dabei auch Umweltverbände mit einzubinden.

Das Kernkraftwerk Grohnde nahe Hameln meldete nach einer Routineprüfung einen technischen Defekt. Der Betreiber habe das Umwelt- und Energieministerium über einen fehlerhaften Schalter bei einer der Nebenkühlwasserpumpen informiert, teilte das Ministerium gestern mit. Es handele sich um die unterste Meldestufe. Der Meiler habe deswegen nicht vom Netz genommen werden müssen. Die Pumpe funktioniere nach dem Austausch des defekten Schalters wieder. · hab/dpa

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