Ursache für Häufung von Legionellen-Erkrankungen noch nicht gefunden

Bremen - Die Ursache für die Häufung von schweren Legionellen-Erkrankungen in Bremen ist noch nicht gefunden worden. Wie die Gesundheitsbehörden am Dienstag mitteilten, ist seit vergangenem Freitag ein neuer Erkrankungsfall hinzu gekommen.

Von den bis dahin seit Mitte Februar gemeldeten 17 erkrankten Menschen seien einige auf dem Weg der Besserung, andere hätten das Krankenhaus auch schon verlassen können. Nachdem ein 84-jähriger Mann an den Folgen gestorben war, hatten die Gesundheitsbehörden am Freitag Alarm geschlagen. Legionellen können durch zerstäubtes Wasser eingeatmet werden. Eine Infektion mit den Bakterien kann symptomlos bleiben, aber auch grippeartige Symptome oder die Legionärskrankheit auslösen, eine lebensbedrohliche Lungenentzündung.

Im Fokus der Untersuchungen in Bremen stehen gewerblich genutzte Industrie-Großklimananlagen. Die Erkrankungen traten vor allem im Westen Bremens auf. Bei den betroffenen Kranken konnten aber bisher keine übereinstimmenden Aufenthaltsorte wie Saunen, Hotels oder Schwimmbäder ausgemacht werden. Das Landesuntersuchungsamt in Bremen nahm inzwischen in 13 Betrieben Proben, weitere kämen täglich hinzu, hieß es. Untersucht werden vor allem Anlagen zur Kühlung oder Trocknung. Die Probenergebnisse würden wegen des schwierigen Nachweises von Legionellen aber erst in etwa zehn Tagen vorliegen.
dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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