Weniger Andrang in Niedersachsens Wahllokalen als vor vier Jahren

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Verteidigungsministerin von der Leyen wählt in Hannover

Hannover/Bremen In Niedersachsen sind knapp 6,1 Millionen Menschen zur Wahl aufgerufen. 434 Kandidaten bewerben sich um einen Sitz im Parlament, rund 20 Prozent mehr als vor vier Jahren.

Das Interesse an der Bundestagswahl scheint in Niedersachsen geringer zu sein als bei der Abstimmung vor vier Jahren. Mehr als vier Stunden nach Öffnung der Wahllokale hatten 32,08 Prozent der Stimmberechtigten ihr Votum abgegeben, sagte eine Mitarbeiterin der Landeswahlleiterin am Sonntag. 2013 hatten bis 12.30 Uhr bereits 33,11 Prozent ihre Stimme abgegeben. Das rege Interesse an der Briefwahl war dabei aber noch nicht berücksichtigt.

Erfahrungsgemäß steigere sich der Andrang in den Wahllokalen im Laufe des Tages, hieß es von der Landeswahlleitung. 2013 lag die Beteiligung an der Bundestagswahl in Niedersachsen bei 73,4 Prozent

In Bremen war das Interesse spürbar größer als noch vor vier Jahren. Bis zum Mittag um 12.00 Uhr lag die Beteiligung bei 27,1 Prozent, sagte eine Sprecherin der Bremer Landeswahlleitung. 2013 waren es zu diesem Zeitpunkt 24,9 Prozent.

In Niedersachsen sind knapp 6,1 Millionen Menschen aufgerufen, ihre Stimme zur Bundestagswahl abzugeben. Landesweit bewerben sich 434 Kandidaten um einen Sitz im Parlament, rund 20 Prozent mehr als vor vier Jahren. 2013 gewann die CDU die Bundestagswahl in Niedersachsen mit 41,1 Prozent klar vor der SPD mit 33,1 Prozent. Die Grünen kamen auf 8,8 Prozent, die FDP auf 4,2 Prozent und die Linke auf 5,0 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 73,4 Prozent.

Bremen

Das Interesse an der Bundestagswahl ist im Bundesland Bremen größer als noch vor vier Jahren. Nach der Öffnung der Wahllokale lag die Beteiligung bis 12.00 Uhr bei 27,1 Prozent, sagte eine Sprecherin der Landeswahlleitung am Sonntag. 2013 waren es zu diesem Zeitpunkt 24,9 Prozent. Nicht mit eingerechnet sei zudem das große Interesse bei der Briefwahl.

Bremen war vor vier Jahren neben Hamburg das einzige Bundesland, in dem die SPD als stärkste Kraft abschnitt. Die Sozialdemokraten lagen dort mit 35,6 Prozent deutlich vor der CDU, die auf 29,3 Prozent kam. Die Grünen erhielten in Bremen 12,1 Prozent, die Linke 10,1 und die FDP 3,4 Prozent.

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel sah bei seiner Stimmabgabe in Goslar die Sozialdemokraten unter Druck. Mit Blick auf seine Partei sagte der SPD-Politiker, es sehe nicht gut aus. Gabriel war mit seiner Frau Anke gegen 12.40 Uhr in sein Wahllokal zur Stimmabgabe gekommen. Letzte Umfragen sahen die Union zwischen 34 und 36 Prozent. Die SPD stand bei 21 bis 22 Prozent.

In Beinhorn bei Hannover wählte Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Die CDU-Politikerin tritt im Wahlkreis Hannover II als Direktkandidatin gegen die frühere SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi an. Bestens gelaunt warf die Ministerin kurz nach 11.00 Uhr ihren Stimmzettel ein. Bei der vorherigen Bundestagswahl hatte die SPD-Politikerin Edelgard Buhlmann den Wahlkreis gewonnen. Von der Leyen ist Spitzenkandidatin der niedersächsischen CDU.

Gut gelaunt bei ihrer Stimmabgabe zeigten sich die SPD-Regierungschefs Stephan Weil und Carsten Sieling. Weil dankte bei der Stimmabgabe in seinem Wahlbüro im Seniorenwohnheim Birkenhof in Hannover den Helfern und plauderte anschließend mit Bewohnern des Altenheims. Der niedersächsische Regierungschef Weil wird in drei Wochen bei der vorgezogenen Landtagswahl von dem CDU-Vorsitzenden Bernd Althusmann herausgefordert.

Bremens Regierungschef Sieling gab seine Stimme gegen 13.00 Uhr ab. Die Bürger in Bremen dürfen nicht nur den Bundestag wählen, sondern bei einem Volksentscheid auch über die Länge der Wahlperiode für ihr Landesparlament abstimmen. Bremen war im Vergleich der Bundesländer vor vier Jahren neben Hamburg das letzte Bundesland, in dem die SPD als stärkste Kraft abschnitt.

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