Landesparteitag in Hameln 

Oppermann führt niedersächsische SPD in die Bundestagswahl

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Thomas Oppermann steht an der Spitze der Landesliste. 

Hameln - Keine Überraschungen bei der Abstimmung über die Kandidatenliste der Niedersachsen-SPD für die Bundestagswahl. Thomas Oppermann aus Göttingen erhält den Spitzenplatz. Zweite wird Susanne Mittag aus Delmenhorst.

SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann ist am Samstag erwartungsgemäß zum Spitzenkandidaten der niedersächsischen SPD für die Bundestagswahl gewählt worden. Auf dem Landesparteitag in Hameln stimmten 171 von 181 Delegierten für den 63-jährigem Politiker aus Göttingen. Einen Gegenkandidaten gab es nicht. "Wir werden uns anstrengen bei der Bundestagswahl, um eine gute Vorlage für die Landtagswahl zu liefern", sagte Oppermann. In Niedersachsen wird im Januar 2018 ein neuer Landtag gewählt.

Oppermann sieht bei beiden Wahlen gute Voraussetzungen für die SPD. Die Partei habe in den vergangenen Monaten seit der Wahl von Martin Schulz zum Kanzlerkandidaten 16.000 neue Mitglieder gewonnen. Sie profitiere zudem von der Politisierung der linken Mitte, gerade bei jungen Leuten. "Für die sind wir die Hoffnungsträger", zeigte sich der SPD-Fraktionschef überzeugt.

Oppermann erstmals an Spitze für Bundestagswahl 

Für Oppermann ist es die erste Spitzenkandidatur auf der Landesliste. Bei der Bundestagswahl 2013 hatte er Platz drei inne. Damals führte Sigmar Gabriel, derzeit Vizekanzler und Außenminister, die niedersächsischen Sozialdemokraten in den Bundestagswahlkampf. 

Gabriel gibt sich diesmal mit Platz 25 der Landesliste zufrieden, tritt aber erneut als Direktkandidat im Wahlkreis Salzgitter-Wolfenbüttel-Vorharz an. Der Goslarer sitzt seit 2005 für die SPD im Parlament und hatte seitdem stets sein Direktmandat gewonnen. "Einem Bundestag, den ich nicht direkt gewinne, dem will ich auch nicht angehören", sagte Gabriel in Hameln.

Bei der SPD werden die Listenplätze nach dem Reißverschlussprinzip abwechselnd an Männer und Frauen vergeben. Auf Platz zwei wurde Susanne Mittag (58) aus Delmenhorst gewählt. Sie erhielt 172 von 181 Stimmen. Die einstige Polizistin, die 2013 über die Landesliste in den Bundestag gewählt wurde, folgt auf Gabriele Lösekrug-Möller aus dem Wahlkreis Hameln-Pyrmont Holzminden, die bei dieser Wahl nicht wieder antreten wird. Mittag kandidiert direkt im Wahlkreis Delmenhorst-Wesermarsch.

Dritter auf der Kandidatenliste ist Matthias Miersch (48). Der Jurist aus Laatzen ist Sprecher der Parlamentarischen Linken. Er ist seit 2005 stets als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Hannover Land II in den Bundestag eingezogen.

Die ersten fünf Listenplätze der Niedersachsen-SPD für die Bundestagswahl:


Platz 1: Thomas Oppermann (63). Der Jurist ist seit 2013 Fraktionschef der Bundestags-SPD. Er sitzt seit 2005 im Bundestag und tritt auch diesmal als Direktkandidat im Wahlkreis Göttingen an. 

Platz 2: Susanne Mittag (58) aus Delmenhorst. Die einstige Polizistin wurde 2013 über die Landesliste in den Bundestag gewählt. Direkt kandidiert sie im Wahlkreis Delmenhorst-Wesermarsch. 

Platz 3: Matthias Miersch (48) aus Laatzen. Der Jurist ist Sprecher des linken SPD-Flügels. Seit 2005 sitzt er als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Hannover-Land im Bundestag.

Platz 4: Daniela de Ridder (55), Kommunikationswissenschaftlerin. Zog 2013 über die Landesliste in den Bundestag ein. Direktkandidatin für den Wahlkreis Mittelems. 

Platz 5: Hubertus Heil (44) stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD. Der Politologe ist seit 1998 Mitglied des Bundestages, wo er stets als direkt gewählter Abgeordnete für den Wahlkreis Gifhorn-Peine einzog. 

CDU setzt auf von der Leyen

Auch die CDU hat an diesem Wochenende ihre Spitzenkandidaten für die niedersächsische Wahlliste gewählt. An ihrer Spitze steht Ursula von der Leyen. 

dpa

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