Erneuerbar-Energien-Gesetz

EEG: Nordländer warnen vor Offshore-Technologieverlust

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Um den Zuschlag für neue Ökostrom-Anlagen zu bekommen, müssen sich Anbieter ab 2017 in Ausschreibungen durchsetzen.

Hannover - Mit einer Warnung vor dem drohenden Ausbremsen der Windenergie-Technologie haben Niedersachsen und Bremen auf die Neufassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) reagiert.

Nach dem Bundestag hatte auch der Bundesrat am Freitag das Gesetz gebilligt. Es sieht unter anderem eine zeitlich begrenzte Drosselung des Neubaus von Offshore-Windenergieanlagen in der Nordsee vor. Bremens Umweltsenator Joachim Lohse (Grüne) hielt der Bundesregierung vor, die Energiewende zu behindern: "Das ist ein Schlag ins Gesicht für die Offshore-Unternehmen im Nordwesten. Damit werden Arbeitsplätze und Investitionen ebenso gefährdet wie die Zukunft der Energiewende." 

Laut EEG soll es 2021/22 einen Offshore-Ausbau fast nur noch in der Ostsee geben. "Das bedeutet eine abrupte Abkehr von bisherigen Absprachen", erklärte die niedersächsische Regierungssprecherin Anke Pörksen. Grund ist der schleppende Netzausbau - Niedersachsen macht den Bund für die Verzögerungen verantwortlich. 

Das Gesetz soll die Kosten für erneuerbare Energien begrenzen und sieht daher niedrigere Ausbauziele für die Windenergie an Land und auf See und ein neues Förderverfahren vor. Von 2017 an müssen sich Anbieter in Ausschreibungen durchsetzen, um den Zuschlag für neue Ökostrom-Anlagen zu bekommen - bisher gibt es für 20 Jahre garantierte feste Vergütungen. Mit gut 8600 Megawatt installierter Windenergieleistung ist Niedersachsen Spitzenreiter im Ländervergleich. Nach Branchenangaben hängen 32 000 Arbeitsplätze direkt oder indirekt davon ab.

dpa

Lesen Sie hier, wie das Land Bremen reagiert: 

EEG-Novelle passiert Bundestag: Wirtschaft sieht Fadenriss mit unabsehbaren Folgen

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