Gutes Abschneiden im Ländervergleich

Zahl der Schulabbrecher steigt in Niedersachsen

Hannover - Etwa fünf Prozent der Jugendlichen in Niedersachsen verlassen die Schule ohne Abschluss und haben nur schlechte Chancen auf einen Job. Das ist das Ergebnis einer neuen Caritas-Bildungsstudie, für die die Daten des Jahres 2015 bundesweit aus mehr als 400 Kreisen und kreisfreien Städten ausgewertet wurden.

Die Quote der Schulabbrecher stieg demnach auf 5,1 Prozent und lag über dem Niveau von 2014 (4,9). In Bremen stieg die Quote ebenfalls leicht an. 2015 standen dort 7,4 Prozent der Schüler ohne Hauptschulabschluss da, 2014 waren es noch 7,2 Prozent. 

Sachsen-Anhalt schneidet am schlechtesten ab

Im Ländervergleich schneidet Niedersachsen aber halbwegs gut ab. Nur Bayern (4,6) und Hessen (4,2) erreichen niedrigere Werte. Die höchsten Zahlen melden Sachsen-Anhalt (9,9) und Berlin (9,3). Deutschlandweit lag die Quote bei 5,9 Prozent, was bedeutet, dass 47.435 Jugendliche die Schule ohne Hauptschulabschluss verlassen haben. „Frühzeitig benachteiligte Schülerinnen und Schüler zu fördern, ist dringend erforderlich“, betonte Caritas-Präsident Peter Neher angesichts der Negativ-Entwicklung. 

Entscheidend neben der Schulpolitik und der wirtschaftlich-sozialen Struktur vor Ort sei auch der politische Wille, meinte Neher: „Ein Miteinander von Politik, Schule, Jugendamt, Arbeitsamt, Wohlfahrtspflege und Wirtschaft kann dazu führen, dass mehr Jugendliche einen Abschluss schaffen.“

dpa

Rubriklistenbild: © Marijan Murat / dpa

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