Niedersachsen

Bundestagswahl: Hubertus Heil ist SPD-Spitzenkandidat, Grüne wählen Spitzenduo

SPD und Grüne in Niedersachsen haben am Samstag ihre Kandidatenlisten für die Bundestagswahl bestimmt. Stephan Weil wurde als SPD-Landesvorsitzender wiedergewählt.

Hildesheim/Oldenburg - Bei der SPD wurde auf einer Landesversammlung in Hildesheim Bundesarbeitsminister Hubertus Heil zum Spitzenkandidaten gewählt. Auf den nächsten Plätzen folgen die Bundestagsabgeordneten Susanne Mittag, Matthias Miersch und Svenja Stadler, auf Platz fünf SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil sowie auf weiteren vorderen Plätzen die Bundestagsabgeordnete Yasmin Fahimi und die Landtagsabgeordneten Frauke Heiligenstadt und Dunja Kreiser.

Heil schwor die Delegierten in seiner Rede auf den Bundestagswahlkampf ein, bei dem es am Ende darum gehe, sich gegenüber der CDU und den Grünen zu behaupten. «Ein soziales Deutschland wird es nur ohne die CDU geben», sagte Heil. Zu den Grünen meinte er, es reiche nicht, hehre Ziele zu haben, man müsse diese auch umsetzen können. Soziales dürfe nicht gegen den Klimaschutz ausgespielt werden.

Stephan Weil als Niedersachsens SPD-Landesvorsitzender wiedergewählt

Auf dem Landesparteitag in Hildesheim wurde außerdem Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil als SPD-Landesvorsitzender wiedergewählt worden. Er erhielt am Samstag 96,95 Prozent der Delegiertenstimmen. Zum fünften Mal wurde Weil damit zum SPD-Landeschef gewählt.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD, l) und Hubertus Heil (SPD), Bundesarbeitsminister und Spitzenkandidat für die Bundestagswahl.

In den Kreis der stellvertretenden Landesvorsitzenden gewählt wurden unter anderem Umweltminister Olaf Lies, Fraktionschefin Johanne Modder sowie die ehemalige Sozialministerin Carola Reimann. Zur Generalsekretärin wurde Hanna Naber mit 95,41 Prozent der Stimmen gewählt, sie hatte das Amt bereits kommissarisch inne.

Bundestagswahlen: Niedersachsens Grüne ziehen mit dem Spitzenduo in den Wahlkampf

Die niedersächsischen Grünen ziehen mit dem Spitzenduo Filiz Polat und Sven-Christian Kindler in den Bundestagswahlkampf. Ein Landesparteitag in Oldenburg setzte die beiden Bundestagsabgeordneten auf Platz eins und zwei der Landesliste für den 26. September. Für Platz drei setzte sich Christina-Johanne Schröder durch. Der ehemalige Bundesumweltminister Jürgen Trittin wurde ohne Gegenkandidaten auf Platz vier gewählt.

Die niedersächsischen Grünen sind bislang mit sechs Abgeordneten im Bundestag vertreten. Nach der kommenden Wahl wird aber mit einer viel größeren Landesgruppe gerechnet. Deshalb wollte die Partei bis Sonntag eine Liste mit 40 Kandidatinnen und Kandidaten aufstellen.

Niedersachsen komme für die Klimawende eine Schlüsselrolle zu, sagte die grüne Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock in einer Videobotschaft. Das Land sei sowohl durch Landwirtschaft wie durch Industrie geprägt. Der Kampf der Grünen um das Kanzleramt sei ein «Zeichen für Aufbruch in eine neue Epoche für unsere Partei».

Präsidium und die meisten Kandidaten waren beim Parteitag in Oldenburg versammelt. Die Delegierten waren online zugeschaltet. Die Wahlergebnisse müssen im Nachgang mit einer Briefwahl bestätigt werden.

Rubriklistenbild: © Swen Pförtner

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