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Ver.di ruft zu zweitägigem Kita-Streik in Niedersachsen und Bremen auf

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Von: Bjarne Kommnick

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Die Ver.di ruft erneut zu ganztägigen Warnstreiks in Kitas und sozialen Diensten auf. Damit geht der Tarifstreit mit der VKA in die nächste Runde.

Hannover – Die Gewerkschaft Ver.di hat in Niedersachen und Bremen Beschäftigte von Kitas und sozialen Diensten zu ganztägigen Warnstreik am 29. und 30. März aufgerufen. Bereits am Montag und Dienstag ist es zur zweiten Verhandlungsrunde im Tarifstreit zwischen der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) und der Ver.di gekommen. Zu einer Einigung kam es jedoch bislang nicht. Deshalb geht der Streit nun in die nächste Runde.

GewerkschaftVer.di
Gründung19. März 2001, Berlin
HauptsitzBerlin
Mitglieder1,9 Millionen

Niedersachsen und Bremen: Ver.di ruft zu Kita-Streiks am 29. und 30. März auf

„Die öffentlichen Arbeitgeber haben die ver.di-Forderungen für die Beschäftigten der Sozial- und Erziehungsberufe pauschal zurückgewiesen, ohne selber Ideen vorzulegen, wie Entlastung und Aufwertung aussehen können“, schreibt Ver.di in einer Pressemitteilung am Donnerstag. Bereits für den 8. März hatte die Ver.di zum Weltfrauen zum Warnstreik aufgerufen, nun sollen Betroffene erneut ihre Arbeit niederlegen und für zwei Tage ruhen lassen.

Ver.di ruft zu Warnstreiks auf.
Am 29. und 30. März ruft die Ver.di in Niedersachsen und Bremen zu ganztägigen Kita-Warnstreiks auf. © IMAGO/Martin Dziadek

Stattdessen sollen laut Angaben von Ver.di mehrere Kundgebungen stattfinden, unter anderem in Verden, Bremen, Lüneburg, Stade, Braunschweig, Hameln und Hildesheim. Mit den Warnstreiks wolle die Gewerkschaft ihren Forderungen Nachdruck verleihen. Das Ziel der Verhandlung für Ver.di sei eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen, Maßnahmen gegen Fachkräftemangel und finanzielle Anerkennung der Arbeit. Bereits vergangene Woche hatte Ver.di zu Streik an Flughäfen in Niedersachsen und Bremen aufgerufen.

Kita-Streiks: Noch keine Einigung zwischen Ver.di und VKA in Sicht

Doch so richtig aufeinander zuzugehen scheinen die beiden Parteien noch nicht: „Allenfalls, so war in den Verhandlungen zu vernehmen, könne man darüber nachdenken, bei den Regelungen zum betrieblichen Gesundheitsschutz Maßnahmen zur Entlastung einzubeziehen. Zum Beispiel eine Massage in der Mittagspause – ein offenbar ernst gemeinter Vorschlag“, erklärt die Ver.di nach den Verhandlungen in einer Pressemitteilung.

Kita-Streik in Niedersachsen und Bremen: Das sind die Ver.di Kundgebungen am 29. und 30. März

Bremen, am 29. März 2022:
- 10:30 Uhr: Auftakt-Kundgebung auf dem Bremer Marktplatz
- 10:45 Uhr: Start der Demonstration
- 12:05 Uhr: Kundgebung/Marktplatz

Hameln, am 29. März 2022:
- 09.00 Uhr: Pferdemarkt

Hildesheim, am 29. März 2022:
-10.45 Uhr: Marktplatz

Lüneburg, am 29. März 2022:
- 09:30 Uhr: Beginn Katzenstraße
- 10:00 Uhr: Beginn Demo
- 11.00 Uhr: Kundgebung Marktplatz

Braunschweig, am 30 März 2022:
- 09:30 Uhr: Auftakt Schlossplatz
- 10:00 Uhr: Beginn Demo
- bis 11 Uhr: Abschlusskundgebung Kohlmarkt

Stade, am 30. März 2022:
- 10.30 Uhr: Am Sande

Verden, 30. März 2022:
- 10 Uhr: Rathaus

Bereits am Montag äußerte sich Karin Welge, Präsidentin und Verhandlungsführerin der VKA zu der Tarifverhandlung in einer Pressemitteilung: „Erwartungsgemäß können wir nach der zweiten Verhandlungsrunde noch kein Tarifergebnis vorlegen – dafür sind die Forderungen zu umfangreich und komplex“. Demnach hätten die kommunalen Arbeitgeber deutlich gezeigt, an welchen Stellen eine Entgegenkommen möglich sei: „Dabei bleibt es aber bei der Prämisse, dass grundsätzlich nur gestiegene Anforderungen auch eine Aufwertung für die Beschäftigten im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst mit sich bringen können“, so Welge.

Kita-Streiks in Bremen und Niedersachsen: Nächste Tarifrunde am 16. und 17.Mai

„Für die kommunalen Arbeitgeber ist die Gewährung von Entlastungstagen für die betroffenen Beschäftigten in der vorgelegten Form nicht tragbar. Denn damit wäre eine weitere Verschärfung der sowieso schon angespannten Personalsituation vorprogrammiert. Daran kann wirklich niemand ein ernsthaftes Interesse haben, gerade angesichts der aktuellen Herausforderungen“, erklärt Welge.

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Am 16. und 17. Mai gehen die Verhandlungen in die nächste Runde. Insgesamt seien von der Tarifrunde rund 330.000 Beschäftige der Sozial- und Erziehungsberufe betroffen. In Niedersachsen und Bremen seien etwa 22.200 Beschäftigte von Kitas, 8000 Beschäftigte von Kinder- und Jugendhilfen, 2500 Beschäftigte in der Behindertenhilfe von der Tarifverhandlung abhängig.* kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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