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„Carfreitag“-Bilanz in Niedersachsen und Bremen: dutzende Autos kontrolliert

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Von: Johannes Nuß, Bjarne Kommnick

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Am „Carfreitag“ kontrollierte die Polizei vermehrt getunte Autos. Unter anderem wurden in Oldenburg 17 Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen.

Update von Samstag, 16. April 2022, 08:38 Uhr: In Niedersachsen und Bremen hat am „Carfreitag“, 15. April 2022, die Polizei getunte Autos kontrolliert. Wie es in einem Bericht der Nachrichtenagentur dpa heißt, seien zum Saisonstart am „Carfreitag“ gleich mehrere Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen worden.

Polizei-Kontrollen am „Carfreitag“ in Bremen und Niedersachsen: 17 Fahrzeuge stillgelegt

So wurden in den Landkreisen Vechta und Cloppenburg 17 Fahrzeuge durch die Beamten sichergestellt. Bei den Autos ist die Betriebserlaubnis wegen unzulässiger Umbauten erloschen. Erst wenn die Umbauten geändert sind, dürfen die Fahrzeuge wieder auf die Straße. Wie es von der Polizei heißt, seien insgesamt 52 Autos kontrolliert worden. Hinzu kommen noch zwei Autofahrer, die bei den Kontrollen positiv auf den Konsum von Drogen getestet wurden. Sie mussten eine Blutprobe abgegeben. Die Polizei Cloppenburg/Vechta registrierte außerdem weitere Verstöße, unter anderem gegen das Pflichtversicherungsgesetz.

Spezialisten der Polizei jagen Autoposer.
An Karfreitag kontrolliert die Polizei in Niedersachsen und Bremen unter dem Motto „Carfreitag“ vermehrt Autoposer. © dpa/Boris Roessler

In Oldenburg und im Landkreis Ammerland wurden nach Angaben der Polizei 25 Fahrzeuge und deren Fahrer kontrolliert. Auch hier wurden mehrere Verfahren eingeleitet, so etwa gegen zwei Fahrer, die unnötigen Lärm verursachten. Insgesamt sei das Aufkommen am „Carfreitag“ geringer gewesen als in den Vorjahren, teilte die Polizei mit. Kontrolliert wurde auch in der Region Hannover und in Bremen. Über Ergebnisse der Einsätze wurde bis zum frühen Morgen nicht berichtet. Es habe bislang aber keine besonderen Vorkommnisse gegeben, sagte ein Sprecher der Polizei in Bremen.

Polizei-Kontrollen an „Carfreitag“: „Überhaupt nichts vorgefallen“

Erstmeldung von Freitag, 15. April 2022, 21:47 Uhr: Hannover – Am Freitag kontrolliert die Polizei in Bremen und Niedersachsen vermehrt getunte Autos und zu schnelle Fahrerinnen und Fahrer. Für Autoposer und Tuningfans habe sich der Karfreitag als „Carfreitag“ etabliert, an diesem Tag soll laut Angaben der Polizei die Saison der Szene beginnen. Doch bis zum Nachmittag sei es äußerst ruhig geblieben, es sei sogar „überhaupt nichts“ vorgefallen, wie eine Polizeisprecherin in Bremen berichtet hatte.

KommunalverbandRegion Hannover
Bevölkerung1,158 Millionen
Fläche2.290 km²
VerwaltungssitzHannover

Polizei kontrolliert Autoposer an „Carfreitag“: Verstöße erst in den Abendstunden?

Doch der Einsatz ist damit noch nicht vorbei oder hat wohlmöglich noch gar nicht so richtig angefangen. Denn die Beamtinnen und Beamten würden besonders am Abend mit vermehrten Auftauchen von Autoposern rechnen. „Die Kollegen sind im Dienst“, erklärt ein Sprecher der Polizei in Hannover: „Der Einsatz dauert bis in die Abendstunden“.

Die Polizei betonte dabei jedoch auch, dass die Autotuner-Szene nicht unter Generalverdacht gestellt werden dürfte. „Die Szene hält sich größtenteils an die Regeln“, erklärt ein Polizeisprecher.

Bremen kündigt „Carfreitag“-Polizeikontrollen an: Rechtliche Sanktionen in „vollem Umfang ausschöpfen“

Schwerpunkt der vermehrten Autoposer-Kontrollen soll in der Region Hannover sein. Auch das Land Bremen hatte zuvor seine Kontrollen angekündigt. Bremen Innensenator Ulrich Mäurer von der SPD erklärte, dass Bremen rechtlichen Sanktionsmöglichkeiten in „vollem Umfang ausschöpfen will“. In Bremen koste beispielsweise das unnötige Verursachen von Lärm ein Bußgeld in Höhe von 80 Euro.

Das vergangene Jahr hatte bereits gezeigt, welche Bedeutung der „Car-Freitag“ für die Tuning-Szene bekommen hat. Auch als es 2021 pandemiebedingte Kontaktbeschränkungen gab, zu denen in einigen Städten in Niedersachsen auch nächtliche Ausgangssperren gehörten, sei es dennoch zu zahlreichen Delikten am Carfreitag gekommen.

„Car-Freitag“: Illegale Autorennen und Drogen am 500-PS-Steuer

Auf der Autobahn 33 sei es im vergangenen Jahr im Rahmen dessen sogar zu einem mutmaßlich verbotenen Autorennen gekommen. Auch Verstöße in Zusammenhang mit dem Konsum von Drogen wurden festgestellt, in einem Fall stand eine 19-Jährige mit einem 500 PS-starkem-Auto unter dem Einfluss von Drogen. * kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA. (Mit dpa-Material).

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