34 Personen müssen aus ihren Häusern

Nächtliche Brandserie in Emden: Treibt ein Feuerteufel sein Unwesen?

Emden - Treibt in Emden ein Feuerteufel sein Unwesen? Gleich mehrere Brandherde in einer Nacht dürften laut Polizei gezielt gelegt worden sein. Ein Großfeuer und mehrere evakuierte Wohnungen waren die Folge.

Eine Serie offensichtlich gelegter Brände hat im ostfriesischen Emden rund drei Dutzend Menschen zum Verlassen ihrer Häuser gezwungen. Laut Polizei und Feuerwehr brannten in der Nacht zum Samstag fünf Müllcontainer und eine leerstehende, ehemalige Wäscherei in der Innenstadt nördlich vom Falderndelft. Dort mussten die Einsatzkräfte sicherheitshalber evakuieren und 34 Nachbarn des brennenden Gebäudes aus den Häusern holen. In allen Fällen sei von Brandstiftung auszugehen, sagte ein Polizeisprecher.

Das Löschen der ehemaligen Wäscherei an der Max-Windmüller-Straße zog sich bis in den Vormittag. Die Emder Feuerwehr berichtete auf ihrer Facebook-Seite: „Bei dem Gebäude handelt es sich um einen leerstehenden Hallenkomplex mit mehreren Mietgaragen in enger Innenstadtbebauung. (...) Das Feuer, welches im Dachbereich wütete, breitete sich auf das Erdgeschoss aus. In den Straßen bildete sich über lange Zeit dichter Qualm.“ Das Löschen sei gefährlich gewesen; so musste die Feuerwehr den Angaben zufolge bei ihren Arbeiten einen Einsatz im Innern der Fabrik wegen akuter Einsturzgefahr abbrechen.

Die ostfriesische Seehafenstadt nahe der holländischen Grenze zählt 50000 Einwohner. Sie ist überregional bekannt als VW-Standort, an dem der Passat gebaut wird. Die Werksfeuerwehr des Autobauers half beim Löschen des Daches mit einem ihrer Sonderfahrzeuge.

Auf Brandstiftung drohen laut Strafgesetzbuch je nach Schwere der Tat Gefängnisstrafen von sechs Monaten bis hin zu zehn Jahren.

Zur Schadenshöhe konnte die Polizei am Samstagnachmittag noch keine Angaben machen. Die abschließenden Arbeiten zur Brandermittlung seien angelaufen und auch die Suche nach dem Täter habe umgehend begonnen.

dpa

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