Niedersachsens größte Notunterkunft

Briten räumen Camp Fallingbostel für Flüchtlingsdrehkreuz früher

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Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) besuchte am Freitag die Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge im Camp Oerbke (Niedersachsen). Hier befindet sich die größte Flüchtlingsnotunterkunft in Niedersachsen. Der Bund plant dort außerdem in direkter Nachbarschaft den Aufbau eines Drehkreuzes für die Verteilung von Flüchtlingen in Norddeutschland.

Oerbke/Fallingbostel - Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen und Ministerpräsident Stephan Weil haben Niedersachsens größte Notunterkunft für Flüchtlinge besucht. In der Lüneburger Heide soll auch ein zentrales Verteilzentrum entstehen.

Die britische Armee macht den Weg frei für die Einrichtung eines Drehkreuzes zur Verteilung von Flüchtlingen auf ihrem Kasernengelände im niedersächsischen Fallingbostel. Wie Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) am Freitag bei einem Besuch im dortigen Camp sagte, wollen die Briten nicht erst wie geplant im kommenden Frühjahr abziehen, sondern bereits im Oktober.

In diesen "außergewöhnlichen Zeiten" seien pragmatische Lösungen nötig. "Man spürt in diesen Tagen, dass der Pragmatismus vorherrscht", lobte sie. Die Infrastruktur des Camps sei in einem sehr positiven Zustand. Es gebe es etwa Grundschulen sowie Spiel- und Sozialräume, sagte von der Leyen bei dem Besuch zusammen mit dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD).

Es werde eine gemeinsame Arbeitsgruppe des Landes und der Bundeswehr entstehen, die sich mit Fallingbostel und Niedersachsens größter Notunterkunft für Flüchtlinge, Camp Oerbke in der Lüneburger Heide, beschäftige. Von der Leyen bot erneut an, die Bundeswehr könne den Betrieb in Fallingbostel übernehmen.

Bleibe für mehr als 1000 Flüchtlinge in der Lüneburger Heide

Weil betonte, es sei sehr wichtig, den Münchener Hauptbahnhof zu entlasten. "Da bietet sich Niedersachsen als Zentrum der Verteilung im norddeutschen Raum an." Es sei sehr gut gewesen, sich einen persönlichen Eindruck in Oerbke und Fallingbostel zu verschaffen. Der Bedarf an Aufnahmeplätzen für Flüchtlinge sei ungebrochen hoch.

Der Ministerpräsident lobte die "beeindruckende Solidarität" und das Engagement der Einwohner. Die Notunterkunft in Oerbke hat Kapazitäten für 1400 bis 1500 Menschen, derzeit leben dort knapp 1200 Flüchtlinge.

Von der Leyen und Weil besichtigten auch einen bisher militärisch genutzten Kopfbahnhof. Dieser könne umfunktioniert werden, sagte Regierungssprecherin Anke Pörksen. dpa

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