Kreiszeitung präsentiert Ergebnisse und Stimmen aus Niedersachsen

Ticker: Aussichten für die Landtagswahl

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Freude bei der CDU-Wahlparty in Kirchdorf. In der Mitte Axel Knörig (CDU).

Deutschland hat gewählt. In Niedersachsen geht der Wahlkampf direkt weiter - am 15. Oktober wird hier über einen neuen Landtag abgestimmt. Wir veröffentlichen die Ergebnisse und Stimmen zu beiden Wahlen aus den Landkreisen Diepholz, Oldenburg, Verden, Rotenburg und Nienburg im Ticker.

Update: Wir veröffentlichen die Ergebnisse und Stimmen zur Wahl aus den Landkreisen Diepholz, Oldenburg, Verden, Rotenburg und Nienburg im Ticker. Im Laufe des Abends finden Sie in diesem Artikel alle Ergebnisse für Niedersachsen in Grafiken und Karten.

Nach der Wahl ist in Niedersachsen im Super-Wahljahr 2017 vor der Wahl. Noch am Sonntag wurden in manchen Orten Wahlplakate ausgetauscht. Nun hängen dort nicht mehr die Bundestags-, sondern die Landtagskandidaten. 


Update: 16.30 Uhr:

Im Wahlkreis 35 Diepholz - Nienburg I hat Axel Knoerig (CDU) sein Direktmandat verteidigt. Was das Ergebnis auf Bundesebene für seine Konkurrenzen im Wahlkreis bedeutet, haben wir hier zusammengefasst:

Klaus Joachim Schmelz (Grüne) ist mit 7,66 Prozent der Viertplatzierte bei den Direktkandidaten und zufrieden. „Sowohl mit den Zahlen der Partei als auch mit denen für meine Person.“ Besonders, da die Prognosen für die Grünen nicht positiv ausgesehen hätten. Einer Jamaika-Koalition steht er skeptisch gegenüber. „Ich denke, es wird schwierig, grüne Positionen mit denen der anderen zu vereinbaren. Besonders in der Flüchtlingspolitik, wo CSU und wir verschiedene Standpunkte haben.“ 

„Ziel erreicht“, bilanzierte Alexander Carapinha Hesse (FDP) nach den ersten Hochrechnungen, bei denen er mit 7,0 Prozent auf Rang fünf hinter Axel Knoerig, Tevfik Özkan, Gerd Breternitz und Klaus Joachim Schmelz landete. Die FDP habe den Wiedereinzug in den Bundestag geschafft und auch im Landkreis großen Zuspruch bekommen. Er habe für sich persönlich auf ein paar Wähler mehr gehofft, aber „ich habe ja in erster Linie Wahlkampf für die Partei geführt“. Der Wermutstropfen sei das Ergebnis der AfD. Beim Stichwort Jamaika-Koalition sagt er: „Erstmal abwarten.“ Darauf solle man sich nur einlassen, wenn die Punkte berücksichtigt würden, die der FDP wichtig seien. 

Auch Jürgen Abelmann von den Linken zeigte sich halbwegs versöhnt mit dem Ergebnis, obwohl er mit 5,3 Prozent auf dem letzten Platz landete. „Dafür, dass ich keine große Plakatwerbung für mich machen konnte, ist es gut gelaufen.“ Das Gesamtergebnis der Linken bezeichnet er als „schwach“. Man müsse nun bis zur Landtagswahl versuchen, die Ziele der Partei noch besser zu vermitteln. 

Gerd Breternitz von der AfD, der mit 8,14 Prozent den dritten Platz holte, ist mit diesem Ergebnis zufrieden. Der pensionierte Studienrat sieht das auch als Erfolg seiner Arbeit vor Ort und im Kreistag. Das Flüchtlingsthema beispielsweise ist für den 69-Jährigen kein entferntes Problem, sondern im Landkreis Diepholz präsent, mit für ihn negativen Auswirkungen auf den Finanzhaushalt.

Update, 11.30 Uhr: Niedersachsens Linke hofft am 15. Oktober auf Landtagseinzug

Die Linke setzt nach ihrem guten Abschneiden bei der Bundestagswahl auf einen Einzug in den niedersächsischen Landtag. „Wir freuen uns über die 6,9 Prozent der Stimmen, für Niedersachsen ist das gigantisch„, sagte Spitzenkandidaten Anja Stoeck am Montag in Hannover. 

Für die Abstimmung am 15. Oktober könne sich das positiv auswirken. „Wir sind für Gespräche offen mit der SPD und den Grünen„, erklärte sie mit Blick auf mögliche Koalitionen nach der Abstimmung. Sie sagte allerdings: „Es ist falsch, jetzt schon über Regierungsbeteiligungen zu reden.„ Dennoch sei es richtig, miteinander das Gespräch zu suchen.

Update, 11.15 Uhr: Für FDP in Niedersachsen Koalition mit Grünen kaum denkbar

Die FDP sieht sich angesichts der eigenen Ergebnisse bei der Bundestagswahl gut für die Abstimmung in Niedersachsen aufgestellt. Sie seien eine Steilvorlage, aber keine Blaupause für die Wahl am 15. Oktober, sagte der Generalsekretär der Landes-FDP, Gero Hocker, am Montag in Hannover. Für seine Partei sei aufgrund der Differenzen zwischen Grünen und Liberalen eine gemeinsame Koalition kaum denkbar. 

Ihr Wunschpartner bleibe die CDU. „Ich sehe gerade mit den Grünen wenig inhaltliche Übereinstimmungen; die Gräben sind tief, etwa bei den Themen Landwirtschaft, Inklusion und Verkehrspolitik.„ Er selbst könne sich nicht vorstellen, dass eine große Koalition in Berlin schon komplett vom Tisch sei. SPD-Chef Martin Schulz habe sich weit aus dem Fenster gelehnt. Ein Ergebnis von 9,3 Prozent der Zweitstimmen wie bei der Bundestagswahl wäre in Niedersachsen für die FDP wünschenswert.

Update, 11.15 Uhr: Althusmann will Druck auf Weil machen

Der niedersächsische CDU-Chef Bernd Althusmann will nach der Bundestagswahl den Landtagswahlkampf gegen Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) verschärfen. Die CDU in Niedersachsen habe eine konsequente Haltung zur Inneren Sicherheit, zur Flüchtlingspolitik und zur Bildung, sagte der CDU-Spitzenkandidat vor einer Sitzung des CDU-Präsidiums am Montag in Berlin. 

Man werde „das Ganze nochmal zuspitzen insbesondere auf die Frage an Herrn Weil, ob er ein rot-rot-grünes Bündnis ausschließen kann, was er sich bisher nicht traut.„ Ein solches Linksbündnis, sei die denkbar schlechteste Variante und der „Strohhalm, an den sich Herr Weil klammert„. Am Mittwoch werde in Niedersachsen die heiße Wahlkampfphase eingeleitet. „Das Rennen bleibt offen.„ An der CDU vorbei werde in Niedersachsen keine Koalition gebildet werden können. 

Update, 11.00 Uhr: Landtagswahlkampf beginnt schon vor Wahlschluss

Die Wahllokale für die Bundestagswahl waren am Sonntag noch nicht geschlossen, da legten die Wahlhelfer in Twistringen und Bassum bereits los und läuteten den Countdown für die Landtagswahl am 15. Oktober in Niedersachsen ein. Statt Knoerig und Özkan lächeln nun die Landtagskandidaten Volker Meyer und Luzia Moldenhauer beziehungsweise Stephan Weil und Bernd Althusmann von den Plakaten. 

Bei der Wahl für den neuen Deutschen Bundestag hat hier die CDU die meisten Stimmen geholt. 

Update, 10.40 Uhr: AfD-Chef Hampel: „Steigen kontinuierlich bei den Prozentzahlen„

Die AfD sieht sich für die Landtagswahl am 15. Oktober in Niedersachsen gut gerüstet. „Wir können zufrieden sein, wir steigen kontinuierlich bei den Prozentzahlen„, sagte der Landesvorsitzende Paul Hampel am Montag in Hannover. In den Städten sei die AfD in Niedersachsen gut vertreten, auf dem Land gebe es jedoch noch Potenzial. 

Zu den Prioritäten im Wahlkampf der AfD zählten die Infrastruktur- und die „viel zu stark ideologisch angegangene„ Energiepolitik, aber auch die Flüchtlingspolitik. Da seien die Bürger nicht mitgenommen worden. Dafür hätten die großen Parteien nun bei der Bundestagswahl die Quittung erhalten. „Ich glaube, dass eine ähnliche Quittung auch in Niedersachsen vonnöten ist.„

Update, 10.40 Uhr: Grüne wollen mit allen Parteien außer AfD über Koalition reden

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen in Niedersachsen, Anja Piel, will nach der Landtagswahl mit allen Parteien außer der AfD über eine mögliche Koalition ins Gespräch kommen. Wunschpartner bleibe die SPD, sagte Piel am Montag in Hannover. Die Chancen für eine Fortsetzung des rot-grünen Regierungsbündnisses bezeichnete Piel als knapp, aber machbar. Niedersachsen sei nicht Berlin, die Zustimmung zur Politik der rot-grünen Landesregierung bei den Wählern sei hoch. 

Zudem gäbe es noch die Option eines rot-rot-grünen Dreierbündnisses. „Auch die Linke ist für uns keine Igitt-Partei.„ Zu einer möglichen Koalitionsoption mit der CDU sagte Piel, sie könne nicht viele Schnittmengen mit der CDU erkennen. Der CDU-Landeschef und Spitzenkandidat, Bernd Althusmann, hatte ein Jamaika-Bündnis in Niedersachsen als schwierig bezeichnet, es aber nicht ausgeschlossen.

Update, 10.15 Uhr: CDU hält SPD Rückzug „in die Schmollecke„ vor

Drei Wochen vor der Landtagswahl in Niedersachsen ist Rot-Grün nach Ansicht der CDU „meilenweit„ davon entfernt, eine Regierungsmehrheit zu erzielen. Die CDU habe im Land bei der Bundestagswahl mit 7,5 Prozentpunkten der Stimmen weit vor den Sozialdemokraten gelegen, sagte Generalsekretär Ulf Thiele am Montag in Hannover. 

„Das Verhalten der Sozialdemokraten gestern Abend ist aus unserer Sicht verantwortungslos.„ Sich noch am Wahlabend „in die Schmollecke„ zurückzuziehen bedeute, sich aus der Verantwortung zu stehlen. Die CDU werde so als die letzte staatstragende, Verantwortung übernehmende Partei wahrgenommen - das werde auch Auswirkungen auf die Wahl am 15. Oktober haben. Nach der Wahl werde die CDU offen für Gespräche sein: „Die demokratischen Parteien untereinander müssen gesprächsbereit bleiben.„

Update, 9.00 Uhr: 66 Abgeordnete aus Niedersachsen ziehen in neuen Bundestag ein

In den neu gewählten Bundestag werden 66 Abgeordnete aus Niedersachsen einziehen, genauso viele wie vier Jahre zuvor. Nach Angaben der Landeswahlleitung werden nach dem vorläufigen Ergebnis im künftigen Bundesparlament 21 Abgeordnete der CDU, 20 der SPD, jeweils 7 der FDP und der AfD, 6 der Grünen und 5 der Partei die Linke aus Niedersachsen sitzen. Das sind für die CDU 10 und für die SPD 5 Parlamentarier weniger als noch 2013.

Update, 8.05 Uhr: CDU-Chef Althusmann zu Jamaika

Nach der Landtagswahl am 15. Oktober hält CDU-Landeschef Bernd Althusmann in Niedersachsen die Bildung einer großen Koalition oder eines Jamaika-Bündnisses für wahrscheinlich. 

„Im Moment sieht es danach aus, dass die CDU die stärkste Kraft wird. Eine große Koalition oder ein Jamaika-Bündnis sind dann die Optionen“, sagte der CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Hannover. 

Allerdings sei die Jamaika-Variante mit den Grünen und der FDP „nicht meine Wunschkonstellation und auch nicht die der Grünen“. Der scharfe Linkskurs der Grünen erschwere eine solche Zusammenarbeit. Althusmann hatte noch Ende August ein Bündnis mit den Grünen in Niedersachsen ausgeschlossen.

Update, 8.00 Uhr: Niedersachsen-CDU geht von 25 Mandaten aus

Niedersachsens CDU geht davon aus, 25 Abgeordnete in den neuen Bundestag zu schicken. Darin eingerechnet seien Überhang- und Ausgleichsmandate, sagte Generalsekretär Ulf Thiele der Deutschen Presse-Agentur in Hannover. Die genaue Zahl dürfte am Montagmorgen feststehen. 

Bisher ist Niedersachsens CDU mit 31 Abgeordneten im Bundestag vertreten, der SPD-Landesverband hat 25 Parlamentarier in Berlin. Überhangmandate entstehen, wenn eine Partei in einem Bundesland mehr Direktmandate erringt als ihr nach ihrem Zweitstimmen-Anteil zustehen. Dies wird mit Ausgleichsmandaten kompensiert. 

Mit Blick auf die Landtagswahl am 15. Oktober sagte Thiele: „Ich gehe von einem Landtag mit sechs Parteien aus.“ Die CDU habe eine echte Chance auf einen politischen Richtungswechsel. Den niedersächsischen SPD-Chef und Ministerpräsidenten Stephan Weil forderte Thiele auf, eine Koalition mit der Linkspartei auszuschließen. 

Niedersachsen wählt am 15. Oktober einen neuen Landtag. Die vorgezogene Wahl wurde nötig, weil im August die Abgeordnete Elke Twesten von den Grünen zur CDU übergelaufen war und Rot-Grün dadurch die Ein-Stimmen-Mehrheit verloren hatte.

Update, 7.35 Uhr: Vorl. amtl. Endergebnis Niedersachsen + Bremen

Zweitstimmen Niedersachsen (2017/2013): CDU 34,9 Prozent (41,1), SPD 27,4 (33,1), Grüne 8,7 (8,8), Linke 6,9 (5,0), FDP 9,3 (4,2), AfD 9,1 (3,7).

Zweitstimmen Bremen (2017/2013): SPD 26,8 (35,6), CDU 25,0 (29,3), Grüne 11,0 (12,1), Linke 13,5 (10,1), AfD 10,0 (3,7), FDP 9,3 (3,4).

Update, 7.30 Uhr: Hohe Wahlbeteiligung in Niedersachsen

Im Wahlkreis Harburg sind bei der Entscheidung zum neuen Bundestag am Sonntag in Niedersachsen die meisten Menschen zur Stimmabgabe gegangen. Die Wahlbeteiligung lag hier nach Angaben der Landeswahlleitung bei 81,3 Prozent und damit fast vier Prozentpunkte höher als im Landesdurchschnitt. Die geringste Wahlbeteiligung wurde im Wahlkreis Friesland-Wilhelmshaven-Wittmund mit 73,5 Prozent registriert.

CDU und SPD haben in Niedersachsen bei der Bundestagswahl zwar deutlich verloren, schneiden aber voraussichtlich besser ab als bundesweit. Die CDU sackte nach einer Hochrechnung im Auftrag des NDR um 6,4 Prozentpunkte auf 34,7 Prozent ab. Die SPD verlor demnach im Vergleich zur letzten Wahl 5,3 Prozentpunkte und landete bei 27,8 Prozent. Das wäre das bisher schlechteste Ergebnis der SPD bei einer Bundestagswahl in Niedersachsen. Die AfD würde mit 9,3 Prozent zwar deutlich schlechter abschneiden als bundesweit, wäre aber die stärkste der kleinen Parteien. Die Grünen erhalten demnach 8,6 Prozent der Zweitstimmen und damit etwas weniger als vor vier Jahren. Die FDP käme auf 9,2 Prozent, die Linke auf 6,6 Prozent.

Die Beteiligung an der Bundestagswahl ist in Niedersachsen zum zweiten Mal in Folge gestiegen. Das zeichnete sich am Sonntag nach der Auszählung von 23 der 30 Wahlkreise ab. Danach lag die Wahlbeteiligung zwischen 81,3 Prozent im Wahlkreis Harburg und 74,3 Prozent im Wahlkreis Goslar-Northeim-Osterode. 2013 waren in Niedersachsen 73,4 Prozent aller Bürger zur Wahl gegangen, das war damals mehr als der Bundesdurchschnitt von 71,5 Prozent gewesen. 2009 hatten 73,3 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben.

Update 23.20 Uhr: Die Ergebnisse aus vielen Wahlkreisen stehen fest

Axel Knoerig (CDU) gewinnt den Wahlkreis 33 Diepholz-Nienburg I

Wahlkreis 39 - Stadt Osnabrück - gewählt: Dr. Mathias Middelberg (CDU)

Wahlkreis 37 - Lüchow-Dannenberg - Lüneburg - gewählt: Eckhard Pols (CDU)

Wahlkreis 28 - Delmenhorst - Wesermarsch - Oldenburg-Land - gewählt: Astrid Grotelüschen (CDU)

Wahlkreis 39 - Stadt Osnabrück - gewählt: Dr. Mathias Middelberg (CDU)

Wahlkreis 52 - Goslar - Northeim - Osterode - gewählt: Dr. Roy Kühne (CDU)

Wahlkreis 25 - Unterems - gewählt: Gitta Connemann (CDU)

Wahlkreis 38 - Osnabrück-Land - gewählt: Dr. André Berghegger (CDU)

Wahlkreis 24 - Aurich - Emden - gewählt: Johann Saathoff (SPD)

Wahlkreis 30 - Stade I - Rotenburg II - gewählt: Oliver  Grundmann (CDU)

Wahlkreis 50 - Braunschweig - gewählt: Dr. Carola Reimann (SPD)

Wahlkreis 46 - Hameln-Pyrmont - Holzminden - gewählt: Johannes Schraps (SPD)

Wahlkreis 27 - Oldenburg - Ammerland - gewählt: Dennis Rohde (SPD)

Wahlkreis 32 - Cloppenburg - Vechta - gewählt: Silvia Breher (CDU)

Wahlkreis 41 - Stadt Hannover I - gewählt: Kerstin Tack (SPD)

Wahlkreis 40 - Nienburg II - Schaumburg - gewählt: Maik Beermann (CDU)

Wahlkreis 42 - Stadt Hannover II - gewählt: Yasmin Fahimi (SPD)

Wahlkreis 49 - Salzgitter - Wolfenbüttel - gewählt: Sigmar Gabriel (SPD)

Wahlkreis 36 - Harburg - gewählt: Michael Grosse-Brömer (CDU)

Wahlkreis 48 - Hildesheim - gewählt: Bernd Westphal (SPD)

Wahlkreis 34 - Osterholz - Verden - gewählt: Andreas Mattfeldt (CDU)

Wahlkreis 44 - Celle - Uelzen - gewählt: Henning Otte (CDU)

Wahlkreis 45 - Gifhorn - Peine - gewählt: Hubertus Heil (SPD)

Wahlkreis 29 - Cuxhaven - Stade II - gewählt: Enak Ferlemann (CDU)

Wahlkreis 35 - Rotenburg I - Heidekreis - Gewählt: Lars Klingbeil (SPD)

Wahlkreis 53 - Göttingen - gewählt: Thomas Oppermann (SPD)

Wahlkreis 48 - Hildesheim - gewählt: Bernd Helmut Westphal (SPD)

Wahlkreis 43 - Hannover-Land I - gewählt: Dr. Hendrik Hoppenstedt (CDU)

Wahlkreis 47 - Hannover-Land II - gewählt: Dr. Matthias Miersch (SPD)

Wahlkreis 51 - Helmstedt - Wolfsburg - gewählt: Falko Mohrs (SPD)

Wahlkreis 26 - Friesland - Wilhelmshaven - Wittmund - gewählt - Siemtje Möller (SPD)

Update 21.50 Uhr: Bei der Bundestagswahl ist der Wahlkreis Mittelems bei der Auszählung der Stimmen am Sonntag der schnellste in Niedersachsen gewesen. In der CDU-Hochburg gewann Albert Stegemann erneut das Direktmandat.

Update 20.20 Uhr: Die SPD hat in Niedersachsen bei der Bundestagswahl voraussichtlich deutlich besser abgeschnitten als insgesamt. Die Partei kommt nach einem NDR-Trend auf 28,0 Prozent, vor vier Jahren waren es in Niedersachsen 33,1 Prozent. Die CDU liegt demnach bei 34,2 Prozent, 6,9 Prozentpunkte weniger als 2013. Die Grünen erhielten 9,2 Prozent, 0,4 Prozentpunkte mehr als 2013. Die FDP käme auf 9,6 Prozent. Die AfD würde mit 9 Prozent deutlich schlechter abschneiden als bundesweit, die Linke käme auf 6,5 Prozent.

Update 20.05 Uhr: Bremens CDU-Landeschef Jörg Kastendiek hat sich nach der Bundestagswahl für eine Jamaika-Koalition mit FDP und Grünen ausgesprochen. „Wir werden das hinkriegen„, sagte er in einer Wahlsendung von Radio Bremen. „Wir müssen den Wählern auch eine Perspektive für die nächste Legislaturperiode geben.„ Mit dem Abschneiden seiner Partei zeigte er sich nicht zufrieden. „Die Verluste sind erheblich und mehr als wir gedacht haben.„ Dass viele CDU-Wähler zur AfD abgewandert seien, müsse seiner Partei zudenken geben. „Da müssen auch Fehler von uns gemacht worden sein.„

Der Moment der ersten Hochrechnung kurz nach 18 Uhr, die Rotenburger CDU ist schockiert. Nun wandert der Blick in Richtung des lokalen Ergebnisses.


Update 19.30 Uhr: Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil hat die Entscheidung der Sozialdemokraten verteidigt, nach der historischen Niederlage bei der Bundestagswahl in die Opposition zu gehen. „Die große Koalition ist heute abgewählt worden„, sagte der SPD-Politiker im ZDF. Union und SPD hätten als Regierungspartner herbe Verluste verzeichnet. „Es ist zwingend notwendig, dass die Alternativen zur Regierungspolitik aus dem demokratischen Zentrum heraus formuliert werden.„ In Niedersachsen findet am 15. Oktober eine vorgezogene Landtagswahl statt.


Bremens Regierungschef Carsten Sieling (SPD): Schwarzer Tag für SPD

Update 18.50 Uhr: „Das ist ein schwarzer Tag für die SPD“, sagte Bremens Bürgermeister Carsten Sieling kurz nach Bekanntwerden der ersten Prognose. „Und es ist ein schwarzer Tag für die Republik, wenn Rechtsradikale ins Parlament einziehen.“ Der Erfolg der AfD hat auch SPD-Fraktionschef Björn Tschöpe die Laune verhagelt. Er sprach von einem „Debakel für die Demokratie“, wenn „eine völkische Partei in den Bundestag gewählt wird“. Sieling sagt aus: Der Eintritt in die Große Koalition habe sich für die SPD nicht ausgezahlt. Der Wähler habe das nicht honoriert. Er empfiehlt seiner Partei, „mit diesem Ergebnis in die Opposition zu gehen“ und nicht erneut „mit glühenden Fahnen in eine Regierung zu laufen“.

Update: 18.45 Uhr: Niedersachsens FDP-Chef Stefan Birkner ist offen für Gespräche mit Union und FDP über eine Koalition auf Bundesebene. „Der Ball liegt jetzt bei der Union„, sagte Birkner am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur.

Update 18.35 Uhr:

Niedersachsens Grünen-Landeschefin Meta Janssen-Kucz sieht hohe Hürden für die Bildung einer Koalition mit FDP und Union auf Bundesebene. „Ein Großteil der Politik von CDU und FDP steht unseren Kernanliegen diametral entgegen“, sagte die Grünen-Landeschefin am Sonntag in einer ersten Reaktion auf die Prognosen zur Bundestagswahl.

SPD und Union die „ganz großen Verlierer“

Janssen-Kucz sagte, SPD und Union seien die „ganz großen Verlierer“ der Wahl. Der Stillstand der vergangenen vier Jahre habe den Raum für rechte Kräfte wie die AfD geöffnet. „Mich erschreckt das einfach, dass eine Partei des völkischen Nationalismus, die für Hass und Ausgrenzung steht, in den Bundestag gewählt worden ist.“

Für die Landtagswahl in drei Wochen in Niedersachsen bedeute das Ergebnis, dass die Grünen weiter einen klaren Wahlkampf gegen den Rechtsruck machen wollten. „Wir wollen bei den Themen Umwelt und Gerechtigkeit vorankommen.“ Die Grünen hätten bei der Bundestagswahl zwar ihr Ziel verfehlt, drittstärkste Kraft zu werden. Für die Landtagswahl bleibe das aber weiterhin das klare Ziel. (dpa)

Rund 600.000 Wahlhelfer bundesweit haben gestern eine Urkunde von Innenminister Thomas de Maizière erhalten. Hier freuen sich (von links) Lutz Schierenbeck, Tineke Martens, Manfred Nagel und Alea Kretzschmar über dieses Dankeschön für ihren ehrenamtlichen Einsatz in der Hacheschule in Syke.

Update 18.30 Uhr:

„Ich kann mir keine Konstellation vorstellen, bei der eine große Koalition fortgesetzt wird.“

(Die SPD-Landtagsabgeordnete Doris Schröder-Köpf am Sonntag in Hannover zur SPD-Niederlage bei der Bundestagswahl, dpa)

Update 18.20:

Das Wahllokal „Hoya II“, also das Gasthaus „Zur Börse“ an der Langen Straße, ist vom Bundeswahlleiter für eine repräsentative Auswertung des Wählerverhaltens ausgewählt worden. Natürlich erfolgte die Stimmabgabe auch dort geheim. Jedoch erhielten die Wähler entsprechend ihrer Eintragung ins Wahlregister gekennzeichnete Stimmzettel. So kann das Wahlverhalten im Wahllokal später analysiert werden. Durch die Stimmzettel-Kennzeichnung sind das Geschlecht sowie insgesamt sechs Altersgruppen zu unterscheiden, teilt die Samtgemeinde mit.

Nach der Wahlniederlage bei der Bundestagswahl wird die SPD nach den Worten des niedersächsischen SpitzenkandidatenThomas Oppermann in die Opposition gehen. Er kenne niemanden in der Partei, der nach dem Ergebnis die große Koalition fortsetzen wolle, sagte der Bundestagsfraktionschef am Sonntag in Berlin. (dpa)

Update 17.30 Uhr: Bei der Bundestagswahl zeichnet sich in Niedersachsen eine stabile Wahlbeteiligung ab. Anderthalb Stunden vor Schließung der Wahllokale hatten 63,3 Prozent der Bürger abgestimmt. Das waren zwar etwas weniger als zum selben Zeitpunkt vor vier Jahren (65,0 Prozent), allerdings sind in den Berechnungen nicht die Stimmen der Briefwähler enthalten. Experten erwarten in diesem Jahr einen Rekord an Briefwahlstimmen.

Update 16.30 Uhr:

Zwei Drittel aller Wahlberechtigten im Bezirk 106 haben bis 16.30 Uhr in Weyhe beim Abwasserverband ihre Stimmen abgegeben. Die vielen Spaziergänger, die auf dieses Lokal zusteuern, lassen vermuten, dass die Beteiligung bis 18 Uhr noch steigen wird.



Update 12 Uhr: Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat am Sonntag in Hannover ihre Stimme zur Bundestagswahl abgegeben. Die CDU-Politikerin ist im Wahlkreis Hannover II Direktkandidatin ihrer Partei und tritt dort gegen die frühere SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi an. 

Update 11.30 Uhr:  Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat am Sonntagvormittag seine Stimme für die Bundestagswahl abgegeben. Um kurz nach 11.00 Uhr warf er gut gelaunt seinen Stimmzettel in die gelbe Wahlurne. In seinem Wahlbüro im Seniorenwohnheim Birkenhof in Hannover bedankte sich der niedersächsische SPD-Parteichef zunächst bei den Wahlhelfern und plauderte dann mit den Bewohnern des Altenheims. Regierungschef Weil wird in drei Wochen bei der vorgezogenen Landtagswahl von dem CDU-Vorsitzenden Bernd Althusmann herausgefordert. Die rot-grüne Koalition hatte im Landtag ihre Ein-Stimmen-Mehrheit verloren, nachdem eine Grünen-Abgeordnete zur CDU übergetreten war.

Update 11 Uhr: In Niedersachsen sind knapp 6,1 Millionen Menschen zur Wahl aufgerufen. 434 Kandidaten bewerben sich um einen Sitz im Parlament, rund 20 Prozent mehr als vor vier Jahren. Die Abstimmung begann ohne Zwischenfälle.

Das Interesse an der Bundestagswahl scheint in Niedersachsen geringer zu sein als bei der Abstimmung vor vier Jahren. Zwei Stunden nach Öffnung der Wahllokale hatten 9,19 Prozent der Stimmberechtigten ihr Votum abgegeben, sagte eine Mitarbeiterin der Landeswahlleiterin am Sonntag. 2013 hatten um 10.00 Uhr bereits 10,82 Prozent ihre Stimme abgegeben. Erfahrungsgemäß steigere sich die Wahlbeteiligung im Laufe des Tages aber.

In Niedersachsen sind seit Sonntagmorgen knapp 6,1 Millionen Menschen aufgerufen, ihre Stimme zur Bundestagswahl abzugeben. Landesweit bewerben sich 434 Kandidaten um einen Sitz im Parlament, rund 20 Prozent mehr als vor vier Jahren. 2013 gewann die CDU die Bundestagswahl in Niedersachsen mit 41,1 Prozent klar vor der SPD mit 33,1 Prozent. Die Grünen kamen auf 8,8 Prozent, die FDP auf 4,2 Prozent und die Linke auf 5,0 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 73,4 Prozent.

kreiszeitung.de zeigt Ergebnisse aus allen Gemeinden

Wenn am 24. September um 18 Uhr die Wahllokale schließen, dann steigt die Spannung auch in der Region: Welcher Kandidat gewinnt welchen Wahlkreis? Wie gut schneiden die Parteien von Rotenburg bis Diepholz ab? 

Die Antworten darauf bieten wir unseren Lesern bei dieser Bundestagswahl im Rahmen einer besonders umfangreichen Berichterstattung: Die Wahlergebnisse aller Gemeinden und Wahlkreise werden noch am Wahlabend bei uns veröffentlicht. Dazu stützen wir uns auf eine Technik, die es ermöglicht, die Daten von Gemeinden und Wahlleitern besonders schnell abzurufen. 

In übersichtlichen Karten und mit zahlreichen Diagrammen für jede Region veranschaulicht die Redaktion Parteien und Kandidaten, Gewinner und Verlierer. Doch es gibt noch mehr. Wer sich für die Ergebnisse aus anderen Teilen Deutschlands interessiert, wird nicht enttäuscht:

Kreiszeitung.de liefert die Daten für alle 16 Bundesländer, alle 299 Wahlkreise und alle rund 11.000 Gemeinden im Bundesgebiet, sobald sie zur Verfügung stehen. Lust auf noch mehr Details? In den Tagen nach der Bundestagswahl werden für ausgewählte Regionen auch die Ergebnisse der einzelnen Wahllokale veröffentlicht.

Neben Zahlen und Daten bietet Kreiszeitung.de zur Bundestagswahl auch Live-Ticker, Analysen und Hintergründe rund um die Uhr. Gehen Sie dazu einfach direkt auf die Startseite oder auf www.kreiszeitung.de/wahl. Nutzen Sie auch die App von kreiszeitung.de, um sich zeitnah zu informieren. Auch auf unseren Facebook-Seiten informieren wir umfassend: www.facebook.com/kreiszeitung.de/

Eine Übersicht über alle Ergebnisse, Daten und Grafiken

Bundestagswahl: So hat Ihre Gemeinde 2013 gewählt - alle Ergebnisse

Hier finden Sie am Wahlabend die Prognose, die Sitzverteilung sowie die Ergebnisse aller Wahlkreise und Gemeinden.

Bundestagswahl 2017: Hier finden Sie am Wahlabend die erste Prognose

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