Proteste bereits 1994

Bundesanstalt ließ Broschüren bei rechtem Verleger drucken

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Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Hannover

Hannover - Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Hannover hat jahrelang Broschüren von einem auch im rechtsextremen Bereich aktiven Verleger drucken lassen.

Bis zu einer Anfrage der "Jüdischen Allgemeinen" habe die Bundesanstalt keine Informationen über den rechtsradikalen Hintergrund des Geschäftsführers der Druckerei in Preußisch Oldendorf (Kreis Minden-Lübbecke) gehabt, teilte die Bundesanstalt am Donnerstag mit. Die Druckaufträge seien nach Ausschreibungen vergeben worden. Die Behörde könne Unternehmen vom Wettbewerb ausschließen, wenn deren Zuverlässigkeit nicht gegeben sei.

Auch die Stadt Preußisch Oldendorf, die seit 15 Jahren ihr Amtsblatt bei der Druckerei verlegen lässt, wird sich mit den Vorwürfen gegen den Geschäftsführer des Unternehmens auseinandersetzen, sagte Bürgermeister Marko Steiner am Donnerstag. Der Verleger ist auch Geschäftsführer der Deutschen Verlagsgesellschaft (DVG) mit einem Sortiment rechter Publikationen. Der "Neuen Westfälischen" sagte der Verleger, ihn habe das Erbe seines Vaters eingeholt, von dem er die Leitung der DVG übernommen habe. Es würden nur noch Restbestände verkauft.

Bereits 1994 gab es Proteste gegen die Druckerei. Dort werde "unter einem seriösen Deckmäntelchen faschistische Literatur gedruckt und vertrieben", hieß es in dem damaligen Demonstrationsaufrufs.

dpa

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