Brandanschlag in Sehnde

43-Jähriger gesteht Wurf von Brandsatz auf Flüchtlingsunterkunft

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Der verkohlte Eingangsbereich eines als Flüchtlingsunterkunft genutzten Fachwerkhauses, aufgenommen am 01. November 2015 nach einem Brandanschlag in Sehnde.

Hildesheim - Ein 43-Jähriger hat beim Prozessauftakt im Landgericht Hildesheim gestanden, einen Brandsatz auf eine Flüchtlingsunterkunft in Sehnde geworfen zu haben.

Das sagte ein Gerichtssprecher am Mittwoch. Nach Überzeugung der Ermittler war Ausländerhass nicht das Motiv des Mannes. Vielmehr soll es sich bei dem 43-Jährigen um einen notorischen Brandstifter handeln, der schon mehrfach Feuer in dem Ort legte.

Die Tat ereignete sich Anfang November. Da Passanten die brennende Haustür schnell löschen konnten, wurde die dreiköpfige Flüchtlingsfamilie in dem Haus nicht verletzt.

Der 43-Jährige war noch in der Tatnacht festgenommen worden und hatte auch schon in seiner polizeilichen Vernehmung eingeräumt, den Brand verursacht zu haben. Er habe aber nicht damit gerechnet, dass dabei Menschen zu Schaden kommen könnten. Der Mann muss sich wegen schwerer Brandstiftung verantworten. Für den Prozess sind zwei Verhandlungstage angesetzt, das Urteil soll am 23. März gesprochen werden.

dpa

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