Buxtehude zieht Klage gegen A26-Bau zurück

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Eine Ausfahrt vom ersten Bauabschnitt der Autobahn 26 bei Horneburg (Niedersachsen).

Buxtehude - Die Autobahn 26 kann kommen. Die Stadt Buxtehude wird ihre Klage gegen den zweiten Bauabschnitt zurückziehen. Finanzielle Zusagen von Bund und Land gaben am Ende den Ausschlag.

Es ging nur um eine Brücke. Doch wegen ihr hat Buxtehude jahrelang den Bau der Autobahn 26 blockiert. Jetzt hat der Stadtrat entschieden, die Klage vor dem Oberverwaltungsgericht in Lüneburg zurückzuziehen. Finanzielle Zusagen von Bund und Land hätten einige der Autobahngegner bewogen, ihre Meinung zu ändern, sagte Buxtehudes Bürgermeister Jürgen Badur (parteilos) am Dienstag. Landesregierung und Wirtschaft reagierten erleichtert auf die Entscheidung.

22 der 39 Ratsmitglieder votierten nach Medienberichten am Montagabend dafür, die Klage aufzugeben. Vor sechs Wochen hatten sie schon einmal darüber abgestimmt. Damals war aber noch eine Mehrheit für die Klage. Nun sorgte die SPD-Fraktion für ein Ende der Blockadehaltung. „Es gibt relativ verbindliche Zusagen von Bund und Land, dass es Kompensationen für die Nachteile gibt“, sagte die stellvertretende Fraktionschefin und Ratsvorsitzende, Christel Lemm. „Das hat letztendlich den Ausschlag gegeben.“

Die A26 soll künftig von Stade nach Hamburg führen. Der erste Bauabschnitt bis Horneburg ist seit 2008 fertig. Der zweite Abschnitt befindet sich im Bau. Gegen diesen legte die Stadt Buxtehude 2004 Klage ein, um eine Brücke über den Fluss Este zu verhindern. „Es gibt Befürchtungen, dass größere Segelboote nicht mehr in den Hafen kommen“, sagte Badur. Das Bundesverkehrsministerium hat nach Angaben des Bürgermeisters inzwischen aber zugesagt, die Este von Buxtehude bis zur Einmündung in die Elbe auszubaggern. Die Landesregierung will außerdem bis zu 150 000 Euro in die touristische Entwicklung des Hafens stecken.

„Die A26 hat nicht nur eine große Bedeutung für die Hinterlandanbindung unserer Seehäfen, sie wird außerdem die B73 als eine der meist befahrenen Bundesstraßen in Niedersachsen entlasten“, sagte Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Behrens. Auch die Industrie- und Handelskammer in Stade begrüßte die Entscheidung des Rates. Die Unternehmen im Elbe-Weser-Dreieck benötigen die A26 schon seit langem, teilte Hauptgeschäftsführers Jörg Orlemann mit. Das Projekt könne nun zügig umgesetzt werden. dpa

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