Auf Bahnstrecke abgeseilt

Lüneburger Atomkraftgegnerin in Potsdam vor Gericht

Potsdam/Lüneburg - Unter scharfen Sicherheitsmaßnahmen hat am Mittwoch vor dem Potsdamer Amtsgericht ein Verfahren gegen eine Atomkraftgegnerin wegen der Blockade eines Castor-Transports begonnen.

Vor dem Betreten des Gerichtssaals wurden die Zuschauer von Justizbeamten in zwei Sicherheitsschleusen kontrolliert, zusätzlich waren mehrere Polizeibeamte eingesetzt. In dem Verfahren wirft die Bundespolizei einer Frau Störung des Bahnverkehrs vor.

Hauptverhandlung vertagt

Die 36-Jährige aus Lüneburg soll sich im April 2016 gemeinsam mit einer weiteren Aktivistin im niedersächsischen Buchholz über einer Bahnstrecke abgeseilt haben, um den Transport von Uranerzkonzentrat in eine französische Aufbereitungsanlage zu verhindern. Weil die Atomkraftgegnerin dabei der Oberleitung gefährlich nahe kam, sei die Strecke gesperrt und der Strom abgeschaltet worden. Zahlreiche Zugausfälle waren die Folge. 

Zu einer Entscheidung in dem Verfahren kam es wegen zahlreicher Anträge der 36-Jährigen am Mittwoch nicht. Die Hauptverhandlung wurde auf kommenden Dienstag vertagt. 

Die Bundespolizei hatte gegen die Frau wegen Störung des Bahnverkehrs einen Bußgeldbescheid in Höhe von 500 Euro erlassen, gegen den die Frau Widerspruch eingelegt hatte. In dem Verfahren am Mittwoch legte die 36-Jährige zunächst zahlreiche Anträge vor, in denen sie Widerspruch gegen die Besetzung des Gerichts, den Ort der Verhandlung und die scharfen Sicherheitsmaßnahmen einlegte. Alle Anträge wurden von der Richterin abgelehnt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa / Robert Schlesinger

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