Brandstiftung Ursache für Feuer in Flüchtlingsunterkunft

Otter - Feuer in einer Flüchtlingsunterkunft, 25 Menschen werden in Sicherheit gebracht. Die Polizei geht von Brandstiftung aus, doch soll es sich nicht um einen fremdenfeindlichen Anschlag gehandelt haben - die Ermittlungen konzentrieren sich auf die Bewohner.

Auf Brandstiftung ist das Feuer in einer Flüchtlingsunterkunft im Landkreis Harburg zurückzuführen. Es gebe aber keine Anhaltspunkte für einen fremdenfeindlichen Hintergrund, teilte ein Polizeisprecher am Freitag mit. Der Brand war am Mittwochabend in einem ehemaligen Gasthof in der Gemeinde Otter südwestlich von Hamburg ausgebrochen, zwölf der 25 Bewohner kamen zunächst mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in umliegende Krankenhäuser. Später wurden aber alle unverletzt entlassen. Ein technischer Defekt scheide als Ursache aus, hieß es von der Polizei.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand sei davon auszugehen, dass der Brand im Aufenthaltsraum im Bereich eines Sofas von einem Bewohner der Unterkunft verursacht worden sei - entweder vorsätzlich oder fahrlässig. Die Ermittlungen konzentrierten sich auf die Vernehmung der Flüchtlinge. Der Brand war am späten Mittwochabend in der Unterkunft ausgebrochen, ein Bewohner alarmierte die Feuerwehr. Mehr als 90 Feuerwehrleute waren im Einsatz und konnten die Flammen ersticken. Wegen eines drohenden Wasserschadens in der Unterkunft wurden die 25 Bewohner in Winsen (Luhe) in einer Turnhalle untergebracht. Die Polizei Buchholz hatte am Donnerstag den vom Feuer betroffenen Teil des Hauses beschlagnahmt, 15 Ermittler waren im Einsatz. Der ehemalige Gasthof war für die Unterbringung von insgesamt 58 Flüchtlingen hergerichtet worden. Zur Höhe des entstandenen Sachschadens machte die Polizei zunächst keine Angaben.

Rubriklistenbild: © dpa

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