Sehenswürdigkeit

Bremer Stadtmusikanten: Märchen und Wahrzeichen für Bremen

Die Bremer Stadtmusikanten: Ein ursprüngliches Märchen der Brüder Grimm wurde zu einem echten Wahrzeichen der Hansestadt. Die Statue der Bremer Stadtmusikanten gehört zu Bremens Landschaft.

Bremen – Das Märchen von den Bremer Stadtmusikanten verzaubert Klein und Groß und wird immer noch gerne erzählt. Das Volksmärchen von den Brüdern Grimm ist zu einem Wahrzeichen für Bremen geworden, nicht zuletzt wegen der zwei Meter hohen Bronzestatue, die neben dem Roland ein Zuhause gefunden hat. Die Statue der tapferen Stadtmusikanten lockt seit 1935 Touristen an den Vorplatz des Rathauses, und lockt täglich Touristen an, die am liebsten den Vorderlauf des Esels berühren – lesen Sie hier, warum.

Beschreibung Wahrzeichen:Bronzestatue
Datum der Einweihung:1964
Tiere der Bremer Stadtmusikanten:Esel, Katze, Hund, Hahn

Symbolisch wurden mal in Hamburg die Stadtmusikanten aufgestellt. Lesen Sie, warum Aktivisten das getan haben.

Das Märchen von den tapferen Stadtmusikanten

Ein alter Esel soll vom Besitzer geschlachtet werden, das lässt er aber nicht zu und flieht. Sein Ziel ist Bremen, um dort Stadtmusikant zu werden. Auf seinem Weg trifft er nacheinander den Hund, die Katze und den Hahn, die denselben Traum vom Stadtmusikanten haben und dem Esel folgen.

Auf der Wanderschaft entdecken sie ein Räuberhaus, sie stellen sich aufeinander und verjagen mit lautem "Gesang" die Räuber und übernehmen das Haus. 1819 wurde das Märchen "Der Bremer Stadtmusikanten" von den Brüdern Grimm in ihrer berühmten Sammlung Kinder- und Hausmärchen erstmals veröffentlicht. Seit dem ist das Bilder übereinander stehende Tiere zu einem Wahrzeichen der Stadt Bremen geworden.

Die wahre Geschichte hinter den Stadtmusikanten

Im 1500 Jahrhundert waren Stadtmusikanten in niedersächsischen Städten, die alle unterschiedliche Besonderheiten und schöne Orte aufweisen können, unterwegs. Zu den Bremer Ratsmusikern gehörten um die vier Musiker, zwei Trompeter, ein Posaunist und zwei Pfeifer. Sie begleiteten oftmals Reisegemeinschaften und spielten auf Hochzeiten oder anderen Festen.

Auch heute gehören Stadtmusikanten zur Tradition und werden von den Städten unterstützt. Doch das Märchen dient nicht nur als Unterhaltung, sondern hat auch eine soziale Kritik. Der Text gehört zu der Gattung der Fabeln und die Tiere repräsentieren Knechte und Mägde, die aus dem Dienst entlassen wurden, weil sie zu alt geworden sind. Durch ihren Weg und Mut schaffen sie es sich ein neues Leben aufzubauen.

Der lange Weg zum Wahrzeichen der Bremer Stadtmusikanten

Die vier aufeinander stehenden Tiere verbindet man mit Bremen, so ist es nicht verwunderlich, dass es schon früh Überlegungen für ein Denkmal gab. 1951 war es dann soweit. Gerhard Marcks, einer der bedeutendsten deutschen Bildhauer seiner Generation, sollte diese Idee umsetzen. Die Realisierung des Projekts sorgte jedoch für anhaltende öffentliche Kontroverse, um Kosten, Maßstab und fehlende Berücksichtigung der Bremer Künstler.

Die bekannte Bronzestatue der Stadtmusikanten zur Weihnachtszeit

Doch trotz allem ist die Stadtmusikanten Bronze-Statue, neben dem Bremer Roland ein heimliches Wahrzeichen Bremens und gehört zu jedem obligatorischen Besichtigungsprogramm dazu. Den Besuchern wird gerne erzählt, dass das Anfassen des Vorderbeins des Esels Glück bringe.

Die Bremer Stadtmusikanten und ihre Instrumente

  • Esel: Waldhorn
  • Hund: Posaune
  • Katze: Bassklarinette
  • Hahn: Trompete

Stadtmusikanten beim Bremer Rathaus

Seit der Erstellung steht die Skulptur der Bremer Stadtmusikanten, auf deren Spuren man sich auch in Rotenburg auf dem Stadmusikanten-Radwanderweg begeben kann, am Bremer Rathaus. 2019 wurde eine neue Initiative zu der Standortfrage neu angestoßen, verlief jedoch im Sande. Ursprünglich war das Projekt nur für ein Jahr probeweise geplant und 1955 wurde die Skulptur formell erworben. Die 200 cm hohe Figur steht unter Denkmalschutz, und gehört zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Bremen.

Die Bremer Stadtmusikanten fanden weltweit Berühmtheit, so steht auch ein Zweitguss der Bronze-Statue von Gerhard Marcks seit 1973 im Busch-Reisinger Museum der Harvard-University in Cambridge (Massachusetts). Des Weiteren gibt es bei einer privaten Stiftung in Milwaukee 10 weitere Güsse nach dem kleinen Entwurfsmodell in verschiedenen Sammlungen. *Kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Sina Schuldt/dpa/picture alliance

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