Gleichzeitig hohe Personal-Nachfrage

Niedersachsens Arbeitslosenzahl steigt nach dem Jahreswechsel

Hannover - Jahreszeitlich bedingt ist die Arbeitslosigkeit in Niedersachsen zum Jahreswechsel gestiegen. Dennoch blieb die Zahl der arbeitslosen Menschen auf dem seit Jahren tiefsten Stand für den Wintermonat Januar.

Im Vormonat hatten 268.079 Menschen keinen Job - 8,2 Prozent mehr als im Dezember 2015, wie die Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen am Dienstag in Hannover mitteilte. Die Arbeitslosenquote kletterte zwar auf 6,4 Prozent, blieb aber unter den 6,7 Prozent von Januar 2015. Damit lag sie für einen Monat Januar auf dem niedrigsten Stand seit der deutschen Wiedervereinigung, erklärte die Agentur.

Angesichts der Winterpause seien die Tätigkeiten in vielen Außenberufen zurückgegangen und viele befristete Arbeitsverhältnisse ausgelaufen, begründete der regionale Agenturchef Klaus Stietenroth den Anstieg. Unter den arbeitslos gemeldeten Menschen waren 51.065 Ausländer - 7,6 Prozent mehr als einen Monat zuvor. Allerdings steht den gestiegenen Arbeitslosenzahlen eine hohe Personalnachfrage entgegen. Unternehmen meldeten für den Januar ungewöhnlich viele offene Stellen. Stietenroth sagte: „Die Arbeitskräftenachfrage zieht deutlich an.“

Die niedersächsischen Unternehmen und der öffentliche Dienst haben demnach 15 107 neue Stellen gemeldet - 1,2 Prozent mehr als im Dezember und 24,5 Prozent mehr als noch im Januar des Vorjahres. Großen Bedarf gibt es in der Zeitarbeit, dem Gesundheits- und Sozialwesen, dem Handel sowie in der Verwaltung. In Niedersachsen hatte der Agenturbezirk Emden-Leer mit 8,0 Prozent die höchste Arbeitslosenquote, vor Hannover (7,8), Oldenburg-Wilhelmshaven (7,4), Hameln und Celle (je 7,3) sowie Braunschweig-Goslar (7,2). Mit einer Quote von 3,7 Prozent schnitt der Bezirk Nordhorn am besten ab.

Zahl der freien Stellen steigt in Bremen 

Die Zahl der freien Stellen hat im Bundesland Bremen im Januar stark zugenommen. „Das Jahr 2016 startet mit rund 1500 neuen offenen Stellen und einem ungewöhnlich hohen Personalbedarf der Unternehmen“, sagte der Chef der Arbeitsagentur Niedersachsen-Bremen, Klaus Stietenroth, am Dienstag. Die Zahl der Arbeitslosen stieg im Januar in Bremen wie in den Vorjahren. Mit 37 789 waren in dem Monat 4,2 Prozent mehr Menschen ohne Job als noch im Dezember 2015. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Zahl aber um 1 Prozent. Die Arbeitslosenquote lag in Bremen im Januar bei 11 Prozent und damit 0,4 Prozentpunkte höher als im Vormonat.

dpa

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